20. April 2018 / 06:52 Uhr

"Bayern wird keinen Punkt liegen lassen": Der NP-Anstoß mit Michael Rummenigge und Harald Cerny 

"Bayern wird keinen Punkt liegen lassen": Der NP-Anstoß mit Michael Rummenigge und Harald Cerny 

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die NP hat zum 104. Anstoß in die Fußballkneipe Nordkurve eingeladen.
Die NP hat zum 104. Anstoß in die Fußballkneipe "Nordkurve" eingeladen. © Florian Petrow
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Beim 104. NP-Anstoß waren Michael Rummenigge und 96 U17-Coach Harald Cerny in der Fußballkneipe "Nordkurve" zu Gast. 

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Wenn die Bayern kommen, dann kommt ein Rummenigge nach Hannover. Michael war gestern in der „Nordkurve“ der erste. „Eigentlich ist doch Dortmund mein Verein“, sagte Michael Rummenigge, als er als Ehrengast zum Anstoß der NP kam: „Der andere Rummenigge kommt Samstag.“ 96 gegen die Bayern, ein Hit. Aber welche Chance hat 96? Das war der eine Diskussionspunkt. Der andere: Wie ersetzt 96 den Riesen Salif Sané? „Der beste Kopfballspieler Europas“, sagte 96-Scout Harald Cerny.

Anstoß....Der 96-Talk der Neuen Presse

Die Bayern kommen! Zum Höhepunkt der Saison reden wir jetzt beim NP-Anstoß mit unseren Gästen Michael Rummenigge, der sicher die eine oder andere Anekdote über seinen Bruder und Bayern-Chef Karl-Heinz. Zweiter Gast: Ex-Bayer und 96-Scout Harald Cerny.

Gepostet von Neue Presse Hannover / NP am Donnerstag, 19. April 2018

„Irgendwo über 20 Millionen Euro wird sich das bei einem Eins-zu-eins-Ersatz für Sané abspielen“, sagt Cerny voraus. Rummenigge gab Cerny recht: „Ein Riesenverlust für Hannover.“ Die 96-Zukunft sieht Sturmikone Dieter Schatzschneider eher rosig. „Endlich kommen typische Wiederabsteiger nach oben“, scherzte er, „und in Timo Hübers haben wir noch einen guten neuen Abwehspieler. Er hat das super gemacht in Stuttgart.“

Die Saison lief bei 96 insgesamt so, wie Rummenigge es vor der Saison gesagt hatte: „Irgendwo zwischen Platz zehn und 14.“ Schatzschneider hat keine Angst mehr vor der Relegation. „Ich habe nur vor dem Bremen-Spiel kurz Angst in der Hose gehabt.“ Er glaubt nicht, dass die Konkurrenz 96 noch einholt. Allein NP-Experte Andeas Willeke „glaubt schon, dass die Situation nicht ungefährlich ist. Nicht, dass hier noch die Aktion sorglos anfängt.“

​Videobeweis: Sinnvoll oder nicht?

Nicht sorgenlos, aber chancenlos gegen die Bayern? Rummenigge weiß natürlich von seinem Bruder Karl-Heinz, was den Bayern wichtig ist. Meister sind sie ja schon. „Es ist das große Bangen und Zittern, dass sie Jupp Heynckes das Triple zum Abschied schenken wollen“, sagt Rummenigge. In seiner Zeit bei den Bayern „habe ich wahnsinnig viel gelernt, ich war wie der Ziehsohn von Udo Lattek, der gerade seinen Sohn verloren hatte. Ich war im gleichen Alter.“

Bei seinen Dortmundern „finde ich die Lage bedenklich. Ich hätte Peter Stöger nicht verpflichtet. Wir haben alle schon den Kopf geschüttelt über Herrn Watzke. Ich wäre nach Lörrach zu Ottmar Hitzfeld gefahren, hätte mit ihm Kaffee getrunken und es so gemacht wie Uli mit Jupp Heynckes.“

Auch weitere Prominenz hörte aufmerksam zu, besonders Euroleague-Kämpfer Leon Andreasen, als es um den Videobeweis ging. Er selbst hatte ja in Köln ein Handtor erzielt, das es mit dem Videobeweis wohl nicht gegeben hätte. Der große Kamera-Angriff in der Bundesliga kommt bei den meisten nicht gut an, schon gar nicht in Hannover. Schatzschneider sagt „seit Monaten, den brauchen wir nicht“. Rummenigge hat „nie viel davon gehalten, Füllkrugs 3:3 gegen Leipzig war ein klares Tor. Mit der Hacke im Abseits? Das ist doch lächerlich.“

Und, nicht lachen jetzt: Schatzschneider entwickelte eine interessante Theorie, wie der Meister am Sonnabend zu schlagen wären: „Nicht die Bayern ärgern, wenig Fouls, keine Freistöße, bloß nicht verärgern. Denn wenn die Bayern sauer werden, dann richten sie uns hin.“ Ähnlich wie vor Jahren Paul Breitner beim Anstoß in der „Nordkurve“ prophezeite Rummenigge: „Bei aller Wertschätzung, Bayern wird hier keinen Punkt liegen lassen.“ Als Breitner 96 chancenlos redete, sprang der bisher letzte Sieg für 96 gegen die Bayern heraus. Na dann, auf geht’s, 96.

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