20. August 2021 / 13:44 Uhr

Ablöse und Vertragslaufzeit: Erste Details zu Wolfsburgs Waldschmidt-Deal

Ablöse und Vertragslaufzeit: Erste Details zu Wolfsburgs Waldschmidt-Deal

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Luca Waldschmidt steht vorm Wechsel zum VfL Wolfsburg
Luca Waldschmidt steht vorm Wechsel zum VfL Wolfsburg © Patrick Seeger/dpa
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Luca Waldschmidt von Benfica Lissabon steht vor einem Wechsel zum VfL Wolfsburg. Über die Ablöse gibt es inzwischen offenbar Einigkeit. Der Transfer soll spätestens zu Beginn der kommenden Woche über die Bühne gehen.

Am Samstag (15.30 Uhr) wird der VfL Wolfsburg ohne weiteren Neuzugang bei Hertha BSC antreten, im Spiel darauf gegen RB Leipzig dürfte Trainer Mark van Bommel mit großer Wahrscheinlichkeit schon eine Option mehr im Kader haben. Denn die Verpflichtung von Luca Waldschmidt von Benfica Lissabon steht nach SPORTBUZZER-Infos unmittelbar bevor. Wie die portugiesische Tageszeitung „Record“ berichtet, haben sich die Klubs nun auf eine Ablöse geeinigt, der VfL zahlt angeblich 12 Millionen Euro für den siebenfachen deutschen Nationalspieler, der einen Vierjahresvertrag bei den Niedersachsen unterschreiben soll.

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Bis 2025 läuft auch der aktuelle Vertrag des 25-Jährigen bei Benfica. Der portugiesische Spitzenklub hatte bereits vor Wochen signalisiert, Waldschmidt möglicherweise abgeben zu wollen. Zunächst war davon die Rede, das 15 Millionen Euro für den Linksfuß fällig wären, das ist die Summe, die die Lissaboner vor einem Jahr an den SC Freiburg überwiesen haben. Offenbar ist es dem VfL gelungen, die Zahl noch zu drücken. Mit einer Verkündung des Transfers ist bis spätestens Anfang nächster Woche zu rechnen. Waldschmidt wird am Wochenende in Wolfsburg erwartet. Solange der Wechsel nicht unter Dach und Fach ist, hält sich Jörg Schmadtke mit Aussagen dazu zurück. Der VfL-Manager sagt nur: "Es ist noch nichts unterschrieben."

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Waldschmidt, ausgebildet in der Jugend von Eintracht Frankfurt, war 2016 für 1,3 Millionen Euro zum Hamburger SV gewechselt, wurde dort Bundesliga-Spieler und erzielte sein erstes Erstliga-Tor - gegen Wolfsburg. 2018 holte ihn der SC Freiburg, wo er Nationalspieler wurde, seinen Marktwert steigerte und nach zwei Jahren für 15 Millionen Euro zu Benfica wechselte.

VfL-Trainer Mark van Bommel hat nach eigener Aussage noch nicht mit Waldschmidt gesprochen. "Ich habe seine Nummer nicht", so der Niederländer schmunzelnd. Interesse streite er "nicht ab, aber ich bestätige es auch nicht". Er konzentriere sich nur auf die Partie am Samstag in Berlin und verwies auf Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer, denn: "Alles, was drumherum passiert, sind Themen für Jörg und Marcel", so der Coach.

Da Joao Victor bereits nach Abu Dhabi wechselte und Josip Brekalo weiterhin einen Transfer anstrebt, bemüht sich der VfL um eine weitere Offensiv-Verpflichtung. Der 19-Jährige Linksaußen Jakub Kaminski von Lech Posen galt es Kandidat, doch weil sein Klub den hochtalentierten Angreifer nicht abgeben wollte, schien das Interesse der Wolfsburger nachzulassen. Nach wie vor gibt es aber VfL-Bestrebungen, doch noch einmal mit Lech in konkrete Verhandlungen zu treten.

Nach polnischen Medienberichten hatte Wolfsburg zunächst 7 Millionen Euro Ablöse für Kaminski geboten. Während der Waldschmidt-Wechsel nun schnell über die Bühne gehen dürfte, wird sich der mögliche Transfer des Linksaußen aus Polen noch ein bisschen ziehen. Das VfL-Interesse, auch noch diesen Wechsel hinzubekommen, ist groß, zumal Kaminski das verkörpert, was der VfL schon lange seinem Kader hinzufügen möchte - nämlich Tempo und Tiefgang. Er ist schneller als Waldschmidt, der wiederum in der Offensive vielseitig einsetzbar ist. Auch deswegen wollte der Champions-League-Teilnehmer den Ex-Freiburger unbedingt.