10. September 2021 / 16:52 Uhr

Absagen-Flut in der Regionalliga: Nun fällt auch Lok – Cottbus wegen Coronafällen bei Energie aus

Absagen-Flut in der Regionalliga: Nun fällt auch Lok – Cottbus wegen Coronafällen bei Energie aus

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Bruno
Das Bruno-Plache-Stadion bleibt auch am Samstag leer. © André Kempner
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Corona wirbelt weiterhin den Spielplan in der Regionalliga Nordost durcheinander. Der FC Energie Cottbus meldete die Infektion von zwei Spielern, so dass einige Akteure des Clubs in häusliche Quarantäne mussten. In diesem Zusammenhang ist auch das Samstagsspiel der Cottbuser beim 1. FC Lok Leipzig abgesetzt worden.

Leipzig. Nicht schon wieder! Den Profis des 1. FC Lok Leipzig schwante nichts Gutes, als die beiden Geschäftsführer Martin Mieth und Alexander Voigt am Freitag gegen 14 Uhr im Duett vor die Regionalliga-Elf traten. Tatsächlich: Auch das nächste Regionalligaspiel der Blau-Gelben fällt aus, weil beim Samstag-Heimgegner FC Energie Cottbus zwei Spieler mit positiven PCR-Coronatests aufgefallen sind und nun für die gesamte Lausitzer Mannschaft Quarantäne angeordnet wurde.

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Zirka 60 Prozent der Spieler geimpft

Gegen 11 Uhr hatte der Verband NOFV die Probstheidaer über einen positiven Fall in Cottbus informiert. „Da haben wir bereits eins und eins zusammengezählt und uns war klar: Das dortige Gesundheitsamt wird das entscheiden, was es zu entscheiden hat. Denn die Spieler hängen ja die gesamte Woche über zusammen.“ 14 Tage wird Energie Cottbus wohl nun nicht im Teamverbund trainieren dürfen, denn nur die geimpften Kicker dürfen sich nach ein paar Tagen „frei testen“.

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Der 1. FC Lokomotive Leipzig verliert das Heimspiel gegen den Berliner AK mit 1:2. Zur Galerie
Der 1. FC Lokomotive Leipzig verliert das Heimspiel gegen den Berliner AK mit 1:2. ©

Die Lok-Geschäftsführung nutzte diese Gelegenheit und legte der Mannschaft noch einmal das Impfangebot des Vereins nachdrücklich ans Herz, um das Risiko einer Ansteckung und die Gefahr einer 14-tägigen Quarantäne zu minimieren.

Auf LVZ-Anfrage bestätigte Alexander Voigt, dass die blau-gelben Kicker in Sachen Impfbereitschaft ein Spiegelbild der Gesellschaft seien. „Wie im gesamten Land liegt die Impfquote auch bei uns bei rund 60 Prozent. Wir befürworten, dass sich die Spieler impfen lassen – anordnen können wir es nicht.“

Lok wollte ersten Heimsieg einfahren

Die Regionalliga Nordost kommt pandemiemäßig nicht zur Ruhe, Lok ist zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen von einem Spielausfall betroffen. Erst konnten Chemnitz und Auerbach wegen Corona nicht gegen die Leipziger kicken, nun Cottbus. Mit Tennis Borussia Berlin ist ein weiterer Klub noch nicht wieder im Spielbetrieb. Inzwischen wurde zumindest das Match zwischen dem CFC und Lok neu terminiert – es findet nun am Mittwoch, den 13. Oktober, statt.

Die erneute Absage trifft neben der Mannschaft natürlich auch den Lok-Trainer hart, der seine Elf bestmöglich auf Samstag (13 Uhr) vorbereitet hat, um den ersten Heimsieg einzufahren. Der stets so freundliche Almedin Civa wirkte schon auf der Pressekonferenz am Donnerstag wesentlich dünnhäutiger als sonst – der Freitag dürfte seine Laune nicht verbessert haben.


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Genervt sind alle im Verein, die umsonst mit der Spieltagvorbereitung für ein Match mit gut 3000 Zuschauern beschäftigt waren. Alexander Voigt: „Wir haben ja vor dem Spiel eine Maschinerie angeworfen. Das ist auch eine Hiobsbotschaft für unseren Vorverkauf generell. Wer sich umsonst Tickets gekauft hat, wartet sicher beim nächsten Mal, ob das Spiel tatsächlich stattfindet und geht dann zur Tageskasse.“