20. März 2021 / 13:10 Uhr

"Abscheulich": Glen Kamara von den Glasgow Rangers erneuert Rassismus-Vorwurf nach Prag-Spiel

"Abscheulich": Glen Kamara von den Glasgow Rangers erneuert Rassismus-Vorwurf nach Prag-Spiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gerieten am Donnerstag aneinander: Ondrej Kudela (r.) soll Glen Kamara (l.) rassistisch beleidigt haben.
Gerieten am Donnerstag aneinander: Ondrej Kudela (r.) soll Glen Kamara (l.) rassistisch beleidigt haben. © Ian MacNicol/Getty Images
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Ein Rassismus-Skandal in der Europa League sorgt weiter für Aufregung. Der Finne Glen Kamara erneuerte nun seine Vorwürfe gegen Ondrej Kudela von Slavia Prag. Dieser habe den Profi der Glasgow Rangers beleidigt.

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Nach der hitzigen Europa-League-Partie der Glasgow Rangers gegen Slavia Prag hat Rangers-Profi Glen Kamara seinen Rassismus-Vorwurf erneuert und die UEFA zum Handeln aufgerufen. "Die abscheuliche rassistische Beleidigung von Ondrej Kudela hat auf der internationalen Bühne stattgefunden, und wenn die UEFA nicht handelt, wird dies als grünes Licht für Rassismus gesehen werden", hieß es in einer Stellungnahme, die er über seinen Anwalt veröffentlichte.

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Nach dem 0:2 der Rangers, durch das die Tschechen ins Viertelfinale der Europa League eingezogen waren, hatte Trainer Steven Gerrard am Donnerstag gesagt, Kamara sei rassistisch beleidigt worden. Slavia stritt den Rassismus-Vorwurf vehement ab und beschuldigte stattdessen Kamara, Kudela nach dem Spiel geschlagen zu haben. Die Europäische Fußball-Union UEFA kündigte am Freitagabend Ermittlungen an.

Kudela habe ihm eine rassistische Beleidigung ins Ohr geflüstert, erklärte der finnische Nationalspieler Kamada in seiner Stellungnahme nun. Dessen nachträgliche Aussagen dazu seien eine "absolute Lüge", die Beleidigungen seien "bewusst und vorsätzlich" gefallen. Sein Teamkollege Bongani Zungu habe den genauen Wortlaut hören können.

Kamara bedankte sich bei seinem Team, Gerrard und den Fans für deren Unterstützung. "Ich war geschockt und entsetzt, so eine rassistische Beleidigung von einem professionellen Fußballer zu hören", schrieb er. Im Fußball gebe es "keinen Platz für Rassismus oder irgendeine Form der Engstirnigkeit". Es sei nun Zeit, die Alibipolitik zu beenden und keine Toleranz mehr zu zeigen.