29. Juli 2022 / 14:49 Uhr

Nach Abberufung bei Hannover 96: Martin Kind legt offenbar Widerspruch ein und zieht vor Gericht

Nach Abberufung bei Hannover 96: Martin Kind legt offenbar Widerspruch ein und zieht vor Gericht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Martin Kind wurde am Mittwoch als Verantwortlicher für den Profifußball-Bereich bei Zweitligist Hannover 96 abberufen.
Martin Kind wurde am Mittwoch als Verantwortlicher für den Profifußball-Bereich bei Zweitligist Hannover 96 abberufen. © IMAGO/Noah Wedel (Montage)
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Martin Kind legt gegen seine Abberufung bei Hannover 96 offenbar Widerspruch ein. Wie ein Sprecher des Amtsgerichts am Freitag bestätigte, zieht der 78-Jährige gegen die Niedersachsen vor Gericht.

Martin Kind geht vor dem Amtsgericht in Hannover gegen seine Abberufung als Geschäftsführer der Hannover 96 Management GmbH vor. Anwälte aus Berlin haben Widerspruch gegen das Vorgehen der Niedersachsen erhoben. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die wie der SPORTBUZZER zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gehört. "Ein Antrag, Martin Kind als Geschäftsführer aus dem Handelsregister zu löschen, ist beim Registergericht eingegangen", wird ein Sprecher des Amtsgerichts zitiert: "Dagegen hat Martin Kind Widerspruch eingelegt."

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Der Vorstand des Muttervereins hatte den langjährigen Klubboss Kind am Mittwochabend überraschend als Verantwortlichen für den Profifußball-Bereich abberufen. Der 78 Jahre alte Unternehmer ist weiterhin Mehrheitsgesellschafter der Profi-Gesellschaft. Dank der sogenannten 50+1-Regel, die im deutschen Fußball den Einfluss externer Investoren begrenzt, darf allein der Stammverein die Geschäftsführung berufen. Kind hält die Abberufung nicht für rechtmäßig und lässt dies rechtlich prüfen.

Nach seiner Abberufung hatte Kind Unterstützung von höchster Stelle aus der niedersächsischen Landespolitik erhalten. "Als bekennender Anhänger der Roten hatte ich mich endlich wieder einmal auf eine gute Saison gefreut. Ich frage mich ernsthaft, welche Perspektiven 96 jetzt eigentlich haben soll", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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