16. November 2019 / 20:06 Uhr

Abgesagt und ausgebremst: Befreiungsschlag des VfB Lübeck fiel ins Wasser

Abgesagt und ausgebremst: Befreiungsschlag des VfB Lübeck fiel ins Wasser

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Trainer Rolf Martin Landerl und Co-Trainer Luis Diogo Campos hatten für die Partie gegen Altona einen Befreiungsschlag angepeilt. 
Trainer Rolf Martin Landerl und Co-Trainer Luis Diogo Campos hatten für die Partie gegen Altona einen Befreiungsschlag angepeilt.  © 54°/Koenig
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Zu viel Wasser auf der Lohmühle - neuer Termin gegen Altona an einem kommenden Mittwoch? - VfL Wolfsburg II gewinnt und zieht davon: Sieben Punkte Vorsprung in der "schiefen" Tabelle

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Alles war bestens vorbereitet, jeder war hochmotiviert – beim VfB Lübeck war man bereit zum Befreiungsschlag aus einer etwas angespannten Lage. Mit einem Sieg gegen Altona 93 wollte das Team von Trainer Rolf Martin Landerl ein Zeichen setzen. Doch daraus wurde nichts. Der Dauerregen machte den Grün-Weißen einen Strich durch die Rechnung, die Partie wurde am Samstagvormittag wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff abgesagt.

Zeichen setzen gegen die Schnoor-Botschaft

„Das ist richtig ärgerlich“, reagierte Vorstandssprecher Thomas Schikorra auf die Botschaft. „Es wäre wirklich wichtig gewesen, zu spielen.“ Nachdem Sportdirektor Stefan Schnoor durch seinen Rücktritt Mitte der Woche angedeutet hatte, dass nicht alles rund läuft hinter den VfB-Kulissen, wollte man in dem Spiel ein Zeichen setzen, klar zeigen, dass alle in dieser Situation einen gemeinsamen Kurs verfolgen und noch enger zusammenrücken. Das sollte auf dem Platz sichtbar werden, vor allem die Fans, die beim 3:3 in Jeddeloh unruhig wurden, sollten wieder ins Boot geholt werden.

Sieben Punkte vor - Psychovorteil für die U23-Wölfe

Und natürlich sollte der Anschluss an Tabellenführer VfL Wolfsburg II gehalten werden, um die „Wölfe“ unter Druck zu setzen. Die aber nahmen die Vorlage an, gewannen ihr Spiel in Rehden – und liegen nun sieben Punkte vor dem VfB. Ein psychologischer Vorteil, auch wenn der VfB zwei Spiele Rückstand hat, die Differenz bis Weihnachten auf einen Zähler reduzieren könnte.

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Wasser im Strafraum - und die Wetter-App verhieß nichts Gutes

Vorstand Florian Möller hatte schon am Freitag kein gutes Gefühl, hatte den Platz inspiziert. „Der Rasen war da schon sehr tief – und die Wetterprognose war nicht gut. Es deutete sich ’was an“, sagt er. Dann, Samstagfrüh um sechs Uhr schöpfte er wieder Hoffnung, als es bei seinem ersten Tagescheck noch trocken war. Möller: „Doch um acht Uhr begann es wieder zu regnen – und es hörte nicht mehr auf. Auch meine Wetter-App gab keine Hoffnungszeichen.“ Um kurz vor neun Uhr war er dann auf der Lohmühle, hatte Kontakt zu Platzwart Torsten Kastens und Ingo Schubert, „Platzkommissar“ der Hansestadt, „aber da war schon nichts mehr zu retten, im Fünfmeterraum vor den Toren stand Wasser – wir mussten absagen.“ Und so wurde die Nachricht „rundkommuniziert“ – an die Sicherheitskräfte (50 Ordner waren bestellt), an die Polizei, ans DRK, an die Caterer. Natürlich wurde der Gegner, wurden die Schiedsrichter umgehend informiert.

Regionalliga-Saison 2019/2020 VfB Lübeck

Los ging die Saison 2019/2020 am 27. Juli 2019 mit einem 3:1-Heimsieg über den SSV Jeddeloh. Vor 2413 Zuschauern auf der Lohmühle trafen Tommy Grupe (v.l.), Ahmet Arslan und Patrick Hobsch. Zur Galerie
Los ging die Saison 2019/2020 am 27. Juli 2019 mit einem 3:1-Heimsieg über den SSV Jeddeloh. Vor 2413 Zuschauern auf der Lohmühle trafen Tommy Grupe (v.l.), Ahmet Arslan und Patrick Hobsch. ©
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Schiefe Tabelle: VfB hat zwei Spiele zu wenig

Trainer Landerl wusste da schon Bescheid. „Wir hatten uns auf das Spiel gefreut, waren bestens vorbereitet“, sagt er und ergänzte. „Kurzfristig ein Alternativprogramm zu basteln, das machte auch keinen Sinn. Die Jungs haben frei, ab Montag beginnt die Vorbereitung auf unser Auswärtsspiel am kommenden Sonntag in Lüneburg.“ Was ihn ärgert: „Wir hätten Wolfsburg zeigen können, dass wir sie nicht davon ziehen lassen. Nun haben wir schon zwei Spiele weniger – und die Tabelle ist schief.“

Nacholtermin vielleicht vor Weihnachten, vielleicht an einem Mittwoch

Ob sie noch in diesem Jahr begradigt werden kann, ist unsicher – aber nicht unmöglich. Das Nachholspiel gegen Holstein Kiel II ist längst für den 15. Dezember terminiert. Und mit Altona wurde bereits Kontakt aufgenommen, um das Match kurzfristig an einem Mittwoch nachzuholen. Möller: „Der Verband ist da ja immer recht schnell und flexibel, wenn es um neue Termine geht.“ Außerdem stünde als letzter offizieller Nachholtermin auch noch Sonntag, der 22. Dezember im Spielplan.

Im Notfall wird der Urlaub für die VfB-Profis reduziert

Sollte all das nicht funktionieren, könnte das Auswirkungen auf den Urlaub der VfB-Jungs haben. Landerl: „Wenn das Altona-Spiel vor dem offiziellen Rückrundenstart angesetzt wird, der am 22. Februar für uns liegt, dann müssten wir uns auch alle eine Woche früher wieder zum Training treffen.“ Eigentlich soll nach dem Kiel-Spiel ab dem 16. Dezember Pause sein, Hallenturniere sind für die VfB-Profis tabu – so dass man sich erst am 13. Januar zum Jahresauftakttraining auf der Lohmühle treffen würde.

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