13. September 2021 / 19:55 Uhr

A-Jugend des VfB Lübeck gewinnt Nord-Derby beim SC Weiche Flensburg

A-Jugend des VfB Lübeck gewinnt Nord-Derby beim SC Weiche Flensburg

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Berk Akcicek brachte die U19 des VfB Lübeck gegen den SC Weiche Flensburg nach 61 Minuten mit 2:1 in Front.
Berk Akcicek brachte die U19 des VfB Lübeck gegen den SC Weiche Flensburg nach 61 Minuten mit 2:1 in Front. © Agentur 54°
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Während sich die U19 den Auswärtserfolg an der Förde hart erarbeitet hat, waren die Nachwuchsteams des VfL Wolfsburg und des HSV am Samstag einfach eine Nummer zu stark.

Kurzweiliges Spiel in Flensburg mit besserem Ende für den VfB Lübeck

U19-Regionalliga: SC Weiche Flensburg - VfB Lübeck 2:4

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Für die A-Jugendlichen von der Lohmühle war es am Sonntag nach dem knappen 2:1-Auftaktsieg über den Niendorfer TSV erst das zweite Regionalliga-Spiel in dieser noch so jungen Saison. Dass im Stadion an der Arndtstraße nach 90 gespielten Minuten sechs Tore auf dem Spielberichtsbogen notiert werden würden, deutete sich in der Pause noch gar nicht an. Der VfB schloss im ersten Durchgang nämlich keinen Angriffsversuch erfolgreich im Flensburger Tor ab. Stattdessen war es Weiches Zehner Henry Grothkopp, der seine Farben in Führung schoss. Das Ganze unmittelbar, bevor es in die Katakomben ging. Grün-Weiß legte aber einen Zahn zu und glich nach 57 Minuten durch Marko Ljuljic aus. Knackpunkt des Spiels dürfte die gelb-rote Karte für einen Flensburger nach einer Stunde gewesen sein. Berk Akcicek behielt in der 61. vom Punkt aus die Nerven und verwandelte gegen Keeper Nils Bock. Wenige Augenblicke später gab es auch auf der Gegenseite einen Strafstoß, den Melf Siemund gut platzierte. Dann stach mit Max Morgenroth ein VfB-Joker, der erst fünf Minuten vor seinem Treffer in der 81. Minute auf den Platz gekommen war. Actionreiche Schlussminuten standen in diesem Match noch bevor. Erst machte Yasin Varol nach tollem Solo mit dem 4:2 endgültig den Deckel drauf, dann sah Lübecks Schlussmann Lasse Thielen aufgrund einer Tätlichkeit im Strafraum glatt rot.

"Das war ein Sieg der Leidenschaft. Beide Teams haben emotional alles reingeworfen, wodurch es auf beiden Seiten viele gute Chancen gab"

Trainer Marc Fischer: „Die Führung zur Halbzeit für Weiche war durchaus verdient, wenngleich auch wir da schon gute Chancen hatten. In Summe war Weiche aber präsenter. In der zweiten Halbzeit stellten wir dann etwas um und brauchten zehn bis 15 Minuten, um reinzukommen. Der Ausgleich hatte sich nicht unbedingt angekündigt, aber ab dem Punkt waren wir dann viel zwingender. Das war ein Sieg der Leidenschaft. Beide Teams haben emotional alles reingeworfen, wodurch es auf beiden Seiten viele gute Chancen gab. Die ersten drei Tore durch Ljuljic, Akcicek und Morgenroth folgten alle dem gleichen Schema: Überzahlsituationen mit guten Bällen in die Schnittstelle. Am Ende hat sich Varol dann auch noch mit einer guten Einzelaktion für ein gutes Spiel belohnt. In der hitzigen Schlussphase waren wir dann einfach kaltschnäuziger und haben die angebotenen Räume gut genutzt."

Das nächste Spiel für den VfB-Nachwuchs steigt am kommenden Sonntag, wenn man ab 14.00 Uhr auf dem Lohmühlen-Nebenplatz die zweite U19 der Eimsbütteler TV empfängt. Die ETV setzte sich mit 3:1 gegen den FC Oberneuland durch und gewann auch das erste Spiel gegen Weiche mit 2:1.

