26. August 2019 / 13:47 Uhr

9:0! Kilia-Sturm fegt auch SSG Rot-Schwarz Kiel weg

9:0! Kilia-Sturm fegt auch SSG Rot-Schwarz Kiel weg

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Einen besonders guten Eindruck im Spiel gegen die SSG Rot-Schwarz Kiel machte Benjamin Petrick, der als Dreh-und Angelpunkt an nahezu allen torgefährlichen Szenen des FC Kilia Kiel beteiligt war und selbst drei Treffer erzielte.
Einen besonders guten Eindruck im Spiel gegen die SSG Rot-Schwarz Kiel machte Benjamin Petrick, der als Dreh-und Angelpunkt an nahezu allen torgefährlichen Szenen des FC Kilia Kiel beteiligt war und selbst drei Treffer erzielte. © Frank Peter
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Auch wenn von der Mannschaft der 2:10-Heimpleite des 8. September 2018 kein einziger Spieler mehr im aktuellen Kader stand, revanchierte sich der FC Kilia im Kieler Stadtderby der Fußball-Verbandsliga Ost mit einem 9:0-Triumph gegen die SSG Rot-Schwarz für die damalige Schmach. Damit liegen die Kilianer nur noch einen Zähler hinter dem Spitzenreiter MTV Dänischenhagen, der erstmals nicht gewann und sich mit einem 1:1 gegen einen engagiert auftretenden ASV Dersau begnügen musste. Ungeschlagen bleiben der TSV Plön und die Probsteier SG 2012, die sich am nächsten Freitag im direkten Duell gegenüber stehen.

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MTV Dänischenhagen – ASV Dersau 1:1

Timon Biss (12.) überwand den überraschten MTV-Keeper Yannick Holtz früh aus 20 Metern. Lars Mischak vergab für die Heimelf zwei Möglichkeiten (23., 28.), während Holtz (25., 45.) zweimal gegen den Dersauer Thilo Schmidt parierte. Nach der Halbzeit verstärkten die Platzherren mit der Einwechselung von Moritz Schomburg den offensiven Druck, während die Gäste durch Konter stets gefährlich blieben. Aus mehr als 20 Metern knallte Stephan Wendt den Ball zum Ausgleich (66.) ins ASV-Gehäuse. „Fast fehlen mir die Worte“, sagte MTV-Coach Frank Knocke, „Wir haben die Kirsche einfach nichts ins gegnerische Tor bekommen. Da auch bei uns teilweise die Ordnung in der Abwehr verloren ging, wurde das Spiel letztlich zur Lotterie mit einem absolut verdienten Punkt für die Dersauer.“ Deren Coach Matthias Falk lobte nach dem Spiel: „Ich bin mega stolz auf meine Elf, da wir wegen der vielen Ausfälle stark improvisieren mussten.“

(Reinhard Gusner)

Klickt euch durch die Bilder zur Verbandsliga-Partie zwischen dem MTV Dänischenhagen und dem ASV Dersau:

Tim Ladewig (li.) lässt den Dersauer Thilo Schmidt (re.) ins Leere laufen. Zur Galerie
Tim Ladewig (li.) lässt den Dersauer Thilo Schmidt (re.) ins Leere laufen. ©
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FC Kilia Kiel – SSG Rot-Schwarz Kiel 9:0

Yannik Jakubowski brachte die Kilianer bereits nach zwei Minuten in Führung. Doch die Rot-Schwarzen kämpften sich in die Partie und konnten im ersten Spielabschnitt zumindest einige gefährliche Chancen kreieren. Dennis Kowski zögerte beim Pass auf Kevin Schemborski allerdings zu lange (16.) und vergab selbst eine gute Freistoßchance (37.). Dies rächte sich prompt, denn die Hausherren erhöhten durch Jakubowski und Ramo auf 3:0. In Hälfte zwei beherrschten die Kilianer die Partie in allen Belangen. Zu gefallen wusste vor allem Benjamin Petrick, der als Dreh-und Angelpunkt an nahezu allen torgefährlichen Szenen beteiligt war. RS-Keeper Timo Okrent, der trotz der neun Gegentreffer fehlerfrei agierte, war es dank etlicher Paraden zu verdanken, dass die Niederlage nicht zweistellig ausfiel.

FSG Saxonia – Preetzer TSV 3:1

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Inter Türkspor Kiel II – TSV Plön 2:4

Bereits in der ersten Spielminute hätte Inter Türkspor in Führung gehen können, doch Yusuf Eser traf nur die Latte. Auch in der Folgezeit erspielten sich die Gastgeber Chancen im Fünf-Minuten-Takt, die jedoch nicht zum Torerfolg führten. Türkspors Trainer Mefail Sengül zählte insgesamt 21 Torabschlüsse seines Teams, von denen einige „Hundertprozentige“ waren. Diese Nachlässigkeit bestrafte der TSV Plön noch vor der Halbzeit durch Thore Schöning, der sich mit seinem robusten Körper gegen zwei Inter-Akteure durchsetzte und mit der Pike ins lange Ecke traf. Inter reagierte in Halbzeit zwei mit einem Doppelwechsel – ohne Erfolg. Stattdessen erhöhte erst Niko Kocks, und nach 72 Minuten sorgte Jens Henningsen mit dem 3:0 für die Entscheidung. „Wenn wir auch in Zukunft so fahrlässig mit unseren Chancen umgehen sollten, dann habe ich am Saisonende keine Haare mehr auf dem Kopf“, so Sengül.

