06. Juni 2017 / 18:42 Uhr

96-Spieler wollen eine Extraprämie

96-Spieler wollen eine Extraprämie

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
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Kapitän Schmiedebach fordert Extrazahlung für die Mannschaft. Kind bremst, Heldt verhandelt noch.

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Manuel Schmiedebach ist Kapitän – und er nimmt seine Aufgabe ernst. Der 28-Jährige trägt nicht nur die Binde über den Platz, er engagiert sich für seine Mitspieler. Sogar nach dem Aufstieg geht der Kampf weiter – der Kapitän fordert eine Aufstiegsprämie für die 96-Mannschaft. „Schmiedebach war deshalb bei mir“, bestätigt 96-Chef Martin Kind. „Ich habe ihn an den Manager verwiesen, Horst Heldt soll das klären.“ (Pro und Contra einer nachträglichen Aufstiegsprämie lest Ihr hier).

Das Problem – die Mannschaft ist dabei auf den guten Willen der 96-Führung angewiesen. „Es gibt keinen Anspruch“, weiß Kind.

Die Profis haben keine Aufstiegsprämien in ihren Verträgen festschreiben lassen. Anders als etwa Trainer André Breitenreiter, sein Assisten Volkan Bulut, Manager Heldt, Ex-Trainer Daniel Stendel, Ex-Manager Martin Bader und Ex-Kaderplaner Christian Möckel – sie alle bekommen eine Extraprämie. Mehr als zwei Millionen Euro muss 96 dafür aufwenden.

Das sind die Transfergerüchte rund um Hannover 96

Ryan Kent: 96 bemüht
 sich um Ryan Kent von Liverpool FC, dem Club von
 Trainer Jürgen Klopp. Der 20-jährige Linksaußen bereitete beim 3:0 gegen Bayern beim Audi-Cup ein Tor vor. Zur Galerie
Ryan Kent: 96 bemüht sich um Ryan Kent von Liverpool FC, dem Club von Trainer Jürgen Klopp. Der 20-jährige Linksaußen bereitete beim 3:0 gegen Bayern beim Audi-Cup ein Tor vor. ©
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Eigentlich ist Kind ja auch ein Fans von leistungsbezogenen Verträgen mit Erfolgsprämien. Durch die Freistellungen von Stendel, Bader und Möckel und den Neuaufbau der sportlichen Führung ist daraus eine Prämienflut geworden. Und das nach einer ohnehin sehr teuren Saison – 96 hat zehn Millionen Euro Verlust gemacht in der zweiten Liga.

Keine Millionenzahlung geplant, sondern "moderate Anerkennungsprämie"

Grund für dieses Minus: Die Einnahmen sind gesunken, der teure Kader aber ist geblieben. Die beiden Aufsteiger, Stuttgart und 96, haben sich die Rückkehr in die Bundesliga erkauft – mit den kostbarsten Kadern der zweiten Liga. 24 Millionen Euro haben der VfB und 96 für die Mannschaft ausgegeben. Die Spieler haben bereits gut dotierte Verträge. 

Das ist ein Grund für die Zurückhaltung des 96-Chefs. Kind ist zudem ohnehin kein Freund von zusätzlichen finanziellen Anreizen.

Das sind die Neuzugänge von Hannover 96

Der letzte Neuzugang: Außenstürmer Ihlas Bebou unterschrieb kurz vor der Wechselfrist einen Vertrag bis 2021 bei Hannover 96. Der Deutsch-Togolese kommt von Zweitligist Fortuna Düsseldorf und kostete die Roten 4,5 Millionen Euro Ablöse. Er kann rechts und links vorne spielen, freut sich Clubchef Martin Kind. Zur Galerie
Der letzte Neuzugang: Außenstürmer Ihlas Bebou unterschrieb kurz vor der Wechselfrist einen Vertrag bis 2021 bei Hannover 96. Der Deutsch-Togolese kommt von Zweitligist Fortuna Düsseldorf und kostete die Roten 4,5 Millionen Euro Ablöse. "Er kann rechts und links vorne spielen", freut sich Clubchef Martin Kind. ©

Jetzt geht es aber um eine freiwillige, nachträgliche Belohnung der Mannschaft für ein besonders stressiges Jahr. Der Druck war hoch, das alternativlose Ziel zu erreichen. Heldt verhandelt jetzt mit Schmiedebach. Vermutlich wird der Kapitän sein Ziel erreichen – es wird eine Sonderzahlung geben, allerdings wohl nicht in dem vom Team erhofften Maße. 

Eine Millionenzahlung soll es nicht werden. „Eine moderate Anerkennungsprämie“,. stellt Kind in Aussicht. 

Aber 10.000 Euro Prämie pro Spieler wären auch schon mehr, als 96-Fans bei ihrem Arbeitgeber bekommen.

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