14. August 2021 / 01:28 Uhr

7:0 – SV Hafen überrollt Doberaner FC zum Auftakt

7:0 – SV Hafen überrollt Doberaner FC zum Auftakt

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Jakob Böhme (M.), hier im Duell mit Doberans Kevin Gildemeister (l.), erzielte für den SV Hafen Rostock zwei Tore gegen den Doberaner FC.
Jakob Böhme (M.), hier im Duell mit Doberans Kevin Gildemeister (l.), erzielte für den SV Hafen Rostock zwei Tore gegen den Doberaner FC. © Karsten Pflieger-Leutert
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Überraschend deutlich fegt der SV Hafen Rostock den Konkurrenten in der Landesliga Nord vom Feld. Für das Siegerteam war es der perfekte Auftakt in ein besonderes Wochenende für den Verein. Beim Doberaner FC herrscht dagegen schon nach dem ersten Spieltag Katerstimmung.

Ein Auftakt mit Wow-Effekt: Der SV Hafen Rostock hat am Freitagabend dem Doberaner FC in der Landesliga Nord eine heftige Ohrfeige verpasst. Beim 7:0 (3:0)-Heimsieg gegen die Münsterstädter überzeugten die Rostocker über weite Strecken. Hafens Coach Enrico Neitzel sprach sogar davon, dass der Erfolg auch in dieser überraschenden Höhe nicht unverdient gewesen sei. „Dass wir so deutlich gewinnen, kommt schon unerwartet. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Sie haben das wirklich gut gemacht", resümierte Neitzel.

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Für den SV Hafen war dieser Erfolg der passende Auftakt in ein feierliches Wochenende. Der Verein feiert an diesem Wochenende seinen 60. Geburtstag. Das Jubiläum wird am Damerower Weg mit einem bunten Rahmenprogramm inklusive eines F-Junioren-Turniers und einem Spiel am Nachmittag zwischen den Traditionsmannschaften des SVH und des Platznachbarn PSV Rostock zelebriert. Der Doberaner FC feiert am Sonnabend ebenfalls seinen Geburtstag - den zehnten - auf dem Sportgelände am Busbahnhof.

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Wesentlich mehr Anlass zum Feiern wird der SV Hafen haben. Dass es ein Kantersieg werden würde, war in den ersten 25 Minuten nicht abzusehen. Zu Beginn begegneten sich beide Teams noch auf Augenhöhe. Der DFC traf sogar durch Lukas Prange per Kopfball die Torlatte. Wenig später war dann Rostocks Neuzugang Gero Leplow (kam vom PSV Ribntz-Damgarten) auf und davon, traf nach einem langen Dribbling mit dem Ball zum 1:0. Kurz darauf legte der Offensivkicker das zweite Tor für die Gastgeber nach. Auch am dritten Hafen-Treffer war Leplow beteiligt. Er holte gegen Doberans Torhüter Philipp Tautenhahn den Strafstoß heraus, den Jakob Böhme in der 40. Minute zum 3:0 verwandelte.

„In der zweiten Hälfte haben wir das richtig gut runtergespielt und fast jede Chance auch genutzt", sagte Neitzel. Spätestens nach dem Doppelpack seines Stürmers Lennard Koß (59., 64.) war die Moral der Doberaner gebrochen. Böhme und Koß legten in der Schlussphase noch zwei weitere Treffer nach und sorgten so für den deutlichen Ausgang des Lokalduells. Trotz des vielsprechenden Auftakts will Neitzel den Ball noch flach halten. „Wir werden diesen Erfolg für kurze Zeit genießen und uns ab Dienstag auf den nächsten Gegner vorbereiten."

Längere Spielauswertung nach dem Abpfiff beim Doberaner FC

Der kommende Gegner des SV Hafen wird am nächsten Sonnabend (21. August) um 14 Uhr auswärts der TSV Bützow sein. Der Doberaner FC hat hingegen in der kommenden Woche spielfrei und muss erst wieder am 29. August bei der SG Empor Richtenberg ran. Gegen die Nordvorpommern wird beim DFC allerdings eine deutliche Steigerung von Nöten sein, um nicht erneut sang- und klanglos als Verlierer vom Platz zu gehen.

Die Leistung im Duell beim SV Hafen beschäftigte DFC-Coach Ronny Susa noch lange nach dem Abpfiff. Er sprach von einem leblosen Auftritt seiner Mannschaft. „Das war gar nichts. Wir haben hinten viel zu einfach die Gegentore bekommen. Insgesamt war unsere Leistung sehr enttäuschend. Das haben wir auch noch etwas länger nach dem Spiel im Mannschaftskreis sehr ernst ausgewertet", schildert der 41-Jährige.


DFC-Coach Ronny Susa: „Fakt ist, dass es so nicht weitergehen kann"

Nach zuletzt ordentlichen Partien im letzten Vorbereitungsspiel gegen Oberligist FC Mecklenburg Schwerin (2:5) und im Landespokal gegen Verbandsligist FC Förderkader René Schneider habe das Doberaner Team laut Susa wieder einen deutlichen Rückschritt gemacht. „Fakt ist, dass es so nicht weitergehen kann", kündigt Coach an, dass es im Training demnächst etwas ungemütlicher werden könnte.

Noch in der vergangenen Spielzeit hatten die Doberaner einen völlig anderen Start hingelegt. Mit einem 9:0-Schützenfest legten die Münsterstädter beim VfL Bergen los. „In den Spielen danach haben wir oftmals nicht gut gespielt. Vielleicht ist das nach dem missglückten Start in diesem Jahr andersrum", hofft Susa.

SV Hafen: Diekhoff - Ohm, Cordt, Wittek (67. Richter), Glomba (64. Kusat) - Wegener, Reihs - Leplow, J. Böhme, Nolting (74. Winkler) - Koß.
Doberaner FC: Tautenhahn - Eulner, Urgast (67. Mönk), Dowe, Wiencke - Medau - Grenz, Leutert, Gildemeister, Prange (67. Ahlgrim) - Engert (13. Goesch).
Tore: 1:0, 2:0 Leplow (28., 33.), 3:0 Böhme (40./Foulelfmeter), 4:0, 5:0 Koß (59., 64.), 6:0 J. Böhme (81.), 7:0 Koß (83.).
Schiedsrichter: Michael Eulitz.
Zuschauer: 75.