16. März 2021 / 17:52 Uhr

A-Jugendliche des VfB suchen sich neue Ziele: Drei Spieler laufen Halbmarathon

A-Jugendliche des VfB suchen sich neue Ziele: Drei Spieler laufen Halbmarathon

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Paul Dummer (rot) war einer der aktivsten Spieler bei der Laufchallenge der A-Jugend des VfB Peine.
Paul Dummer (rot) war einer der aktivsten Spieler bei der Laufchallenge der A-Jugend des VfB Peine. © Isabell Massel
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„Die sind richtig heiß und wollen unbedingt zurück auf den Platz“, sagt Trainer David Lieckfeldt über seine A-Jugend-Fußballer des VfB Peine. Weil das wegen der Corona-Pandemie noch nicht möglich ist, halten sich die Spieler mit einer Laufchallenge fit – und greifen nach neuen Zielen.

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Das Training für Jugendfußballer ist zwar unter gewissen Bedingungen wieder möglich – unter diese Regelung fallen allerdings nur Kinder bis 14 Jahre. Deshalb haben sich einige A-Jugend-Spieler des VfB Peine neue Ziele fernab ihres Lieblingssports gesucht. „Während unserer Laufchallenge sind drei von ihnen einen Halbmarathon gelaufen. Ein Spieler möchte im Sommer sogar einen ganzen Marathon laufen“, berichtet ihr Trainer David Lieckfeldt, der von seinen Jungs beeindruckt ist – auch wegen ihrer Fähigkeiten als Vorturner.

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Denn zusätzlich zu der vierwöchigen Laufchallenge absolvierte der Trainer jeweils am Dienstag, Donnerstag und Samstag ein Cybertraining mit den Spielern. „Das war dann immer ein Power-Workout für 20 Minuten. Aber ohne große Pause“, berichtet Lieckfeldt, der seine Spieler in Zweier-Teams aufgeteilt hatte, damit diese die Übungen gemeinsam vorbereiten. Jedes Duo war mindestens einmal an der Reihe. Bei einigen habe der Coach gemerkt, „dass die mal Trainer werden wollen“.

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Vor allem Joris Richter und Paul Dummer, aber auch Louis Otto und Yasin Karim hätten sich am meisten mit dem Cybertraining auseinandergesetzt und dafür Übungen abgeändert, um sie noch kräftezehrender zu machen. Die beiden Erstgenannten führten zudem nach den vier Wochen die interne Punktewertung an.

Für die Teilnahme an den Online-Einheiten gab es jeweils fünf Punkte, während unentschuldigtes Fehlen mit 10 Minuspunkten bestraft wurde. Jeder der drei von Trainer Lieckfeldt vorgeschriebenen Läufe pro Woche brachte zehn Zähler ein, außerdem wurde ein zusätzlicher vierter Lauf belohnt. „Einige Spieler sind dann aber sogar fünf- oder sechsmal pro Woche gelaufen“, erklärt der VfB-Coach. 15 Punkte erhielten die Spieler, die im Siegerteam der wöchentlichen Laufchallenge waren. „Die Teams habe ich da immer nach den Rückennummern aufgeteilt.“

Die meisten Punkte sammelte ein Spieler, der auf dem Feld für gewöhnlich am wenigsten läuft: Torhüter Joris Richter. Er lief 107 Kilometer und sammelte dabei 195 Punkte ein. „Er war in jeder Woche im Siegerteam“, erklärt David Lieckfeldt. Etwa 60 Kilometer mehr absolvierte der Spieler auf dem zweiten Platz (190). Unter anderem legte Paul Dummer vom VfB-Platz startend über Wendesse, Oelheim, Klein Oedesse, Abbensen und Eixe bis zurück zum Sportplatz 21 Kilometer und damit die Strecke eines Halbmarathons zurück. Und er will noch mehr: „Im Sommer möchte er sich an einem Marathon versuchen.“ Der Gesamtdritte Tobias Wypior (117 Kilometer, 175 Punkte) und der Vierte Ben-Luis Adam (104 Kilometer, 165 Punkte) ließen sich ebenfalls nicht lumpen – beide absolvierten einen Halbmarathon.

Welche individuellen Preise die Spieler erwartet, dafür hat sich ihr Trainer noch nicht entschieden. Für die 1166,70 gelaufenen Kilometer seiner Mannschaft hat er aber schon in die eigene Tasche gegriffen. Pro Kilometer zahlte der Coach 10 Cent – macht 116,67 Euro.