14. April 2020 / 10:38 Uhr

A-Junioren der HSG Schaumburg Nord erreichen die Oberliga-Endrunde

A-Junioren der HSG Schaumburg Nord erreichen die Oberliga-Endrunde

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Die A-Junioren von Coach Sebastian Stoyke (untere Reihe Mitte/Bild aus der Saison 18/19), haben die Endrunde der Oberliga erreicht. © Daniel Kultau
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Sebastian Stoyke kennt seine Spieler so gut wie in- und auswendig. Der 26-Jährige sah die jungen Handballer aufwachsen und hat sie zur besten Schaumburger Nachwuchsmannschaft geformt.

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Die A-Junioren der HSG Schaumburg Nord, die er mit Guido Deseniß trainiert, schafften in der abgelaufenen Spielzeit den Einzug in die Oberliga-Endrunde und beendeten diese auf dem fünften Platz.

„Wir sind super zufrieden, dass wir es in die Endrunde geschafft haben“, so Stoyke, der in Hannover Sport und Englisch auf Lehramt studiert und in Feggendorf wohnt. Er selbst begann im Alter von acht Jahren in Lauenau mit dem Handball, sechs Jahre später startete dann bei der SG Rodenberg seine Trainerlaufbahn. Zeitgleich spielte er selbst noch für die A-Junioren der damaligen JSG Nordschaumburg. „Zu dieser Zeit wurde in unserer Mannschaft nach einem Trainer für die damaligen E-Junioren gesucht“, erinnert sich Stoyke. „Das habe ich dann gemacht.“

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HSG-Spieler Torben Schmidt kann mit seinem Team zweimal in der Oberliga-Endrunde gewinnen. © Daniel Kultau
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Viele der damals Neun- und Zehnjährigen haben es gemeinsam mit ihrem Coach bis in die A-Junioren-Mannschaft der HSG geschafft. „Das ist super spannend, die Jungs aufwachsen zu sehen“, blickt der 26-Jährige zurück. Diese jahrelange Bindung habe zur Folge, dass er auf jeden Spieler besonders eingehen könne und genau wisse, wie der ein oder andere in bestimmten Situationen angepackt werden müsse. „Wenn manche der Jungs mit schlechter Laune zum Training kommen, weiß ich in der Regel, wie ich mit ihnen umgehen muss.“

So entstand über die Jahre eine eingespielte Einheit, die es in der vor einigen Tagen abgebrochenen Saison bis in die Oberliga-Endrunde schaffte. Dabei waren die Vorzeichen direkt zum Saisonstart denkbar schlecht. Hannes Stiller zog sich einen Kreuzbandriss zu, und auch Niklas Meyer verletzte sich schwer. „Wir hatten uns so viel vorgenommen und dann gedacht: ‚Schaffen wir das überhaupt?“, erinnert sich Stoyke.

Die Sorgen waren jedoch unbegründet, denn in der Vorrunde war in der Staffel Ost nur der TV Bissendorf-Holte stärker. In der Endrunde wurden die Erfolge zwar seltener, trotzdem ist der Coach mit dem Abschneiden seines Teams zufrieden. Vor allem der 30:25-Auswärtssieg beim OHV Aurich („Das war ein ganz toller Moment“) und der 27:24-Derbysieg gegen die JSG GIW Meerhandball blieben ihm positiv im Gedächtnis. „Mit den Spielen beim VfL Fredenbeck (15:31) sowie gegen den TV Bissendorf-Holte (24:31) können wir jedoch nicht zufrieden sein.“

Er selbst greift nur noch ab und zu in der vierten Mannschaft der HSG aktiv ins Spielgeschehen ein. „Mir fehlt einfach die Zeit. Aber ich freue mich immer, wenn ich mit meinen Freunden dann noch ein wenig spielen kann.“ Wie es mit ihm und den A-Junioren in der nächsten Saison weitergeht, soll in der nächsten Zeit besprochen werden. Langweilig wird ihm jedoch mit Sicherheit nicht, denn seit 2019 ist der Feggendorfer zusätzlich noch HSG-Jugendwart und trainiert mit den C-Junioren eine weitere Mannschaft des Vereins.