06. Juni 2021 / 13:13 Uhr

Abschied vom "Doppelpass": Marcel Reif hört als TV-Experte von Sport1 auf

Abschied vom "Doppelpass": Marcel Reif hört als TV-Experte von Sport1 auf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marcel Reif wird nicht länger als TV-Experte im Doppelpass arbeiten.
Marcel Reif wird nicht länger als TV-Experte im "Doppelpass" arbeiten. © IMAGO/Future Image
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Marcel Reif beendet seine Tätigkeit als TV-Experte im "Doppelpass" von Sport1. Die 71 Jahre alte Kommentatoren-Legende war seit 2016 regelmäßiger Gast im beliebten Talk-Format

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Abschied nach fünf Jahren: Marcel Reif kehrt dem Talk-Format "Doppelpass" den Rücken. Das erklärte der 71-Jährige während der Sendung am frühen Sonntagnachmittag. Die Kommentatoren-Legende war seit Sommer 2016 als Experte für die Kult-Sendung des Münchner Senders Sport1 tätig, nachdem er zuvor viele Jahre für Sky und Vorgänger Premiere als Chefkommentator gearbeitet hatte. Beim "Doppelpass" hatte Reif 108 Einsätze in fünf Jahren.

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Reif ist nicht der einzige Prominente, der dem "Doppelpass" den Rücken kehrt. Auch Moderator Thomas Helmer hört auf. Der Europameister von 1996, der die Sendung 2015 als Nachfolger von Jörg Wontorra übernommen hatte, wird zur neuen Saison von Florian König beerbt, der aktuell die Fußball- und Formel-1-Übertragungen von RTL als Moderator begleitet. Neben Reif fungieren die Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg und Mario Basler als feste Experten im "Doppelpass".

Marcel Reif blieb nicht frei von Kontroversen

Reifs Tätigkeit im TV-Talk war zuletzt nicht frei von Kontroversen: Im Januar wurde ihm von einigen Rassismus vorgeworfen, als er in einer Debatte über die BVB-Profis Marco Reus und Mats Hummels sagte: "Nach dem Spiel gegen Stuttgart gab's ja die Herren Reus und Hummels, nicht etwa irgendwelche Jungtürken, sondern schon die Herren, um die es geht, die gesagt haben: 'Pass auf, wir sind eine Mannschaft, die kann nicht verteidigen'."

In den sozialen Netzwerken hatte sich daraufhin eine Debatte um den von Reif verwendeten Begriff "Jungtürken" entwickelt. Chefredakteur Pit Gottschalk distanzierte sich in einer Stellungnahme von rassistischen Äußerungen und verteidigte Reif, der sich noch während der Sendung zu der Aufregung geäußert hatte. "Ich gebe zu, dass ich das Wort Jungtürken manchmal im Sprachgebrauch habe. Aber ist da ein rassistischer Unterton? Helft mir mal bitte, falls ich da etwas verpasst habe", sagte er nach Sport1-Angaben. Sollte er irgendjemandes Gefühle verletzt habe, entschuldige er sich dafür in aller Form. "Mir fehlt aber so ein bisschen die Tiefe des Gedanken", sagte er.