03. Februar 2022 / 19:21 Uhr

500 statt 1350 Fans: Strengere Corona-Landesregeln betreffen mindestens ein Grizzlys-Heimspiel

500 statt 1350 Fans: Strengere Corona-Landesregeln betreffen mindestens ein Grizzlys-Heimspiel

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die Kulisse bleibt gleich: Bei den Grizzlys Wolfsburg werden auch am 11. Februar voraussichtlich wieder nur maximal 500 Fans zugelassen sein.
Die Kulisse bleibt gleich: Bei den Grizzlys Wolfsburg werden auch am 11. Februar voraussichtlich wieder nur maximal 500 Fans zugelassen sein. © Boris Baschin
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In anderen Bundesländern dürfen wieder mehr Fans in Hallen und Stadien, in Niedersachsen gilt das allerdings (noch) nicht, das Land hält zunächst an der Obergrenze von 500 Zuschauern fest. Bei den Grizzlys Wolfsburg ist mindestens ein Heimspiel von dieser Regelung betroffen.

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass wieder mehr Fans in die Hallen und Stadien bei Profi-Sport-Events strömen dürfen. Maximal 50 Prozent Auslastung (oder höchstens 10.000 Fans) sind nun in Fußball-Stadien erlaubt, bei Indoor-Sportarten, wie etwa Eishockey, darf die Arena zu 30 Prozent ausgelastet werden (oder höchstens 4000 Fans). Aber: Während in anderen Bundesländern wieder mehr Fans in die Hallen dürfen, nimmt die Niedersächsische Regierung diese Beschlüsse nicht in ihre Corona-Verordnung auf. Für die Grizzlys Wolfsburg (ebenso wie für Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg) gelten diese Regeln also (noch) nicht.

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"Mit der neuen Verordnung hat sich in Niedersachsen nichts geändert, auch für unser nächstes Heimspiel am 11. Februar gegen Iserlohn gilt die Obergrenze von 500 Zuschauern", bestätigt Yannick Imler, einer der beiden Hygiene-Beauftragten bei den Grizzlys Wolfsburg. "Wir planen mit den aktuellen Vorgaben, die Landesregierung ist da auch erfahrungsgemäß konservativ. Wir erwarten bis zur nächsten Bund-Länder-Konferenz keine Veränderung." Die ist für den 16. Februar geplant. Die aktuelle Corona-Verordnung gilt sogar bis zum 23. Februar.

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Stand jetzt bestreiten die Grizzlys in dieser Zeit nur das Iserlohn-Spiel zu Hause. Das nächste Duell in der Wolfsburger Eis-Arena steht anschließend erst wieder am 25. Februar gegen Nürnberg an, es besteht also Hoffnung, dass dann wieder mehr Fans in die Halle dürfen. 30 Prozent wären bei den Grizzlys 1350 Zuschauer. Ob da auch Stehplätze dazuzählen, stehe, so Imler, noch nicht fest. Klar ist hingegen: An ihren sonstigen Vorkehrungen in der Halle (Abstandsregeln, 2G-plus-Regelung) müssen die Grizzlys nicht feilen, diese haben auch in der neuen Verordnung noch Bestand.

„Sobald die weitere Entwicklung absehbar ist, werden wir sehr gerne auch in Niedersachsen Lockerungen realisieren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist dies aber nicht der Fall“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch. Sollte das Land die Obergrenze doch noch in diesem Monat kippen, bittet Imler sicherheitshalber um Verständnis, falls die neuen Regelungen nicht sofort bei den Grizzlys umgesetzt werden können, schließlich müsse der Ticket-Verkauf oder der Einsatz von Dienstleistern koordiniert werden. "Das geht nicht immer von heute auf morgen", sagt er.

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Derzeit befinden sich die Wolfsburger aber ohnehin im Urlaub, einige Trainer und Spieler sind etwa in ihre Heimat nach Nordamerika geflogen. Erst am 7. Februar trifft sich der Profi-Kader wieder zu Corona-Tests in Wolfsburg. Trainingsstart ist dann am 8. Februar. (mit dpa)

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