11. März 2019 / 10:52 Uhr

Aaron Seydel feiert Comeback beim Sieg von Holstein Kiel II über Drochtersen

Aaron Seydel feiert Comeback beim Sieg von Holstein Kiel II über Drochtersen

Jan-Philipp Wottge
Wieder da: Aaron Seydel (rechts) stand erstmals seit September im Störche-Trikot auf dem Platz, soll bald auch wieder bei Holsteins Zweitliga-Kickern den Angriff beleben.
Wieder da: Aaron Seydel (rechts) stand erstmals seit September im Störche-Trikot auf dem Platz, soll bald auch wieder bei Holsteins Zweitliga-Kickern den Angriff beleben. © jpw
Anzeige

Regionalliga Nord: Jungstörche schlagen SV Drochtersen/Assel mit 2:0 - Aaron Seydel wirbelt sich aus der Verletzung

Anzeige

Die Torflaute ist nach 453 Minuten beendet. Die Serie von sechs sieglosen Spielen ebenfalls. Holstein Kiel II ist nach dem 2:0-Heimsieg in der Fußball-Regionalliga Nord gegen den SV Drochtersen/Assel wieder in der Spur. Rechtzeitig! Denn am Sonnabend um 13.30 Uhr geht es nach Flensburg zum Landesderby beim Meister SC Weiche 08.

„Sechs Spiele ohne Sieg haben nicht geschockt“, gestand Holsteins Routinier Tim Siedschlag nach dem Ende der Durststrecke und fügte an: „Das Erfolgserlebnis haben wir uns redlich erarbeitet. Wir hätten schon vor der Pause die Weichen stellen können.“ Doch das tat der Aufsteiger nicht. Dabei hatten die Jungstörche im Angriff einen Überraschungsgast aufgeboten: Profi-Stürmer Aaron Seydel. Der 23-Jährige feierte sein Comeback im KSV-Dress. Und wie! Seydel war nach mehr als siebenmonatiger Verletzungspause (Fersenreizung) mittendrin.

Seydel wuselt und bringt Schwung rein

Sekunden vor der Halbzeit hätte Seydel sein Comeback mit einem Tor krönen können, doch er verpasste ein Alt-Schuss, der urplötzlich zur Vorlage wurde, um Millimeter. In der Pause war Schluss für Seydel, dessen 45-Minuten-Comeback Format hatte. „Er hat das gut gemacht nach sieben Monaten ohne Fußball“, lobte KSV-Coach Ole Werner. Vorher gab es aber noch reichlich weitere Chancen für die KSV. Die Abtastphase sparten sich beide Teams, es ging mit Tempo in die Vollen. Tim Siedschlag setzte einen Distanzschuss schon nach drei Minuten knapp neben den D/A-Kasten.

Mehr News zu Holstein Kiel

Die Niedersachsen – immerhin Tabellenvierter – hielten dagegen, verpassten ihrerseits durch Laurens Rogowski nach einem Freistoß die Gästeführung. Fortan kam Drochtersen kaum noch zum Abschluss. Die Kieler dagegen gaben unbeirrt Gas. Noah Awuku setzte einen Kopfball nach Niebergall-Ecke nur knapp daneben (10.). Seydel erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball. Awuku übernahm das Spielgerät, passte auf Siedschlag, doch dessen butterweiche Flanke konnte Felix Niebergall nicht im leeren D/A-Gehäuse unterbringen (16.). Kurzdarauf verzog Seydel von der Strafraumgrenze (19.). In dieser Phase hatten die Störche Chancen fast im Minutentakt.

"Man muss aufpassen, dass man nicht verkrampft"

Halbzeit. 0:0. Wieder kein Tor. „Man muss aufpassen, dass man nicht verkrampft, wenn man zu viele Chancen auslässt“, bekannte Siedschlag. Nach 58 Minuten folgte die Erlösung. Die Jungstörche durften wieder jubeln. Weil Arne Sicker seinen Turboantritt nach Doppelpass mit Awuku mit dem 1:0 veredelte. Als Drochtersens Dimitri Fiks fünf Minuten später die Gelb-Rote Karte nach Foul an Tjorve Mohr sah, rückte der erste Dreier nach sechs sieglosen Spielen näher. Doch die Jungstörche verloren gegen die dezimierten Niedersachsen den Faden, bekamen Probleme mit dem hohen Pressing der Gäste.

„Wir sind zu passiv geworden. Gegen elf Gegenspieler haben wir einen klaren Plan, wissen welche Räume wir bespielen wollen. Gegen zehn fehlt uns da das Gefühl“, sagte Werner. Beinahe wäre seine Elf in die Überzahlfalle getappt, doch Rogowski konnte einen Kopfball nicht platzieren (85.). Im Gegenzug tütete Holstein den ersten Sieg 2019 ein. Niebergall zog im Konter unwiderstehlich davon, legte quer auf Laurynas Kulikas und der Torjäger sorgte mit seinem 15. Saisontor für das 2:0 (88.).

„Es tut gut. Die Mannschaft hat sich endlich für die Arbeit der vergangenen Wochen belohnt. Das ist eine gute Grundlage für das Landesderby gegen Weiche. Das ist ein besonderes Spiel für uns“, sagte Werner. Zumal die auf Tabellenplatz sechs rangierende KSV mit einem Auswärtssieg in Flensburg nach Punkten zum Meister aufschließen könnte.

Die Torwart-Historie der KSV Holstein!

Kenneth Kronholm ist die aktuelle Nr. 1 im Tor von Holstein Kiel. Der 33-jährige Deutsch-Amerikaner prägt das Torwartspiel bei den Störchen schon seit 2014. Seine Leistungen sprechen für sich. Zur Galerie
Kenneth Kronholm ist die aktuelle Nr. 1 im Tor von Holstein Kiel. Der 33-jährige Deutsch-Amerikaner prägt das Torwartspiel bei den Störchen schon seit 2014. Seine Leistungen sprechen für sich. ©
Anzeige

ANZEIGE: #GABFAF-T-Shirt plus gratis Gymbag! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Kiel
Sport aus aller Welt