06. September 2019 / 13:34 Uhr

96-Meinung: Wenn ein Umbruch gelingt

96-Meinung: Wenn ein Umbruch gelingt

Jonas Freier
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wenn einer in Hannover eine kleine sportliche Euphorie entfacht hat, dann nicht 96, sondern die Recken, kommentiert Redakteur Jonas Freier.
Wenn einer in Hannover eine kleine sportliche Euphorie entfacht hat, dann nicht 96, sondern die Recken, kommentiert Redakteur Jonas Freier. © Florian Petrow
Anzeige

Sowohl Hannover 96 als auch die TSV Hannover-Burgdorf haben in diesem Sommer einen Umbruch durchgemacht. Während 96 einen Stotterstart in die Saison ablieferte, rocken die Recken die HBL. Für Jonas Freier ist somit zumindest ein hannoverscher Umbruch geglückt, der andere kann ja noch werden.

Anzeige
Anzeige

Der Umbruch in Zahlen sieht beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 so aus: Neun Neue kamen. 18 Spieler haben den Verein seit dem Abstieg aus der Bundesliga verlassen. Das Resultat: fünf Punkte aus fünf Spielen, acht hinter dem Tabellenführer Hamburger SV. Das Aufstiegsrennen scheint schon verloren, noch ehe es richtig begonnen hat. Die Bundesliga-Rückkehr ist zwar im ersten Jahr kein Muss, so war zu hören, aber im zweiten.

Der kleinere Umbruch beim Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf in Zahlen: drei Neue, sechs Abgänge – darunter Europameister Kai Häfner und Torwart-Ikone Martin Ziemer. Das Resultat: drei Spiele, drei Siege. Die Recken mischen an der Spitze mit. Im Umfeld hatte es vor der Saison Zweifel gegeben, ob Hannovers Handballer überhaupt noch gut genug für einen einstelligen Tabellenplatz sind. Stand jetzt sind sie es. Mindestens.

Mehr Berichte über Hannover 96

Platz zwölf zieht nicht

Wenn in unserer Stadt die Fans gezählt werden, dann hat der Fußball natürlich viel mehr zu bieten als der Handball. Aber 96 muss aufpassen: Zuletzt, beim 1:1 gegen Greuther Fürth, kamen nur noch 25. 300 Zuschauer in die HDI-Arena. Platz zwölf in der 2. Liga zieht nicht. Übernächstes Wochenende kommt Bielefeld. Gut gefüllt wird das Stadion dann auch kaum sein.

Profis in der Schule: Sportler von Hannover 96, der TSV Hannover-Burgdorf und vom TK Hannover am Erich Kästner Schulzentrum in Laatzen

Schüler gegen Profi-Sportler - am Erich Kästner Schulzentrum in Laatzen ging das. Zur Galerie
Schüler gegen Profi-Sportler - am Erich Kästner Schulzentrum in Laatzen ging das. ©
Anzeige

Geduld ist ein Fremdwort

Natürlich melden die Recken noch nicht ausverkauft – bei Heimgegnern wie Minden und Balingen nachvollziehbar. Aber sportlich stimmt’s. Das kann sich ändern, doch die nächsten drei Spiele sind auch gewinnbar.

Wenn einer in Hannover eine kleine sportliche Euphorie entfacht hat, dann nicht 96, sondern die Recken. Wir können hier feststellen: Ein Umbruch ist gelungen. Im Doppelpack wäre es uns lieber gewesen. Vielleicht folgt der zweite Umbruch ja noch. Geduld, das muss man wissen, ist in diesem Zusammenhang allerdings ein Fremdwort.

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt