10. April 2022 / 18:23 Uhr

6:0 - Preußen Reinfeld trifft Frisia Risum-Lindholm empfindlich 

6:0 - Preußen Reinfeld trifft Frisia Risum-Lindholm empfindlich 

Bend Strebel
Lübecker Nachrichten
Reinfelder freuen sich über das 2:0 von Dominik Möller (r.). 
Reinfelder freuen sich über das 2:0 von Dominik Möller (r.).  © 54°/Garve
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Zündende Einwechselspieler und ein bärenstarker Schlussmann bescheren Stormarnern Kantersieg auf heimischem Geläuf. 

Obwohl es am Ende die Preußen waren, die den Platz als klarer Sieger verließen, gingen die Anfangsphase sowie die erste Großchance der Partie auf das Konto der Nordfriesen. Nach einem Stockfehler im Reinfelder Aufbauspiel lief der schnelle Frisia-Stürmer Yago Heider im Gegenzug allein auf Marvin Zimmermann zu, lupfte den Ball aber über das Tor der Hausherren (6.), denen es trotz Zugs zum Tor zunächst nicht gelang, zwingende Torchancen zu kreieren.

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Kurz vor dem Pausenpfiff fand ein Spielzug der Stormarner nach einem im ersten Anlauf abgewehrten Vorstoß über Lie und nach einem von Biermann abermals in die Mitte gespielten, von Kristof Rönnau volley versenkten Rebound den Weg ins Tor der Gäste. Schiedsrichter Florian Lisiak entschied jedoch auf eine Abseitsstellung des Reinfelder Torjägers (43.). Den Führungstreffer bejubelten die Preußen bald nach dem Seitenwechsel, als sich ein von Tim Vogel getretener Hybrid aus Flanke und Schuss von der rechten Seite sehenswert ins lange Eck des Gästetores senkte (52.).

Genau dort schlug nur Minuten später auch der zweite Reinfelder Treffer ein, welchen der agile Dominik Möller nach einem Haken per Distanzschuss von der Sechzehnzehnergrenze besorgte (58.). Nur Sekunden darauf standen die Preußen abermals in einer Jubeltraube zusammen, dieses Mal im eigenen Sechzehner. Nach einem schnellen Konter über rechts hatte Zimmermann Heider vor dem Tor zu Fall gebracht, den in der Folge fälligen Foulelfmeter, den Heider selbst schoss, jedoch stark pariert (59.). „Danach war Frisia gebrochen, den Nachschuss muss der Stürmer einfach machen“, bekannte Preußen-Trainer Pascal Lorenz später.

Marvin Zimmermann wird nach dem gehaltenen Elfmeter von seine Mitspielern gefeiert. 
Marvin Zimmermann wird nach dem gehaltenen Elfmeter von seine Mitspielern gefeiert.  © 54°/Garve

Dem Tiefschlag für die Gäste ließ Reinfeld die vorentscheidenden Treffer drei und vier folgen, die Lie nach Zuspiel von Izawa von rechts (65.) und der eingewechselte Nader nach Steckpass von Wurst (71.) markierten. Nach Vorlage des ebenfalls ins Spiel gekommenen Treichel erzielte Lie zunächst seinen zweiten Treffer des Nachmittags (79.), bevor er beim 6:0 durch Mark Heinze selbst als Vorlagengeber Pate stand (87.).

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„Eigentlich war das heute ein total konfuses Spiel. Der Sieg ist in der Höhe nicht verdient“, erklärte Lorenz frei heraus. „Frisia war vor allem im ersten Durchgang die bessere Mannschaft, da hätten wir uns nicht beschweren dürfen, wenn wir in Rückstand geraten. Nach dem gehaltenen Elfmeter haben wir es dann allerdings auch clever runtergespielt, die Einwechselspieler haben ihre Sache heute sehr gut gemacht.“

Reinfeld: Zimmermann – Vogel, Grimm, Bojarinow (66. Treichel), Biermann (74. Heinze) – Ellenberger, Möller (66. Mickeleit) – Lie, Wurst (73. Dankert), Izawa,– Rönnau (66. Nader).

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