29. Juni 2019 / 20:14 Uhr

6:0! SV Osloß steigt nach Relegations-Sieg gegen SV Tülau/Voitze in die Kreisliga auf

6:0! SV Osloß steigt nach Relegations-Sieg gegen SV Tülau/Voitze in die Kreisliga auf

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Aufsteiger: Der SV Osloß spielt in der kommenden Saison in der Kreisliga.
Aufsteiger: Der SV Osloß spielt in der kommenden Saison in der Kreisliga. © Benno Seelhöfer
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Eine klare Angelegenheit: Der SV Osloß, Vizemeister der 1. Kreisklasse Gifhorn 2, ließ dem SV Tülau/Voitze, dem Vize der Staffel 1, in der Relegation um den Aufstieg in die Kreisliga keine Chance und siegte deutlich mit 6:0 (4:0).

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Der SV Osloß ließ von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, dass er in diesem Jahr in der Relegation endlich den Aufstieg in die Kreisliga klar machen will - und, dass die Diskussionen im Vorfeld dieser Partie zumindest sportlich kein Hemmschuh waren.

Schon in der zweiten Minute ging der SV Osloß durch Mario Fischer in Führung, nachdem Darius Delau den Ball auf ihn durchgesteckt hatte. Der Vizemeister der 1. Kreisklasse 2 blieb auch danach die aktivere Mannschaft, das 2:0 in der 20. Minute fiel verdient: Björn Beith versenkte einen direkten Freistoß, indem er durch die löchrige Mauer von Tülau/Voitze hindurchschoss.

Tülau kam in der gesamten ersten Hälfte nicht einmal vors Tor der Osloßer, versuchte es häufig per Freistoß-Flanken aus dem Halbfeld, die aber nie wirklich gefährlich wurden. Osloß wiederum blieb vor allem über Konter gefährlich. So fiel dann auch das 3:0: Der pfeilschnelle Mohammad Izaidien, der kurz zuvor für Noah Giesecke gekommen war, brach in zwei Minuten gleich zweimal auf der rechten Seite durch die Abwehr von Tülau/Voitze - beim zweiten Mal holte er einen Einwurf raus, den Darius Delau kurios zwischen Torwart und Gegenspieler stehend per Kopf verwertete. Was aussah wie ein taktischer Kniff von Osloß-Trainer Pascal Kahlert, den schnellen Außen gegen angesichts von Temperaturen rund um die 30 Grad zum Ende der ersten Hälfte bereits nicht mehr ganz so spritzige Verteidiger zu bringen, war in Wahrheit notgedrungen: "Wir mussten aus Verletzungsgründen wechseln, Noah konnte nach einem Pressschlag nicht weitermachen", so der Coach.

SV Tülau/Voitze - SV Osloß Zur Galerie
SV Tülau/Voitze - SV Osloß © Michael Franke
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Noch vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Osloß nach einem starken Dribbling von Björn Beith, dessen Schuss Tim Taeger unglücklich ins eigene Tor lenkte auf 4:0. Das Spiel war schon vor dem Seitenwechsel entscheiden.

Doch Tülau gab in der zweiten Hälfte nicht auf, ließ auch im Anschluss an das 5:0 durch Beith in der 52. Minute nicht nach und kam in der Folge zu den ersten klaren Torchancen, die aber sowohl Steffen Vodde als auch André Schmidt liegen ließen. Bezeichnend: Die erste klare Chance hatten die Vizemeister der 1. Kreisklasse 1 erst in der 59. Minute.

Nachdem in der 65. Minute bei Tülaus Marvin Schneider die Sicherungen durchgebrannt waren, war auch beim gesamten Team die Luft raus. Nach einem Tritt von hinten in die Beine vom Osloßer Felix Wesche zeigte ihm Schiedsrichter Magnus Wehmann zu Recht die Rote Karte. Auch Osloß schaltete in der Folge ein paar Gänge zurück, blieb vor allem über die rechte Seite gefährlich, wo Mohammad Izaidien ordentlich Betrieb machte und auch das 6:0 durch Björn Beith einleitete.

"Wir waren ganz klar die bessere Mannschaft", bilanzierte Osloß-Coach Kahlert. "Das 6:0 ist ein deutliches Zeichen. Wir haben gerade in der ersten Pause mehr Speed und Tempo gehabt. In der zweiten Hälfte haben wir dann natürlich ein, zwei Gänge zurückgeschaltet." Dass es am Ende so deutlich wird, hätte der Coach nicht gedacht: "Tülau ist nicht ohne Grund Zweiter in der Staffel geworden, aber es war ein faires Spiel, Tülau hat super gekämpft." Mit Blick auf die vergangene Saison, als Osloß in der Relegation im Elfmeterschießen scheiterte, "war das schon eine Genugtuung."

Auch Dreifach-Torschütze Björn Beith war nach dem Spiel sehr zufrieden. "Gerade in so einem Spiel bin ich besonders froh, dass es mit dem Sieg geklappt hat." Während sein Coach angab, schon nach dem 2:0 sehr siegessicher gewesen zu sein, war Beith das aber erst "nach dem 3:0 oder 4:0": "Ich habe auch nach dem 2:0 hier bei dem Wetter das Ding noch nicht entschieden gesehen". Denn: "Hut ab, Tülau hat auch eine gute Saison gespielt. Aber sie sind einfach in diesem Spiel später aufgewacht - und wenn du erstmal zurückliegst, wird es schwer."

Während für den SV Osloß ein langer Abend im Vereinsheim ansteht (Beith: "Es wird eine Riesenparty - es haben alle am Montag Urlaub") herrschte beim SV Tülau/Voitze gedrückte Stimmung: "Im Vorfeld der Partie gehst du natürlich nicht von einem Ergebnis aus", sagt Trainer Werner Vodde. "Ich bin schon enttäuscht, die spielerische Leistung war durch die Bank nicht bei 100 Prozent." Grund dafür seien nicht nur die frühen Tore in der ersten Hälfte gewesen: "Wir haben dazu die Konter nicht unterbunden, das hat absolut nicht geklappt - und dazu hatten wir lange keine Spielpraxis, das ist kontraproduktiv." Das Ergebnis soll die Mannschaft nun erstmal sacken lassen: "Es gibt jetzt drei Wochen Pause. Dann ist zwar die Vorbereitung kürzer, aber die Jungs müssen raus aus dem Trott."

Tore: 0:1 (2.) Fischer, 0:2 (20.) Beith, 0:3 (42.) Delau, 0:4 (45.+4) Taeger (Eigentor), 0:5 (52.) Beith, 0:6 (68.) Beith.

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