05. November 2019 / 15:09 Uhr

Abbruch! Nächstes Spiel der D-Jugend-Kreisliga Wolfsburg landet vorm Sportgericht

Abbruch! Nächstes Spiel der D-Jugend-Kreisliga Wolfsburg landet vorm Sportgericht

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fußballschiedsrichter
Das Spiel zwischen der JSG Sülfeld/Ehmen/Essenrode und dem VfR Eintracht Nord wurde abgebrochen. © Arne Dedert
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In der D-Jugend-Kreisliga Wolfsburg wurde binnen eines halben Monats das nächste Spiel abgebrochen. Diesmal war es die Partie zwischen der JSG Sülfeld/Ehmen/Essenrode und dem VfR Eintracht Nord - das Spiel landet ebenfalls vor dem Sportgericht.

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Schon am 19. Oktober war das Spiel zwischen dem SV Brackstedt und dem TV Jahn Wolfsburg abgebrochen worden, nachdem die Stimmung auf und neben dem Platz nach drei Roten Karten eskaliert sein soll. Am Samstag gab's den nächsten Abbruch in derselben Liga. Dass das Duell zwischen der JSG Sülfeld/Ehmen/Essenrode gegen den VfR Eintracht Nord vor dem Sportgericht landet, bestätigte Jugendausschuss-Vorsitzender Martin Pfeil auf SPORTBUZZER-Nachfrage.

Für den Spielabbruch hat VfR-Coach Francesco Albanese gesorgt, der sein Team vom Platz zitiert hat. Über das, was zuvor passiert ist, sind sich die beiden Trainer aber uneinig. JSG-Coach Dennis Schöpke wirft dem gegnerischen Team eine zu harte Gangart vor. "Zwei unserer Spieler wurden von den gegnerischen Spielern gejagt und immer wieder gefoult. Der Schiri hat das einige Male laufenlassen, dann aber eine Zeitstrafe gegeben." Daraufhin habe VfR-Coach Albanese seine Mannschaft beim Stand von 7:0 für die JSG vom Platz geholt und das Spiel abgebrochen. Außerdem sollen die VfR-Spieler den Schiedsrichter, der von der JSG gestellt worden war, beleidigt haben.

Schiedsrichter-Turnier in Knesebeck Zur Galerie
Schiedsrichter-Turnier in Knesebeck © Rita Temme
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Diese Schilderung der Ereignisse bestätigt Albanese nur zum Teil. "Ich habe das Spiel abgebrochen, um meine Spieler zu schützen. Ich wollte nicht, dass sich einer das Bein bricht", sagt er. Denn die ruppige Gangart sei von beiden Teams ausgegangen. "Es gab auf beiden Seiten harte Foulspiele. Aber der Schiedsrichter hat sie nur auf einer Seite gepfiffen", schildert der VfR-Coach seine Sicht der Dinge. Er habe sich in Sachen Fairplay benachteiligt gefühlt.

Das Spiel zwischen Brackstedt und dem TV Jahn soll in der kommenden Woche vorm Sportgericht verhandelt werden, erklärt dessen Vorsitzender Christian Kaczmarek. Ein Termin für die Verhandlung der Partie zwischen der JSG und dem VfR stehe aber noch nicht fest.