17. November 2020 / 19:29 Uhr

Nach Absage von Schweiz gegen Ukraine: So entscheidet sich der Abstieg in der Deutschland-Gruppe

Nach Absage von Schweiz gegen Ukraine: So entscheidet sich der Abstieg in der Deutschland-Gruppe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Das Duell zwischen der Schweiz und der Ukraine (hier im Hinspiel im September) musste abgesagt werden - wie wird nun über den Abstieg entschieden?
Das Duell zwischen der Schweiz und der Ukraine (hier im Hinspiel im September) musste abgesagt werden - wie wird nun über den Abstieg entschieden? © imago images/Vitalii Kliuiev
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Vor und nach dem Nations-League-Spiel gegen Deutschland hat es bei der Nationalmannschaft der Ukraine positive Corona-Tests gegeben. Ein Schweizer Amtsarzt schickte das Team nun in Quarantäne - das Spiel gegen die Eidgenossen fällt aus. Wie entscheidet sich der Abstieg in der deutschen Gruppe? Der SPORTBUZZER klärt auf.

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Wegen weiterer Corona-Fälle bei der ukrainischen Nationalmannschaft nach dem Deutschland-Spiel ist die Nations-League-Begegnung in der Schweiz abgesagt worden. Drei Profis und ein Betreuer wurden am Dienstag kurz vor der Partie in Luzern positiv getestet. Bei der 1:3-Niederlage in Leipzig gegen Deutschland standen Ruslan Malinowskij und Junior Moraes am Samstag genauso auf dem Platz wie die am Vortag ebenfalls positiv getesteten Jewgeni Makarenko und Eduard Sobol.

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Nach den Corona-Befunden am Montag war das gesamte Team und der Betreuerstab der Ukrainer nochmals getestet worden, die PCR-Abstriche waren angeordnet worden. Weil es nun erneut vier positive Fälle gab, schickte der Luzerner Kantonsarzt die gesamte Mannschaft von Trainer Andrej Schewtschenko in Quarantäne. Die große Frage lautet nun: Wie wird der Ausgang der Partie ermittelt? Immerhin geht es für beide Mannschaften in der deutschen Gruppe um den Abstieg aus der Liga A.

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Entscheidung am grünen Tisch

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie die UEFA als Entscheidungsträger vorgehen kann. Das Exekutivkomitee des europäischen Verbands hat für ein solches Szenario, wie es nun in der Schweiz eingetreten ist, am 28. August bestimmte Richtlinien festgelegt, die angewendet werden sollen. Theoretisch hätte das Duell zwischen den Eidgenossen und der Ukraine "an einem von der UEFA-Administration festgelegten Termin neu angesetzt" werden können. Allerdings wäre nur noch der Mittwoch als Ersatztermin möglich gewesen - und bis dahin bekommt die Ukraine keine Mannschaft zusammen, teilte die UEFA mit.

Daher bleibt nur die Entscheidung am grünen Tisch. Das Spiel wird nun ein Fall für die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkommission der UEFA. Das bestätigte der Verband am Dienstag. Konkret heißt es in den Richtlinien: "Die UEFA-Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer verhängt gegen den Nationalverband, der dafür verantwortlich ist, dass die Partie nicht bzw. nicht vollständig ausgetragen werden kann, eine Forfait-Niederlage, es sei denn, sie kommt zu der Schlussfolgerung, dass beide bzw. keine der Mannschaften dafür verantwortlich sind/ist, dass die Partie nicht bzw. nicht vollständig ausgetragen werden kann, so dass keine Forfait-Niederlage verhängt werden kann."


Sollte keine Forfait-Niederlage gegen die Ukraine verhängt werden, würde "das Ergebnis der Partie per Los entschieden (d.h. Sieg 1:0, Niederlage 0:1 oder Unentschieden 0:0)", heißt es weiter. Derzeit steht die Schweiz mit drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, die Ukraine als Tabellendritter hat sechs Punkte. Aufgrund des erzielten Auswärstores beim 1:2 in der Ukraine im September würde den Eidgenossen ein 1:0-Sieg für den Klassenerhalt reichen - im Falle von Unentschieden oder Niederlage müsste die Schweiz in Liga B absteigen.