30. April 2019 / 15:04 Uhr

96-Meinung: Wie klappt die Sensation bei den Bayern? Huszti hat leider keine Zeit...

96-Meinung: Wie klappt die Sensation bei den Bayern? Huszti hat leider keine Zeit...

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Szabolcs Huszti sorgte 2006 mit seinem Tor gegen die Bayern für eine Sensation.
Szabolcs Huszti sorgte 2006 mit seinem Tor gegen die Bayern für eine Sensation. © imago images / ActionPictures
Anzeige

Will Hannover 96 in der kommenden Saison nicht in der 2. Liga ran, wäre ein Überraschungssieg gegen den FC Bayern München von Vorteil. Das ist allerdings leichter gesagt als getan - schaut man ein paar Jahre zurück, zeigt Szabolcs Huszti, wie es geht. Der kann am Samstag nur leider nicht. Dann muss es halt so gehen, meint SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt.

Anzeige

Das wahre Wunder in dieser komischen Saison ist ja, dass 96 auch am 31. Spieltag noch nicht offiziell abgestiegen ist – dabei sind die Zahlen so erbarmungs- wie trostlos: 4 Siege, 21 Niederlagen, nur 26 Tore geschossen, auswärts sieglos.

Auch ohne "Glücksquickie" wäre 96 nicht abgestiegen

Aber die Mannschaft hätte sogar gegen Mainz verlieren dürfen, statt einen flüchtigen Glücksquickie zu liefern, und wäre zumindest für die unverbesserlichen Freunde der Hochrechnung weiterhin zu retten gewesen. Dann allerdings hätte 96 am kommenden Sonnabend bei den Bayern unbedingt gewinnen müssen für den Klassenerhalt, um neun Punkte Rückstand in drei Spielen noch aufholen zu können.

Das ist das Restprogramm der Keller-Teams

Für den <b>FC Schalke 04</b> stehen noch Duelle mit dem <b>FC Augsburg</b> (H) und <b>Bayer 04 Leverkusen</b> (A) sowie am letzten Spieltag mit dem <b>VfB Stuttgart</b> (H) an. Zur Galerie
Für den FC Schalke 04 stehen noch Duelle mit dem FC Augsburg (H) und Bayer 04 Leverkusen (A) sowie am letzten Spieltag mit dem VfB Stuttgart (H) an. ©

Aber auch so wäre ein Dreier bei den Bayern nun eine schöne Sache – außer, 96 will nächstes Jahr lieber gegen den HSV spielen als gegen den FCB. Man muss ja nur ein paar Jahre zurückschauen, um mutig nach vorne blicken zu können.

Husztis Tor als Startschuss für die Aufholjagd

Es war der 8. November 2006, als ein gewisser Jiri Stajner in der Allianz-Arena zwischen Eckfahne und Münchner Tor zum Wahnsinn entschlossen den Kopf nach unten nahm, Martin Demichelis den Ball abluchste und scharf auf den rechten Fuß von Szabolcs Huszti passte, der in der 43. Minute zwischen Pfosten und Oliver Kahn zum 1:0 für 96 traf. Durch diese Sensation, noch nie hatte 96 zuvor in der Bundesliga bei den Bayern gewonnen, verbesserte sich das Team vom letzten auf den 15. Platz und schaffte es am Ende fast nach Europa.

Mehr zu Hannover 96

50 Legenden von Hannover 96 - und was aus ihnen wurde

Jiri Stajner, Szabolcs Huszti und Vinicius - nur drei bekannte Ex-Spieler von Hannover 96. Der <b>SPORT</b>BUZZER blickt auf weitere frühere 96-Legenden und zeigt, was sie heute machen.  Zur Galerie
Jiri Stajner, Szabolcs Huszti und Vinicius - nur drei bekannte Ex-Spieler von Hannover 96. Der SPORTBUZZER blickt auf weitere frühere 96-Legenden und zeigt, was sie heute machen.  ©

Huszti, mittlerweile 36, spielt immer noch, beim ungarischen Erstligazweiten MOL Vidi FC. Er hat am Sonnabend leider aber selbst ein Spiel und darum keine Zeit, 96 zu helfen. Muss es eben so gehen.