25. September 2018 / 23:23 Uhr

96-Meinung: Den Roten droht die englische Horror-Woche

96-Meinung: Den Roten droht die englische Horror-Woche

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waldemar Anton ist nach dem Spiel bedient.
Waldemar Anton ist nach dem Spiel bedient. © Petrow
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Fünf Spiele, zwei Punkte - das ist ein Fehlstart. Auch wenn sich der misslungene Auftakt aufgrund des schwierigen Programms noch einigermaßen erklären ließe, scheint 96 an der Schwelle einer Krise zu stehen, meint Sportbuzzer-Redakteur Andreas Willeke. 

Die Tabelle ist noch so etwas wie der Tarnkappenbomber der Bundesliga. Sie ist da, aber man sieht sie nicht - wenn man Trainer oder Fan einer Mannschaft ist, die nicht so gut in die Saison gestartet ist. Sie ist ja auch nicht besonders aussagekräftig. Da sollte der Blick nicht auf den weniger angenehmen Tabellenstand gerichtet werden. Grund ist die berechtigte Sorge, dass die Kellerposition eine zu große Sprengkraft haben könnte.

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Bilder zur Partie zwischen Hannover 96 gegen die TSG Hoffenheim:

Marvin Bakalorz ist vor Kevin Voigt am Ball. Zur Galerie
Marvin Bakalorz ist vor Kevin Voigt am Ball. ©

Nur zwei Punkte aus fünf Spielen

Die Frage ist nur, wann die Tarnkappe abgenommen werden sollte, um kritische Entwicklungen zu erkennen. 96 scheint jetzt jedenfalls an der Schwelle zu einer Krise zu stehen. Nach dem fünften Spiel und nur zwei Punkten sollte man der Tatsache ins Gesicht sehen - das ist ein Fehlstart.

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Sané-Abgang noch nicht verkraftet

Entschuldigungen lassen sich anführen - fast nur Gegner aus der Kategorie "Hardcore" mit Werder, Dortmund, Leipzig und Hoffenheim, nur zwei Heimspiele für die chronisch auswärtsschwache Mannschaft. Eben sie hat auch beim Aufsteiger in Nürnberg verloren. Und dass der Trainer danach appellieren musste, wieder mit Gier und Biss zur Arbeit zu gehen, ist kein gutes Zeichen. Am Dienstag stimmte zwar der Einsatz, aber vieles auch nicht. Besonders die Abwehr steht nicht mehr so stabil, drei Gegentore sind deutlich zu viel für ein Heimspiel. Den Weggang von Salif Sané hat 96 noch nicht verkraftet.

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Die Roten in Noten: So waren die 96-Profis gegen Hoffeheim in Form:

Michael Esser: Starker Einsatz im Eins gegen Eins gegen Joelinton. Außer einer kurzen Fatsuabwehr nichts zu bemängeln. Nach der Pause bekommt er auch nicht mehr so viel zu tun wie vorher. Bei den Gegentoren machtlos. Note: 3 Zur Galerie
Michael Esser: Starker Einsatz im Eins gegen Eins gegen Joelinton. Außer einer kurzen Fatsuabwehr nichts zu bemängeln. Nach der Pause bekommt er auch nicht mehr so viel zu tun wie vorher. Bei den Gegentoren machtlos. Note: 3 ©

Nun geht es am Sonntag nach Frankfurt, es droht eine Null-Punkte-englische-Woche. Das wäre eine dramatische Entwicklung - und das folgende Heimspiel gegen Stuttgart wäre ein Hammer-Druck-Spiel - mit offenem Visier und für alle klar erkennbar.