11. Februar 2016 / 12:26 Uhr

A-Junioren absolvieren Trainingslager in der Türkei

A-Junioren absolvieren Trainingslager in der Türkei

Ludwig Schmidt
Märkische Allgemeine Zeitung
Training unter besten Bedingungen gab es für die A-Junioren der SG Lok Eberswalde/Finow/Finowfurth/Lichterfelde im türkischen Belek.
Training unter besten Bedingungen gab es für die A-Junioren der SG Lok Eberswalde/Finow/Finowfurth/Lichterfelde im türkischen Belek. © Verein
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A-Junioren Landesklasse Ost: SG Lok Eberswalde/Finow/Finowfurt/Lichterfelde bereiten sich im türkischen Belek auf die Rückrunde vor.

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*Was war denn da los? In dieser Kategorie möchte der Sportbuzzer Kuriositäten, besondere Ereignisse und spezielle Aktionen vorstellen. Diesmal geht es um die A-Junioren-Mannschaft der SG Lok Eberswalde/Finow/Finowfurt/Lichterfelde, die ein Trainingslager im türkischen Belek absolvierten.
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Erinnert man sich an die eigenen Trainingslager aus Junioren-Zeiten, so denkt man meist an das Campieren auf dem Sportplatz oder in der städtischen Turnhalle. Bei den A-Junioren der SG Lok Eberswalde/Finow/Finowfurt/Lichterfelde sieht das dagegen viel professioneller aus. „Seit fünf oder sechs Jahren organisieren wir für die jeweilige A-Juniorenmannschaft ein Trainingslager im türkischen Belek unter Top-Bedingungen. Dabei steht die Fahrt eher für den Abschluss der Junioren-Karriere. Viele Spieler wechseln anschließend ins Studien- oder Berufsleben und verlassen den Verein“, so Götz Herrmann, Vorsitzender von Lok Eberswalde.

Gefahr vor Terroranschlägen

Für die Jugendlichen ist es dann oftmals ein ganz besonderes Gefühl, trainieren sie doch direkt neben großen Fußballclubs. In der Vergangenheit sei dabei sogar auch schon ein Testspiel gegen die Bundesliga-Frauenmannschaft des 1. FFC Frankfurt zustande gekommen, erinnert sich Herrmann. Ganz so viel Glück bei der Testspielorganisation hat die Spielgemeinschaft jedoch nicht immer. „Die Begegnungen werden von dem Unternehmen, das sich auf solche Trainingslager spezialisiert hat, vereinbart. Dabei hat man nur wenige Auswahlmöglichkeiten. Dieses Jahr waren wir froh, dass sich eine Herren-Verbandsligamannschaft aus der Nähe von Kaiserslautern überhaupt bereit erklärte, gegen uns zu spielen“, berichtet Herrmann, der als Betreuer vor Ort war und die Zeit nutzte, um Gespräche mit den Junioren und den Trainern zu führen. „Zeit, die während einer Saison oftmals fehlt“, wie Herrmann, der aufgrund der angespannten Personalsituation während des Testspiels als Innenverteidiger aushelfen musste, verrät. Nur zehn Spieler traten die Reise in die Türkei an, die Übrigen verzichteten aufgrund der erhöhten Terrorgefahr. Doch auch die Erfahrung, die der 38-Jährige mit ins Spiel brachte, half gegen eine hochambitionierte Mannschaft nichts. Am Ende verloren die Junioren mit 1:14, erreichten die Zielvorgabe aber trotzdem. „Unser Ziel war es, weniger als 20 Tore zu kassieren. Das haben wir geschafft. Die Jungs haben aus dem Spiel vieles mitgenommen.“


Intensives Trianing statt Strand- und Partyurlaub

Wer das Trainingslager jetzt allerdings mit einer Abi-Abschlussfahrt verwechselt, der irrt. Bis auf einen Ausflugstag, begann der Trainingstag um 7 Uhr mit einem sechs Kilometer langen Strandlauf. Bei optimalen Bedingungen von 24 Grad Außentemperatur folgten Fußballtennis oder Koordinationsübungen in der Hotelanlage, bevor es mit dem Shuttle zum Fußballplatz ging. „Dort standen dann noch einmal zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. Viel Zeit für andere Tätigkeiten blieb nicht. Das Trainerteam um Jörg Heinhold, Achim Ortel und Bernd Gürgen hat ihre Mannschaft intensiv gefordert. Die Jungs durften ihre Freizeit selbst gestalten. Wir haben mit ihnen auch kleinere Ausflüge unternommen. Sie sollten schließlich auch Spaß haben, schließlich haben sie die Reise größtenteils selber bezahlt sowie ihre Ferien dafür geopfert“, so Herrmann.

Bei einem dieser Ausflüge wurde die Mannschaft dann auf die Probe gestellt. Auf einem Basar versuchte ein Händler die Jugendlichen über das Ohr zu hauen. Die Jungs hielten zusammen und schafften es, das verloren geglaubte Geld doch noch zurückzuerobern. „Das war eine ungewollte Teambuildingmaßnahme, die die Jungs nur noch enger zusammengeschweißt hat“, konstatiert Herrmann.

Keine ambitionierten Zielvorgaben

Trotz der optimalen Vorbereitung will der Vorsitzende keine ambitionierten Zielstellungen ausgeben und wäre zufrieden, wenn der aktuelle Bronzerang in der Landesklasse Ost bis zum Ende der Saison gehalten werden kann. „Erfahrungsgemäß wird es besonders zur Rückrunde für eine Spielgemeinschaft schwierig. Die Vereine buhlen um die volljährigen Spieler und versuchen, sie in die Herrenteams des Heimatvereins zurückzulocken. Es wird Phasen geben, in denen wir froh sein werden, eine komplette Mannschaft auf das Feld schicke zu können“, weiß Hermann. Einem Einsatz als Innenverteidiger um die Mannschaft aufzufüllen, würden dann die Statuten des FLB im Wege stehen.

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