30. September 2019 / 15:17 Uhr

5000 suchen das schlammige Vergnügen beim 10. Cross de Luxe

5000 suchen das schlammige Vergnügen beim 10. Cross de Luxe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
CrossDeLuxe39
Angst sich schmutzig zu machen, sollten die Teilnehmer beim Cross de Luxe nicht haben. © André Kempner
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Tausende Fans des schlammigen Spektakels sind am Wochenende am Markkleeberger See mal wieder voll auf ihre Kosten gekommen. Anstrengung und Dreck nahmen sie in Kauf. Im Ziel verrieten strahlende Gesichter, dass der ultimative Hindernislauf eine Riesengaudi war.

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Leipzig. Das Querfeldeinspektakel am Markkleeberger See mit Start und Ziel in der Auenhainer Bucht bot auch bei der zehnten Auflage wieder alles, was die Herzen der Schlamm-Community höher schlagen lässt. Firmen-Läufe am Freitag, Einzelkämpfer und Teams am Sonnabend und Sonntag, aufgeteilt in Staffeln: Der Lauf, laut Veranstalter Sportfreunde Neuseenland „extrem und unbequem“, ist für manche ein Wettkampf, für die meisten eine Herausforderung – und für alle eine Riesengaudi.

Ein Kofferraum voller T-Shirts und Jeans

Der Spaß-Faktor macht jedenfalls süchtig. Unter den rund 5000 Starterinnen und Startern waren zahlreiche Wiederholungstäter. Das April-Wetter im September scherte die Aktiven nicht. Sie waren ohnehin entweder patschnass oder richtig dreckig. Die ganz Harten absolvierten 18 Kilometer, also gleich zwei der mit spektakulären Hindernissen gespickten Runden.

DURCHKLICKEN: Bilder vom CrossDeLuxe am 28. September

Wer Angst hat, sich schmutzig zu machen, ist beim CrossDeLuxe falsch. Denn hier ist das Motto: Ab in den Matsch! Zur Galerie
Wer Angst hat, sich schmutzig zu machen, ist beim CrossDeLuxe falsch. Denn hier ist das Motto: Ab in den Matsch! © André Kempner
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„Wahnsinn! Wir haben mit einer Handvoll Leute angefangen“, erinnerte sich Moderator Roman Knoblauch mit Blick aufs Starterfeld. Das Besondere an seinem Job: Der Ur-Tauchaer muss sich immer wieder umziehen. Weil er gern von begeisterten Finishern geherzt wird, hat er einen ganzen Kofferraum voller T-Shirts und Jeans dabei. Seine Waschmaschine sollte nicht nur am Samstag, sondern auch am Sonntag heiß laufen, denn da ging er selbst auf den Parcours. „Vor zwei Jahren hatte ich hier den letzten Wettkampf vor meiner Herz-OP“, erzählte der Marathonläufer und Ironman. Sein Herz schlug zu langsam, er hatte nur noch einen Ruhepuls von 24 und bekam deshalb einen Schrittmacher. Mit dem wagte er sich auf die Neun-Kilometer-Distanz. „Ich habe zwar damals geflucht und gesagt, ich mache das nie wieder mit, aber wenn ich die Teilnehmer so sehe, juckt es“, gab er schmunzelnd zu.

Während sich am Samstag die Großen ins Abenteuer stürzten, trudelten die Familien im Ziel ein. „Family-Cross de Luxe“ bedeutet nicht nur, dass sich die Kinder mal so richtig dreckig machen dürfen, ohne ausgeschimpft zu werden. Im Gegenteil: Papa und Mama waren auch dabei. Die „mud fighters“ aus Chemnitz machten ihrem Namen alle Ehre. Udo Schmidt und Nicole Walter waren mit Sohn Kenny (12) unterwegs. Klar, dass ihm die große Rutsche, der Höllenrausch, am besten gefallen hatte. Wenn es irgendwo bergab geht, vorzugsweise im Schnee, ist Kenny, Mitglied des Ski-Alpin-Sachsenkaders, stets vorn mit dabei. Und auch das Team Warrior aus Großpösna ließ keinen Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen. Meiko (8) und Papa Denny Schwarze kämpften wie die Löwen. Sie wurden im Ziel in Siegerpose von Mutti Susan und Tochter Leni (11) abgelichtet. Die beiden waren blitzsauber. „Mitmachen ist Männersache“, befand Susan und lachte.

Die ersten zwei Big9 Slots sind auf der Stecke. Wir sind einfach nur begeistert mit was für einer positiven Stimmung und Begeisterung ihr an den Start geht. Hier zählen nicht Zeiten sondern die unvergesslichen Erlebnisse...habt ganz viel Spass!

Gepostet von Cross De Luxe am Sonntag, 29. September 2019

Geschniegelt und gebügelt

Frauenpower bewiesen Ulrike Welsch mit Tochter Lisa (12) und der gerade mal fünfjährigen Maja. Die Freundinnen Elena (12) und Nele (13) ergänzten das Trio – von wegen Männersache. Die „Welschies“ aus Grumbach bei Wilsdruff nahmen wirklich jede Schlammpfütze mit und robbten, angestachelt vom Moderator, auf den letzten Metern auf dem Bauch durch den knöcheltiefen Schlamm ins Ziel.

Aufsehen erregten die vielen kunterbunten Kostüme. Eine Gruppe junger Herren, mit schickem Hemd und ordentlich gebundener Krawatte für den Anlass viel zu gut gekleidet und offenbar einem Büro entsprungen, zog die Blicke ebenfalls auf sich. „Der hat uns gezwungen, so herumzulaufen“, zeigten Marcel, André und Stephan auf Ronny Grundmann. „Ich bin Banker bei der Sparkasse in Halle. Da diese Veranstaltung Sparkassen Cross de Luxe heißt, haben wir uns aus Respekt so angezogen“, ulkte der Mann vom Geldinstitut. Ob ihres erdfarbenen Einheitslooks mussten er und seine Kumpels sich an einem Hindernis die folgende Frage einer Helferin gefallen lassen: „Ihr seid wohl Pfadfinder?“

Ralf Behrendt aus Süderlügum nahe der deutsch-dänischen Grenze war schon viermal in Markkleeberg – jedes Mal in einer anderen Verkleidung. Einmal gewann er sogar den Preis fürs beste Kostüm. In diesem Jahr ging der Wikinger mit rosa Perücke an den Start – und hatte nur das eine Ziel: „Ich will Spaß haben.“ Sein Freund Ernst Rudolf Mochner hatte sich den kleinen Zeh gebrochen und war zum Zusehen verdammt. Für Behrendt als übrig gebliebenem Einzelkämpfer in der „Lahmen Rentner-Gang“ kein Problem. Denn der Cross de Luxe ist vor allem ein Gemeinschaftserlebnis. Manche der Hindernisse ließen sich auch diesmal nur mit Unterstützung bewältigen. Und so half der Mann aus dem hohen Norden per Räuberleiter einer jungen Dame galant über die hohe Bretterwand. Auch das eine tolle Show.

Gislinde Redepenning

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