12. Januar 2019 / 11:08 Uhr

96-Kapitän Waldemar Anton im Interview: "Das ist wie bei einer Familie"

96-Kapitän Waldemar Anton im Interview: "Das ist wie bei einer Familie"

Dirk Tietenberg
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Waldemar Anton behauptet den Ball im Test gegen Zulte Waregem gegen drei Gegenspieler.
Waldemar Anton behauptet den Ball im Test gegen Zulte Waregem gegen drei Gegenspieler. © Andreas Gebert/dpa
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Vor einem Jahr wurde Waldemar Anton Hannovers Sportler des Jahres - seit einem halben Jahr führt er Hannover 96 als Kapitän an. Der Defensivspezialist spricht im ersten Teil des SPORTBUZZER-Interviews über Zoff innerhalb der Mannschaft und verrät, wen er bei der diesjährigen Sportlerwahl nominieren würde.

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Waldemar Anton, Sie sind ja noch amtierender Sportler des Jahres. Wie war’s vor einem Jahr, bei der Sportgala auf der Bühne zu stehen?

Das war für mich schon eine Überraschung, weil bis zuletzt nicht klar war, ob ich wirklich Erster werde (er gewann mit 0,7 Prozent Vorsprung, Anm. d. Red.). Das kam dann so überraschend, ich wusste erst gar nicht, wie ich das einordnen sollte. Ich war einfach nur stolz darauf, was ich erreicht habe. Das war wie ein Bonus, wie eine Belohnung. Und die Atmosphäre war einfach schön.

Das Jahr 2018 war nicht so erfolgreich. Wie ordnen Sie das Jahr ein?

Wir haben uns die Saison auch anders vorgestellt. Damit müssen wir jetzt umgehen und das Bestmögliche rausziehen. Aber wir sind trotz allem immer noch eine Super-Mannschaft, wir sind alle eng miteinander verbunden.

Das ist Waldemar Anton: Bilder seiner Karriere

Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. Zur Galerie
Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. ©
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Sie sind als Mannschaft für die Sportlerwahl nominiert. Es stellte sich heraus, dass sich die Mannschaft eben doch nicht so gut verstand. Warum driftet ein Team so auseinander?

Es ist jetzt nicht so, dass wir uns alle nicht mehr verstanden ha­ben. Wenn es nicht so gut läuft, dann muss man Dinge ansprechen. Das haben wir getan. Man darf doch Kritikpunkte nennen, und dass der eine oder andere was sagt, ist normal und wichtig für eine funktionierende Mannschaft. Man muss es aus der Welt schaffen, wenn es ein Pro­blem gibt. Das haben wir getan.

Also hat man sich gefetzt …?

Ja, aber danach war es wieder gut. Man gibt sich die Hand danach, und es ist wie vorher. Das ist wie bei einer Familie. Da geht es auch mal zur Sache – und nachher ist alles wieder gut. Nochmal: Wir sind als Mannschaft sehr eng miteinander.

Waldemar Anton ist der Jüngste: So alt sind die Kapitäne der Bundesliga

Hannover 96: Waldemar Anton (NEU) Zur Galerie
Hannover 96: Waldemar Anton (NEU) ©

Welche Mannschaftssportart gefällt Ihnen außer Fußball?

Eigentlich interessiere ich mich nur für den Fußball. Ich schaue ab und zu auf den kleinen Plätzen zu, wo meine Freunde spielen.

Welches Team außer Hannover 96 würden Sie für die Sportlerwahl nominieren?

Meinen alten Verein, den Mühlenberger SV. Mal sehen, ob es mit dem Aufstieg in die Bezirksliga was wird, möglich ist es, aber es sind viele gute Spieler weggegangen.

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Was macht den Fußball als Mannschaftssport so schön?

Der Teamgeist. Wenn man je­dem vertrauen kann. Zu wissen, dass der andere alles für dich gibt und man selbst alles zurückgibt. Es ist einfach schöner, Erfolge mit anderen zu­sammen zu feiern. Jeder hat die gleichen Gedanken, man sieht nur lachende Gesichter. Wenn das nicht schön ist …

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Takuma Asano: Der Sommer-Neuzugang ist aktuell keine Verstärkung. Mit der notenschlechteste Spieler (allerdings nur sechs Benotungen). Durchschnittsnote: 4,5. Zur Galerie
Takuma Asano: Der Sommer-Neuzugang ist aktuell keine Verstärkung. Mit der notenschlechteste Spieler (allerdings nur sechs Benotungen). Durchschnittsnote: 4,5. ©

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