02. November 2019 / 17:23 Uhr

8:0! Gnadenloses RB Leipzig schießt Mainz 05 aus der Red-Bull-Arena

8:0! Gnadenloses RB Leipzig schießt Mainz 05 aus der Red-Bull-Arena

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG,GERMANY,02.NOV.19 - SOCCER - 1. DFL, 1. Deutsche Bundesliga, RasenBallsport Leipzig vs 1. FSV Mainz 05. Image shows the rejoicing of Nordi Mukiele (RB Leipzig) and Christopher Nkunku (RB Leipzig). Photo: GEPA pictures/ Gabor Krieg - DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. - For editorial use only. Image is free of charge.
Nordi Mukiele umarmt Christopher Nkunku nach dessen Treffer um 3:0. Am Ende gewannen die Roten Bullen mit 8:0. © GEPA pictures
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Gala-Auftritt von RB Leipzig! Nach dem 6:1-Triumph im Pokal gegen den VfL Wolfsburg haben die Roten Bullen in der Bundesliga auch Mainz 05 überrannt. Die Fans sahen am Samstagnachmittag in Red-Bull-Arena beim 8:0 (5:0) den höchsten Sieg der Club-Geschichte.

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Leipzig. Was für ein Ausrufezeichen von RB Leipzig! Die Roten Bullen haben nach dem Kantersieg im Pokal gegen den VfL Wolfsburg in der Liga auch Mainz 05 überrannt. In einem in allen Belangen ungleichen Duell schenkte RB seinen Fans nach vier Liga-Partien ohne Sieg am Samstagnachmittag einen 8:0 (5:0)-Erfolg. Bereits in der ersten Halbzeit trafen Marcel Sabitzer, Timo Werner, Christopher Nkunku, Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen. Nach Wiederanpfiff legten zwei Mal Timo Werner und Nordi Mukiele nach.

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RB Leipzig - 1. FSV Mainz 05 (8:0) Zur Galerie
RB Leipzig - 1. FSV Mainz 05 (8:0) ©
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Julian Nagelsmann verändert seine Start-Elf im Vergleich zum Pokalerfolg auf drei Positionen. Peter Gulacsi nimmt seinen angestammten Platz im Tor ein. Außerdem rücken Christopher Nkunku und Nordi Mukiele in die Mannschaft. Yvon Mvogo und Emil Forsberg nehmen auf der Bank Platz. Willi Orban fehlt wegen einer Kniereizung.

Frühe Führung

Und die Roten Bullen machen dort weiter, wo sie am Mittwoch aufgehört haben. Neuzugang Christopher Nkunku schickt links Timo Werner auf die Reise. Der Nationalstürmer ist auch mit Ball zu schnell für die Mainzer Defensive, passt punktgenau nach innen, wo Marcel Sabitzer nur noch einschieben muss. Traumstart!

Die frühe Führung spielt RB natürlich in die Karten. Mainz wirkt von dem schnellen und direkten Angriffsspiel dagegen mittelschwer überfordert. Unter anderem kommen zwei Mal Werner und ein Mal Yussuf Poulsen im Strafraum zum Abschluss, können ihre Räume aber nicht nutzen.

Schlag auf Schlag

Stattdessen tritt Mainz wie aus dem Nichts erstmals in Erscheinung. Eine Ecke drückt Alexander Hack freistehend mit dem aufs Tor, doch sein Gulacsi im Leipziger Kasten pariert glänzend mit dem Fuß. RB macht es kurz darauf besser. Und wie! Poulsen treibt mit großen Schritten den Ball aus der eigenen in die Mainzer Hälfte. Im perfekten Moment passt der Däne den Ball nach links zu Nkunku, der am zweiten Pfosten Werner bedient. Wie der 23-Jährige aus spitzem Winkel einschiebt, sieht extrem leicht aus. Trotzdem muss man den erstmal machen. Siebter Saisontreffer für Werner.

