02. März 2020 / 17:56 Uhr

96-Frauen kommen mit zehn Buden aus der Winterpause

96-Frauen kommen mit zehn Buden aus der Winterpause

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jubelrudel: Zehnmal kommen die 96-Frauen zum Auftakt zusammen.
Jubelrudel: Zehnmal kommen die 96-Frauen zum Auftakt zusammen. © deisterpics/Stefan Zwing
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Von den Nebengeräuschen rund um den Trainerabgang haben sich die Frauen von Hannover 96 nicht beeindrucken lassen. Im ersten Pflichtspiel des Jahres feierte 96 einen 10:1 (6:0)-Sieg in der Regionalliga Nord gegen die TSG Burg Gretesch. Jessica Arend ist ab sofort nicht mehr dabei.

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Aufgrund eines komplizierten Wasserrohrbruchs in den Räumlichkeiten an der Clausewitzstraße, trainieren die Frauen zwar in der 96-Akademie, spielen werden sie allerdings bis auf Weiteres im Norden Hannovers in Mellendorf.

Ein Start nach Maß

Und auf dem dortigen Kunstrasenplatz fegten die Mannschaft des Trainerduos Lars Gänsicke und Sebastian Baar die TSG Burg Gretesch zum Regionalliga-Auftakt mit 10:1 (6:0) vom Platz. Mit einer Kilometerfresserin in ihren Reihen, die an der Hälfte aller Treffer beteiligt gewesen war, und sieben unterschiedlichen Torschützinnen.

Ein Start nach Maß, der nach dem Abgang von Trainer Marcel Geisenhainer in der Deutlichkeit nicht zu erwarten gewesen ist. Dafür gab der auf der U17 aufgerückte Sebastian Baar an der Seite von Lars Gänsicke sein Debüt. Gemeinsam hatte das neue Trainerduo seit drei Wochen am Anlaufverhalten der Mannschaft gearbeitet. Offensichtlich mit Erfolg.

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Bereits nach der Anfangsphase wussten die Gäste aus Osnabrück nicht, wo ihnen der Kopf steht. Anna-Lena Füllkrug hatte schon nach acht Minuten zweimal getroffen. In regelmäßigen Abständen legte 96 in Person von Lena Rathmann (23. Minute), Julia Dose (28.) und Franziska Haeckel (35., 41.) bis zur Pause vier weitere Treffer nach.

Extralob für Julia Dose

"Die Mädels haben unseren neuen Plan sehr, sehr gut umgesetzt", sagte Gänsicke, "Aber auch die Gäste hatten ihre Chancen, haben einmal die Latte und einmal den Pfosten getroffen." Kurz nach Wiederanpfiff verkürzte die TSG (49.), Füllkrug (68.), Vanessa Voigt (71.), Aileen Osterwold (81.) und Lara Theobald (84.) machten das Ergebnis zweistellig. Ein Extralob gab es für Angreiferin Dose: "Sie ist eine Kilometerfresserin und war an der Hälfte der Tore beteiligt", sagte Gänsicke.

Und vielleicht hat ja auch das Teamevent tags zuvor eine Rolle gespielt, bei der die langjährige Kapitänin Jessica Arend nach sieben (erfolgreichen) Jahren bei den Roten verabschiedet wurde. "Jessica musste schon zuletzt aus beruflichen Gründen kürzertreten. Es war sowieso geplant, dass sie im Sommer aufhört", berichtete Gänsicke. Mit ihrem eingerahmten Trikot sowie einen Bildband wurde die 29-Jährige in der Bowlingworld an der Osterstraße verabschiedet.

"Wir sind erst frühstücken gewesen und dann für zwei Stunden zum Bowlen gewesen, haben uns eingestimmt und eingeschworen. Ich glaube, das war nochmal ganz wichtig." Zehn Tore seiner Mannschaft geben ihm Recht. Am Sonntag, 8. März (14 Uhr), geht es für die 96-Frauen beim Hamburger SV weiter.