06. September 2021 / 18:55 Uhr

70 Minuten kein Klassenunterschied: Saarmund verkauft sich teuer (mit Galerie)

70 Minuten kein Klassenunterschied: Saarmund verkauft sich teuer (mit Galerie)

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Tilman Käpnick (l.) vergab kurz nach der Pause die größte Chance zur Führung für Kreisoberligist SG Saarmund gegen Lok Potsdam.
Tilman Käpnick (l.) vergab kurz nach der Pause die größte Chance zur Führung für Kreisoberligist SG Saarmund gegen Lok Potsdam. © Benjamin Feller
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Kreispokal Havelland: Der Kreisoberligist von Trainer Rene Meinert unterliegt dem Landesklasse-Vertreter ESV Lok Potsdam in der dritten Runde mit 1:3.

SG Saarmund – ESV Lok Potsdam 1:3 (0:0). Tore: 0:1 Heidan (63.), 0:2 Groch (85., Eigentor), 0:3 Koschig (88.), 1:3 Roggenbuck (90.+2). Zuschauer: 85. „In den ersten 70 Minuten war aus meiner Sicht kein Klassenunterschied erkennbar“, befand der Saarmunder Trainer Rene Meinert nach dem Ausscheiden des gastgebenden Kreisoberligisten gegen die Gäste aus der Landesklasse West.

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„Wir hatten uns gut auf das Spiel vorbereitet und haben Lok durch ein sehr aggressives Angriffspressing früh unter Druck gesetzt.“ Die größte Chance zur SGS Führung hatte vor gut 200 Zuschauern – zu den 85 zahlenden waren noch viele Eltern und Kinder eines am Sonntag stattfindenden Fußballcamps auf der Anlage – Tilman Käpnick kurz nach dem Seitenwechsel. Er setzte das Leder aus acht Metern aber über das Tor der Gäste. Die profitierten bei ihrer Führung von einem individuellen Fehler der Saarmunder und beim 0:2 von einem Eigentor. „Das dritte Tor durch Christian Koschig war dann hingegen richtig stark“, erkannte Meinert an, dessen Team nicht mehr als der Ehrentreffer gelang. „Am Ende stehen wir mit leeren Händen da. Aus meiner Sicht war auf jeden Fall mehr drin, aber dafür können wir uns nichts kaufen.“

In Bildern: SG Saarmund unterliegt Lok Potsdam im Kreispokal.

<b>SG Saarmund – ESV Lok Potsdam 1:3 (0:0).</b> Tore: 0:1 Heidan (63.), 0:2 Groch (85., Eigentor), 0:3 Koschig (88.), 1:3 Roggenbuck (90.+2). Zuschauer: 85. Zur Galerie
SG Saarmund – ESV Lok Potsdam 1:3 (0:0). Tore: 0:1 Heidan (63.), 0:2 Groch (85., Eigentor), 0:3 Koschig (88.), 1:3 Roggenbuck (90.+2). Zuschauer: 85. © Benjamin Feller

SG Geltow – SG Michendorf 2:6 (2:2, 1:0) nach Verlängerung. Tore: 1:0 Schauksdat (17.), 2:0 Manegold (56.), 2:1 Siebert (81.), 2:2, 2:3 Wüstenhagen (90.+4, 94.), 2:4 Siebert (100.), 2:5, 2:6 Wüstenhagen (103., 118.). Gelb-Rot: (81./Geltow). Zuschauer: 200. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen, aber am Ende zählt im Pokal ja bekanntlich nur das Weiterkommen“, sagte SGM-Trainer Heino Schüler. Seine Elf lag gegen das noch punktlose Kreisliga-Schlusslicht lange Zeit mit 0:2 zurück. „Geltow hat uns das mit ihren Mitteln richtig schwer gemacht“, meinte Schüler. Mit der letzten Aktion der regulären Spielzeit rettete Kevin Wüstenhagen sein Team mit einem direkt verwandelten Freistoß in der vierten Minute der Nachspielzeit in die Verlängerung. In dieser wurde es dann deutlich und Offensivspieler Wüstenhagen mit drei weiteren Treffern – zwei davon erneut per Freistoß – zum Mann des Spiels.

SV Ruhlsdorf – Grün-Weiß Golm 1:2 (1:0). Tore: 1:0 Sange (25.), 1:1 Zimmermann (54.), 1:2 Mora (58.). Zuschauer: 72. „Zur Halbzeit hatte man irgendwie das Gefühl, es könnte knapp werden“, bilanzierte Golms Trainer Robert Stielow mit Blick auf das Spiel des Landesklasseteams beim Kreisligisten. „Das lag vor allem daran, dass unsere Offensive absolut harmlos agierte. Dann legen wir uns noch eines der wenigen Standards von Ruhlsdorf selbst ins Nest.“ Die Halbzeitansprache des Coaches verfehlte ihre Wirkung dann aber nicht. „Mit Beginn der zweiten Hälfte haben die Jungs dem Spielverlauf eine klare Richtung gegeben. Hatten wir uns in der ersten Halbzeit kaum Chancen herausgespielt, waren es in der zweiten etliche. Ohne Aluminiumtreffer und einige strittige Elfmeterszenen hätte sich das Ergebnis sicher klarer gestaltet.“