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(1) Peter Gulacsi: Rettet sensationell gegen einen Hack-Kopfball. Sonst? Arbeitslos. Note 2
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(1) Peter Gulacsi: Rettet sensationell gegen einen Hack-Kopfball. Sonst? Arbeitslos. Note 2 ©

Und der Torschütze revanchiert sich in Minute 35. An der Strafraumgrenze passt er zu seinem Vorlagengeber Nkunku, der sich freistehend die Ecke aussuchen kann, Maß nimmt und traumhaft aus der Distanz verwandelt. Keine Chance für Robin Zentner im Mainzer Tor.

Poulsen überall

Der Keeper hat weiter nichts zu lachen. Poulsen marschiert diesmal rechts bis fast zur Grundlinie, spielt dann den Pass in den Rücken der Abwehr, wo Nkunku noch elegant passieren lässt und der mitgelaufene Marcel Halstenberg völlig frei und ohne Probleme zum 4:0 einschiebt.

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Einen hat RB vor der Pause noch: Upamecano spielt den Pass in Spitze, Werner lässt am Strafraum auf Poulsen prallen, der direkt zu Sabitzer spielt. Der Österreicher scheitert noch an Zentner, doch Poulsen ist hellwach und belohnt sich mit dem 5:0 für eine ganz starke Partie. Mit der höchsten Pausenführung der Vereinsgeschichte geht es in die Pause.

Weiter wie im Rausch

Konrad Laimer bekommt danach eine Verschnaufpause. Der Österreicher wird von Amadou Haidara ersetzt. Am Spielverlauf ändert das nichts und wieder geht es von Mainz einfach viel zu schnell. Wie in Halbzeit eins schickt Nkunku Werner auf die linke Seite. Diesmal passt der Stürmer nicht nach innen, sondern schließt trocken ins lange Eck ab. 6:0!

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Marcel Halstenberg (RB Leipzig): Wir haben die letzen Jahre gezeigt, dass wir es können. Wir haben gegen Freiburg versäumt, das auf den Platz zu bringen. Wir haben das analysiert. Da wurden die richtigen Worte gefunden und wir haben die richtige Antwort gegeben. Zur Galerie
Marcel Halstenberg (RB Leipzig): "Wir haben die letzen Jahre gezeigt, dass wir es können. Wir haben gegen Freiburg versäumt, das auf den Platz zu bringen. Wir haben das analysiert. Da wurden die richtigen Worte gefunden und wir haben die richtige Antwort gegeben." ©

Wo soll das nur hinführen. Werner flankt von der Grundlinie in den Strafraum, wo Nordi Mukiele sich durchsetzt und locker einköpft. 7:0! Auch Dayot Upamecano hat kurz darauf Feierabend. Neuzugang Ethan Ampadu ersetzt den Innenverteidiger.

Partie beruhigt sich

Die Partie verflacht danach ein wenig. RB fehlt mit der deutlichen Führung im Rücken der letzte Zug zum Tor. Mainz will an diesem Nachmittag einfach nicht viel gelingen. Dennoch sichert sich Timo Werner kurz vor Schluss noch seinen Dreierpack. Der Angreifer wird im Strafraum von Lukas Klostermann bedient und netzt locker zum 8:0 ein. Für dir Roten Bullen ist es der höchste Pflichtspielsieg der Vereinsgeschichte. Bisheriger Spitzenreiter war ein 8:2 gegen den SV Wilhelmshaven in der Regionalliga-Saison 2011/12. Wahnsinn!

RBL: Gulacsi - Mukiele, Upamecano (52. Ampadu) , Klostermann, Halstenberg, Demme, Laimer (45. Haidara) Sabitzer (62. Cunha) , Nkunku, Poulsen, Werner

M05: Zentner – Ronael, Aarón, St. Juste, Boetius (75. Onisiwo), Quaison, Öztunali, Malong (54. Brosinski), Szalai (40. Latza), Baku, Hack

Tore: 1:0 Sabitzer (5.), 2:0 Werner (30.), 3:0 Nkunku (35.), 4:0 Halstenberg (39.), 5:0 Poulsen (44.), 6:0 Werner (48.), 7:0 Mukiele (50.), 8:0 Werner (87.)

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