06. Oktober 2020 / 08:17 Uhr

96-Pechvogel Linton Maina: U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz will ihn trotzdem wieder einladen

96-Pechvogel Linton Maina: U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz will ihn trotzdem wieder einladen

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Im Derby gelang Linton Maina gegen Braunschweig der wichtige Treffer zum 1:1. Für die Spiele der U21-Nationalmannschaft musste der 96-Flügelflitzer absagen.
Im Derby gelang Linton Maina gegen Braunschweig der wichtige Treffer zum 1:1. Für die Spiele der U21-Nationalmannschaft musste der 96-Flügelflitzer absagen. © Florian Petrow
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Vier Mal wurde Linton Maina von Hannover 96 schon für die U21-Nationalmannschaft nominiert, vier Mal musste er absagen. Diesmal hat er Probleme am Rücken. So viel Nominierungs-Pech hat auch Trainer Stefan Kuntz noch nicht erlebt, der einen fitten Maina aber sicher noch mal einlädt. 

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Vor dem Derby konnte Linton Maina noch darüber schmunzeln. Jedes mal, wenn der Tempodribbler zur deutschen U21 eingeladen war, verletzte er sich. „Ich habe mal was von einem Fluch gelesen“, sagte Maina. „Das ist es eher nicht. Ich zeige hier im Verein meine Leistung und freue mich über jede weitere Einladung.“

Sein Traum: Er will deutscher Nationalspieler werden. „Da möchte er mit seinem Talent natürlich hin“, weiß 96-Manager Gerhard Zuber. Der Vorhof ins Fußballparadies wären Spiele für die U21. Aber die Sache ist für Maina wie verhext.

"Er hat's am Rücken"

DFB-Trainer Stefan Kuntz lud Maina vor wenigen Tagen erneut ein. Zum vierten Mal, für zwei Spiele in Chisinau gegen Moldau und in Fürth gegen Bosnien. Daraus wird wieder nichts. „Er hat’s am Rücken“, erklärt Zuber, „durch seine Verletzung im Sommer hat er noch Rückstand, es wäre nicht gescheit, ihn zu Länderspielen zu schicken.“

Im Derby am Samstag erzielte Maina noch das 1:1, feierte mit den Fans das 4:1 vor dem Stadion. Da tanzte Maina mit seinen Glückshormonen beim „Humba Tätärä“ um die Wette. Sonntagabend folgte die offizielle Absage. Maina springt erneut vom DFB-Zug ab.

Das ist Hannovers 96-Rakete Linton Maina:

Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  Zur Galerie
Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  ©

So viel Pech hat Kuntz noch nicht erlebt

Es scheint doch eine Art Verwünschung über den Einladungen zu liegen. Auch Trainer Kuntz macht das traurig. So eine Ansammlung von Nominierungs-Pech habe der Trainer noch nicht erlebt. „Es ist sehr schade, dass Linton uns ein weiteres Mal absagen musste“, erklärte Kuntz. „Aufgrund seiner starken Leistungen bei Hannover 96 hatten wir ihn bereits letzte Saison auf dem Radar.“

Sein Tempo am Ball beeindruckte Kuntz, trotzdem wird Maina immer wieder ausgebremst. War es das jetzt nach der vierten Absage beim DFB? Nein, betont U21-Trainer Kuntz.

„Wir hoffen alle, dass er sich nun schnell erholt und bald wieder auf dem Platz steht“, erklärte der DFB-Coach. „Dann wird er auch wieder ein Thema für uns sein und hoffentlich bald sein Debüt für die U21 geben.“