24. März 2019 / 17:04 Uhr

6:1! Lübecker SC schießt FC Dornbreite im Derby ab

6:1! Lübecker SC schießt FC Dornbreite im Derby ab

Daniel Politowski
Lübecker Nachrichten
Vier mal durften die Teamkameraden Toni Rohrbach (m.) beim 6:1-Kantersieg gegen FC Dornbreite gratulieren.
Vier mal durften die Teamkameraden Toni Rohrbach (m.) beim 6:1-Kantersieg gegen FC Dornbreite gratulieren. © Agentur 54°
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Turbulente Tage beim FC Dornbreite, der die zweite Klatsche innerhalb einer Woche hinnehmen muss - wichtige drei Punkte für den Lübecker SC im Kampf um den Klassenerhalt

"He scores, when he wants", hieß es einst in einem berühmten Fangesang des FC Arsenal London an ihren ehemaligen Torjäger Robin van Persie. Beim Lübecker SC könnte man diese Hymne in dieser Saison auf Toni Rohrbach umdichten. Der Stürmer trifft und trifft und trifft. Im Derby gegen Lokalrivalen Dornbreite waren es am Ende vier Rohrbach-Treffer. Im Hinspiel konnte sich der FC Dornbreite gegen den Lübecker SC noch knapp mit 2:1 durchsetzen, im Rückspiel setzte es für Bastian Henning & Co. eine krachende Niederlage. 6:1 für den Lübecker SC hieß es am Ende.

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Lübecker SC mit Blitzstart

Dabei begann das Spiel für die Gastgeber an der heimischen Thomas-Mann-Straße wie aus dem Bilderbuch. Nur etwas mehr als fünf Minuten waren gespielt, da feierte das Team der Hausherren zum ersten Mal. Wieder einmal war es die personifizierte Torgefahr des LSC, Toni Rohrbach, der zum Torjubel abdrehte (6.). Doch das war erst der Anfang. Knapp zehn Minuten später durfte er erneut jubeln und baute die Führung auf 2:0 aus (14.). Die Gäste vom FC Dornbreite schienen völlig von der Rolle und es kam noch schlimmer. Alexander Simon und Domingo Arlandi schraubten das Ergebnis noch vor dem Halbzeitpfiff auf 4:0 in die Höhe (29., 35.).

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Rohrbach nicht zu stoppen

Nach Wiederanpfiff dann ausnahmsweise mal eine etwas ruhigere Phase - bis zur 60. Spielminute, als es wieder Schlag auf Schlag ging. Erst traf der Mann des Tages mit seinem dritten Tor zum 5:0 (60.), ehe auch der Torjäger auf Seiten des FC Dornbreite zeigte, was er kann. Das 1:5 aus Sicht der Gäste durch Bastian Henning war jedoch nicht mehr als Ergebniskosmetik (64.). Für das Endergebnis sorgte dann der überragende Rohrbach mit seinem vierten Tor, das gleichbedeutend mit seinem 18. Saisontor war (66.). Für den FC Dornbreite ist es nach dem enttäuschenden und deutlichen 0:5 im Heimspiel gegen SV Eichede II ist es für die Elf von Sascha Strehlau die zweite Klatsche innerhalb einer Woche.

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Strehlau mit Botschaft ans Team

Der enttäuschte FCD-Coach Strehlau sagte nach der Partie zum Sportbuzzer: "Das war eine erneut leider verdiente Niederlage im Lübecker Derby. Wir haben sehr viel Arbeit vor uns und müssen zu 100% selbstkritisch mit unserer Leistung umgehen." Abschließend sendet der Übungsleiter eine Botschaft an alle Beteiligten: "Solch eine Krise kann man nur als Team meister. Wir sollten jetzt anfangen!"

Beyer lobt Teamleistung

Sein Gegenüber vom LSC, Andreas Beyer, sah einen "hochverdienten Sieg" seines Teams: "Ganz wichtige drei Punkte in der Tabellensituation. Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, super Umschaltspiel und unsere Chancen konsequent genutzt. Spätestens nach dem fünften Treffer war das Spiel auf der sicheren Seite." Auch, wenn Rohrbach erneut als mehrfacher Torschütze glänzte, war es Beyer wichtig, vor allem die Teamleistung in den Vordergrund stellen, auch wenn die Tore teilweise "klasse rausgespielt" gewesen seien. So bleibt für Beyer am Ende ein für die Moral im Abstiegskampf wichtiger Sieg. "Wir können uns nicht auf andere verlassen. Nein, wir müssen unsere Punkte selbst sammeln", blickt er auf die Aufgaben der kommenden Wochen.