01. Juli 2019 / 20:06 Uhr

Ablösefrei! Juventus schnappt sich bei PSG aussortierten Adrien Rabiot

Ablösefrei! Juventus schnappt sich bei PSG aussortierten Adrien Rabiot

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BELGRADE, SERBIA - DECEMBER 11: Adrien Rabiot of Paris Saint-Germain looks on during the UEFA Champions League Group C match between Red Star Belgrade and Paris Saint-Germain at Rajko Mitic Stadium on December 11, 2018 in Belgrade, Serbia. (Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images)
Wechselt zu Juventus: Adrien Rabiot © 2018 Getty Images
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Juventus Turin verplichtet den ablösefreien Franzosen Adrien Rabiot! Der Mittelfeldspieler kommt von Paris Saint-Germain, wo sein Vertrag nach einigen Turbulenzen nicht verlängert wurde.

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Ein echtes Schnäppchen! Der italienische Meister Juventus Turin hat sich Adrien Rabiot geschnappt. Der Franzose kommt ablösefrei von Paris Saint-Germain. Unter Thomas Tuchel spielte der Mittelfeld-Akteur in der vergangenen Saison kaum mehr eine Rolle und wurde zwischenzeitlich sogar gänzlich suspendiert.

Rabiot soll pro Jahr sieben Millionen Euro in Turin verdienen. Zudem soll er ein Handgeld für die Unterschrift von zehn Millionen Euro bekommen haben. Über die Vertragslaufzeit machte Juventus übrigens keine Angaben.

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Seit dem 11. Dezember 2018 hat der 24-jährige kein Spiel mehr für PSG bestritten. Seit einem Sieben-Minuten-Einsatz in der Champions League am 11. Dezember spielt er in den der Kaderplanung von PSG-Trainer Thomas Tuchel keine Rolle mehr. Zuletzt wurde der 23-Jährige, immerhin ein Eigengewächs des französischen Hauptstadtklubs, sogar in die Reservemannschaft versetzt. Anscheinend zu viel des Guten für die Mutter des Nationalspielers, sogar in einem Interview mit der L'Equipe der Kragen geplatzt war.

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„Adrien ist ein Gefangener. Er ist sogar eine Geisel von PSG. Bald bekommt er trockenes Brot, trinkt Wasser und sitzt im Kerker! Diese Umgebung ist grausam. Man muss einen Fußballer spielen lassen und nicht im Schrank aufbewahren“, erklärte sie im Gespräch mit der französischen Sport-Tageszeitung. Für etwas mehr als trockenes Brot und Wasser dürfte es bei Rabiots monatlichem Gehalt aber schon reichen. Dieses wird, Suspendierung hin oder her, auf 200.000 Euro beziffert.

Auslöser für den neuerlichen Tiefpunkt in der Beziehung zwischen Verein und Spieler ist ein Vorfall nach dem Champions-League-Aus von PSG gegen Manchester United. Rabiot soll einem Tag nach der bitteren Niederlage mit Freunden und Verwandten in einem Pariser Nachtklub unterwegs gewesen sein und ausgelassen gefeiert haben, ein entsprechendes Video kursierte im Netz. PSG stellte Rabiot in der Konsequenz bis zum 27. März vom Trainings- und Spielbetrieb frei.

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„PSG möchte sich um das Privatleben von Adrien kümmern, obwohl es ihn gar nicht mehr will“, kritisierte Mutter Rabiot und erklärte: „Der Verein möchte, dass er um neun Uhr im Schlafanzug vor dem TV sitzt, das Match schaut und um elf Uhr ins Bett geht. Kennen diese Leute den Lebensrhythmus der Spieler nicht? Wenn ein Spieler spielt, ist es sein Job und er hat einen Trainingsrhythmus. Das passiert bei Adrien ja nicht mehr. Aber Adrien wird jetzt nicht mit dem Töpfern beginnen, bis etwas passiert."

Unterschiedliche Maßstäbe? PSG-Star Neymar feiert trotz Verletzung Karneval

Auch gegen Rabiots Teamkollegen Neymar teilt die Mutter aus. "Es gibt Spieler, die wegen eines Nickerchens sechs Minuten verpassen und andere, die verletzt sind, aber auf der anderen Seite des Globus beim Karneval in Rio feiern." Anfang des Monats war der Brasilianer in die Kritik geraten, weil er in seiner Heimat anstatt eine Fußverletzung auszukurieren wild beim Karneval mitmischte, sang und tanzte. Konsequenzen hatte die Aktion für den Sturmstar nicht.

Ganz im Gegensatz zu Rabiot. Dabei wolle dieser in Paris nur seinen Kontrakt erfüllen, beteuert die Mutter des Mittelfeldspielers. Rabiot steht seit 2013 wieder bei PSG unter Vertrag. Nachdem er bereits in der U17 und U19 von Paris Saint-Germain spielte, war der heute 23-Jährige ein halbes Jahr nach Toulouse ausgeliehen, kehrte anschließend aber wieder in die französische Hauptstadt zurück. Dort läuft sein Vertrag zum Saisonende aus. Die jüngeren Zerwürfnisse kamen offenbar zustande, weil Rabiot über die laufende Spielzeit hinaus nicht in Paris verlängern möchte. Mögliche Abnehmer gibt es genug. Neben Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool soll auch der deutsche Rekordmeister Bayern München an Rabiot interessiert sein.