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Trotz guter erster Halbzeit: VfL Wolfsburg zu stark für die U17 des VfB Lübeck

U17-Regionalliga: VfB Lübeck - VfL Wolfsburg II 0:4

Nicht wirklich von Erfolg gekrönt war das Match der B-Jugend am Samstag gegen die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg. Schon am zweiten Spieltag unterlag man dem Niendorfer TSV mit 0:4, nun also das identische Ergebnis gegen einen anderen Gegner. Der erste Gegentreffer fiel erst kurz vor dem Pausentee, als Akram-Dine Mohamadou einschoss. Eigene Chancen hatte man in den ersten 40 Minuten auch, ließ diese aber allesamt ungenutzt. Nach dem 2:0 von Elijas Aslanidis in der 52. wechselte VfB-Coach Garik Varderesyan viermal auf einen Schlag. Der Wölfe-Nachwuchs hatte offenbar noch nicht genug und erzielte durch Louis Jamil Grobauer und erneut Elijas Aslanidis, der in der Nachspielzeit den Doppelpack schnürte, zwei weitere Tore.


Volle Konzentration auf die nächste Aufgabe in Heeslingen

Trainer Garik Varderesyan: „In der ersten Halbzeit haben wir bis zum Gegentor gut gespielt und ein gutes Pressing ausgeübt. Wir haben unsere Chancen leider nicht genutzt. Über das Ergebnis bin ich natürlich enttäuscht, mit der Arbeit meiner Mannschaft bin ich trotzdem zufrieden. Sie arbeitet täglich hart. Wir gucken uns das Spiel jetzt noch einmal an und analysieren es, damit wir aus der Niederlage lernen. Es gilt, weiterzumachen und positiv zu bleiben.“

Die nächste Chance, es besser zu machen, hat die Hansestädter U17 am Samstagnachmittag beim Auswärtsspiel im niedersächsischen Heeslingen. Gegner ist ab 16.00 Uhr die JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Bargstedt/Harsefeld/Heeslingen.

Hamburger SV eine Nummer zu groß

U15-Regionalliga: Hamburger SV - VfB Lübeck 4:0

Nach einem passablen Saisonstart mit sieben Zählern aus drei absolvierten Partien traf man am Samstag auf einen Gegner, der noch einmal ganz andere Ambitionen haben dürfte. Auf dem Paul-Hauenschild-Platz in Norderstedt empfing man vor ca. 100 Zuschauern die 1. C-Jugend des HSV. Schon nach 18 Minuten konnten die Rothosen die Partie in ihre Richtung lenken und lagen mit 2:0 vorne. Torwart Kalle Mattis Plöchinger zeigte mehrere sehenswerte Paraden und bewahrte seine Farben vor einem höheren Rückstand. Nach zwei weiteren HSV-Toren in der 44. und 50. Minute war die Messe bereits gelesen.

"Wir ziehen unsere Lehren aus dem Spiel, es war für die Jungs gut, sich auf diesem Niveau zeigen zu können"

Trainer Oliver Stutzky: „Der Gegner hat das richtig gut gemacht, qualitativ sind sie noch einmal auf einem anderen Level als wir, zum einen das Tempo mit Ball, aber auch die Dynamik ohne Ball. In der ersten Halbzeit hatten wir teilweise vielleicht auch noch zu viel Respekt vor dem Gegner. Wir haben es uns schwer und dem Gegner einfacher gemacht.

Wir haben leider auch in der Höhe verdient verloren. Ich bin trotzdem voller Respekt für meine Jungs, dass sie es immer wieder versucht haben, hinten rauszuspielen. Der Gegner hat uns schon sehr, sehr stark unter Druck gesetzt und auch viele hohe Ballgewinne erzielt. Es kostet schon Mut, hinten dann immer wieder flach rauszuspielen. Das fand ich richtig gut und hat mir gut gefallen. Es waren aber leider zu viele Fehlpässe in den Fuß des Gegners dabei. Wir hatten leider wenige klare Torchancen. Wir ziehen unsere Lehren aus dem Spiel, es war für die Jungs gut, sich auf diesem Niveau zeigen zu können. Es gibt uns als Trainer und für die Jungs viel Erfahrung mit, aus der wir definitiv lernen."

Am kommenden Wochenende hat die C-Jugend des VfB spielfrei. Man nutzt den Samstag jedoch für einen Vergleich gegen den Hamburger Oberligisten Walddörfer SV. Anpfiff in Lübeck ist um 13.00 Uhr.