19. Januar 2021 / 15:06 Uhr

Abenteuer Oberliga beendet: Christopher Evans verlässt den  Ludwigsfelder FC

Abenteuer Oberliga beendet: Christopher Evans verlässt den  Ludwigsfelder FC

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Christopher Evans ist wieder zurück beim Landesligisten BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow.
Christopher Evans ist wieder zurück beim Landesligisten BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow. © Privat
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Landesliga Süd: Der Abwehrspieler mit schottischen Wurzeln kehrt vom Ludwigsfelder FC zum BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow zurück.

Ende eines sportlichen Abenteuers: Christoper Evans kehrt nach einem halben Jahr beim Fußball-Oberligisten Ludwigsfelder FC zum BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow zurück. „Für mich war der Sprung definitiv zu groß, das Niveau war echt stark dort“, resümiert der 19 Jahre alte Abwehrspieler, der auch als Stürmer eingesetzt werden kann. Beim Landesligisten BSC Preußen, seinem Jugend- und Heimatverein, hatte er Einsätze in der ersten Männermannschaft in der Staffel Süd bestritten, bevor er im vergangenen Sommer zum Fünftligisten nach Ludwigsfelde gewechselt war.

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Im Trikot des LFC hatte er lediglich einen Kurzeinsatz in der fünften Liga über zwei Minuten beim 5:2-Sieg in Martinroda absolviert – trotzdem zieht Christoper Evans eine positive Abschlussbilanz. „Es war eine extrem interessante Erfahrung, ich konnte sehr viel lernen von den Mitspielern und den Trainern. Ich finde Aaron Müller ist ein guter Trainer. Ich habe gelernt wie extrem wichtig es ist, ruhig am Ball zu bleiben, immer einen klaren Kopf zu behalten, eine gute Übersicht zu haben – und es ist wichtig, eine gute Portion Selbstbewusstsein zu haben“, schätzt der Rückkehrer nach seiner Bildungsreise in Sachen Fußball ein. „Außerdem denke ich, dass ich durch Aaron Müller mein Positionsspiel verbessern konnte. In der A-Jugend-Brandenburgliga war ein schlechtes Stellungsspiel nicht so schlimm, im Männerbereich kann das aber tödlich sein.“

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Beim von Chefcoach Aaron Müller trainierten LFC hatte man den Defensivmann menschlich zu schätzen gelernt. „Wir danken Christopher dafür, dass er sich im Oberligaalltag probieren wollte“, sagt Sportdirektor Philipp Karaschewitz. „Er ist ein sehr verlässlicher Junge und hat in dem halben Jahr sicher viel gelernt. Er wird nun zwei Ligen tiefer in der Landesliga schneller Fuß fassen können und ich bin mir sicher, dass er sich irgendwann etablieren wird. Ich wünsche ihm persönlich alles Gute für diesen weiteren Weg und vielleicht sieht man sich ja noch einmal wieder.“ Erst einmal aber sieht Christopher Evans nun seine langjährigen Wegbegleiter beim Club im Norden des Landkreises „TF“ wieder.

Eine andere sportliche Station als der BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow war für Christopher Evans, der im ersten Semester Sportmanagement studiert, keine Option. „Nein, ich habe nicht überlegt zu einem anderen Verein zu gehen, beim BSC Preußen fühle ich mich einfach wohl, ich habe meine besten Freunde dort und deswegen kam bei einem Wechsel für mich nichts anderes in Frage“, sagt der Preuße, hinter dessen englisch klingendem Namen sich schottische Wurzeln verbergen.

„Mein Vater ist in Glasgow geboren und dort auch aufgewachsen. Er ist Ingenieur und aus beruflichen Gründen nach Deutschland gekommen. Mein Opa ist Engländer gewesen und meine Oma Schottin“, berichtet Christopher Evans, „meine schottischen Verwandten wohnen in Dumfries und Galloway, einer Region im Süden Schottlands an der englischen Grenze.“ Auch der Lieblingsclub kommt aus dem Gemeindegebiet an der irischen See: "Mein Herz schlägt für den Zweitligisten Queen of the South FC, das ist der Verein wo meine Verwandten leben. Ich mag auch Celtic Glasgow.“