Probsteier SG – 1. FC Schinkel 3:1

Die Probsteier SG ebnete früh den Weg zum Dreier. Nach einer guten Viertelstunde traf Dennis Voß nach einer Ecke aus 16 Metern zum 1:0, 18 Minuten später legte Azem Mehanovic in der Drangphase der PSG mit einem Volleyschuss aus 17 Metern den zweiten Treffer nach. „Leider haben wir dann nicht das dritte Tor gemacht, sodass sich meine Nervösität hätte legen können. So eine 2:0-Führung ist immer tückisch“, gestand PSG-Coach Karim Youssef, der dann sah, wie Moses Ogodogbo (40.) nur die PSG-Latte traf. Auch im zweiten Spielabschnitt versäumten die Gastgeber, das 3:0 nachzulegen. Dies gelang erst dem eingewechselten Lennard Reinke in der Schlussminute. „Es ist phänomenal, was meine Jungs momentan leisten und mit welcher Leidenschaft sie zu Werke geht. Das war immerhin schon unser fünftes Spiel in den letzten 13 Tagen“, bilanzierte Youssef zufrieden.

Klickt euch durch die Fotos zum Verbandsliga-Spiel zwischen der Probsteier SG und dem 1. FC Schinkel:

Gegen die gut aufgestellte Abwehr der Probsteier SG gab es wenig offensive Chancen für den 1. FC Schinkel. Moritz Schweimer (li. in der Luft) und Marcel Schultz (re. daneben) stehen auf verlorenem Posten. Zur Galerie
Gegen die gut aufgestellte Abwehr der Probsteier SG gab es wenig offensive Chancen für den 1. FC Schinkel. Moritz Schweimer (li. in der Luft) und Marcel Schultz (re. daneben) stehen auf verlorenem Posten. ©

TSV Stein – TSG Concordia Schönkirchen 1:0

In der ersten Hälfte vergaben beide Teams ihre wenigen Chancen. Nach 60 Minuten verloren die Gastgeber im Aufbauspiel den Ball, und Felix Wagner konnte TSG-Stürmer Mikael Akgün nur noch auf Kosten eines Feldverweises stoppen. Kapital konnten die Gäste aus der Überzahl nicht schlagen. Stattdessen verwertete Jannik Schmid-Lürsdorf (80.) eine Freistoßflanke von Cedric Gnauck per Kopf zum 1:0 für den TSV. „Mit dem Ergebnis sind wir natürlich sehr zufrieden, mit unserem Spiel nicht unbedingt“, bilanzierte TSVS-Spielertrainer Kristof Schneider.

TSV Flintbek – VfR Laboe 1:4

Das Spiel begann vielversprechend für die Flintbeker, die nach einem schnellen Konter durch Yannik Raudzus in Führung gingen (15.). „Danach haben wir leider den roten Faden verloren und Laboe stark gemacht“, bedauerte der Flintbeker Co-Trainer Tim Lüneberg die folgende Schwächeperiode. Sie sollte spielentscheidend werden, denn innerhalb weniger Minuten hatten die Laboer Oliver Blazevic (37.), Christian Hirdes (42.) sowie Jan-Patrick Wemmer (43.) das Spiel komplett gedreht. Als die Heimelf gleich nach Wiederanstoß durch Yannik Raudzus zwei gute Chancen vergeben und Janek Geisbauer auf 4:1 (60.) erhöht hatte, war die Niederlage perfekt. Für Tim Lüneberg sorgte der sechsminütige Blackout für den „kompletten Genickbruch“.

(Reinhard Gusner)

Wiker SV – Dobersdorfer SV 2:2

Dem Schlusslicht aus Dobersdorf wurde in der Nachspielzeit der erste Dreier noch entrissen, doch von Glück wollte Wiks Trainer Dannie Osterhoff nichts wissen: „Es hätte hier heute nur einen Sieger geben dürfen. Wir waren die klar spielbestimmende Mannschaft.“ Zwar lag der DSV durch Yannick Schnoor (3.) früh vorn, doch der WSV glich durch Paul Clemen aus und hätte danach durch Thorsten Kreimer und Andre Wittern in Führung gehen können. Stattdessen verwandelte Schnoor auf der anderen Seite einen fragwürdigen Handelfmeter. Vom 1:2 und vom Feldverweis gegen Paul Clemen (36.) ließen sich die Gastgeber jedoch nicht entmutigen und retteten durch Witterns Last-Minute-Treffer zumindest noch einen Zähler.

Hier abstimmen: Wie sehen eure Prognosen für die Verbandsliga-Saison 2019/20 aus?

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