30. Januar 2020 / 19:42 Uhr

96-Meinung: Meckern ist zwar angebracht, doch bei 96 ist jetzt Machen angesagt

96-Meinung: Meckern ist zwar angebracht, doch bei 96 ist jetzt Machen angesagt

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannovers Trainer Kenan Kocak.
Hannovers Trainer Kenan Kocak. © imago images/Sven Simon
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Nach dem verlorenen Spiel in Regensburg versprach Trainer Kenan Kocak den 96-Fans, dass Hannover seine "Ziele erreichen" werde. Dafür bedarf es jedoch neuer Spieler. Die Erkenntnis kommt spät, und SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg hofft, dass sie nicht zu spät kommt.

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Jeder hätte Verständnis für 96-Fans, die den Samstagmittag lieber im Park verbringen als gegen Wehen im Stadion. Coach Kenan Kocak versuchte eine halbe Stunde nach dem 0:1, die Fans mit einem Versprechen zu mobilisieren: „Fans, keine Sorge, wir werden unsere Ziele erreichen.“ Meckern ist zwar angebracht. Im 96-Team ist jetzt aber Machen angesagt, damit das Trainer-Versprechen nicht ins Leere läuft.

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Von gegenseitiger Unterstützung keine Spur

Kocak stellte in Regensburg erfahrene Spieler auf, die es verstehen müssten, sich gegenseitig zu mobilisieren. Das Risiko mit der Systemumstellung zur Pause ging schief. Daran lag es nicht hauptsächlich, dass 96 die Aufholjagd in Regensburg verpasste. Statt lautstark ins Horn zu blasen für die Jagd auf Ball und Tor, verfingen sich die 96-Routiniers im Mittelfeld in Meckerei gegenüber Schiedsrichter Patrick Alt. Von gegenseitiger Unterstützung in Hälfte zwei? Keine Spur.

Die Bilder zum Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem SSV Jahn Regensburg und Hannover 96

Regensburgs Andreas Albers (rechts) und Marvin Bakalorz im Schneegetümmel. Zur Galerie
Regensburgs Andreas Albers (rechts) und Marvin Bakalorz im Schneegetümmel. ©

Klassenerhalt ist jetzt das Ziel

Ein Symptom, das unter Kocak behoben schien, nun aber wieder ausbricht wie eine nicht auskurierte Grippe. Es ist offenbar geschnupft wie gehustet, ob Kocak junge oder ältere Spieler aufstellt: Dem gesamten Kollektiv fehlte bisher die Mentalität für den Abstiegskampf in der 2. Liga – nicht nur den jungen Spielern. Frisches Blut über Transfers kann eine Medizin sein für den Organismus.

Die Erkenntnis kommt besser spät als nie, hoffentlich nicht zu spät für einen erfolgreichen Kampf gegen den Niedergang in die 3. Liga. Die 2. Liga zu halten, ist jetzt das Ziel. Mehr nicht.