26. Juli 2019 / 14:45 Uhr

Abschied vom VfL Wolfsburg? Für Brooks kein Thema!

Abschied vom VfL Wolfsburg? Für Brooks kein Thema!

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
John Anthony Brooks
John Anthony Brooks © Boris Baschin
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John Anthony Brooks ist in der vergangenen Saison eine feste Größe beim VfL Wolfsburg geworden. Trotzdem gab es immer mal wieder Gerüchte um seinen Abschied - jetzt redet der US-Nationalspieler Klartext.

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Seit 2017 spielt John-Anthony Brooks für den VfL Wolfsburg. In seiner ersten Saison fiel er mit Sehnenanriss und Knieproblemen lange aus, in seiner zweiten Spielzeit in Niedersachsen wurde der Ex-Herthaner zur festen Größe. Gesprochen hat der US-Nationalspieler in der Zeit wenig - vor allem öffentlich nicht. Brooks ist medienscheu, zurückhaltend und damit nicht gerade der Protagonist für einen offenen, transparenten VfL, wie ihn sich Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer wünschen. Auch deswegen gab es immer mal wieder Gerüchte um einen möglichen Brooks-Abschied. Und dass sein Berater jetzt im Trainingslager auftauchte, hat diese Gerüchte noch befeuert.

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Da passte es gut, dass Brooks ausnahmsweise doch einmal öffentlich redete - am Freitag in Schladming. „Ich habe nichts gehört von Vereinen. Zu mir kam bis jetzt auch keiner, dass ich hier weg soll. Ich denke, das passiert auch nicht mehr“, so Brooks. „Ich gehe stark davon aus, dass ich dieses Trikot auch in der neuen Saison tragen werde.“

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Bilder vom 7. Tag des VfL Wolfsburg im Trainingslager in Schladming. Zur Galerie
Bilder vom 7. Tag des VfL Wolfsburg im Trainingslager in Schladming. ©

Und das auch, weil er zum ersten Mal in der der Europa League spielen wird. Brooks qualifizierte sich in seiner letzten Saison bei Hertha BSC zwar für den europäischen Wettbewerb, wechselte dann im Sommer allerdings für rund 17 Millionen Euro nach Wolfsburg. Brooks: „Ich freue mich sehr und wünsche mir eine starke Gruppe mit vielen tollen Reisen und vollen Stadien.“

Am Freitagvormittag trainierte Brooks nur individuell (Fuß ist nach Zusammenprall angeschwollen), beim Test am Samstag gegen Union Berlin in Anif bei Salzburg soll der Verteidiger des VfL Wolfsburg dann wieder spielen. „Das sollte kein Problem sein“, sagt er.


Generell hatte Brooks in der bisherigen Vorbereitung wenig Probleme. Aus dem Trainingslager in Schladming (Österreich) geht er als einer der Gewinner hervor. Brooks absolvierte (fast) jede Einheit in Österreich, nur am Freitag musste er aufgrund der Trainingsverletzung am Donnerstag etwas kürzertreten. Im Testspiel gegen Fenerbahce Istanbul wirkte er sehr aktiv, die Dreierkette in der Defensive hielt er als linker Innenverteidiger stabil.

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Schladming, VfL Wolfsburg, Trainingslager, Fu§ball, …sterreich, Bundesliga, 07.2019, Saison 2019/20, Zur Galerie
Schladming, VfL Wolfsburg, Trainingslager, Fu§ball, …sterreich, Bundesliga, 07.2019, Saison 2019/20, ©

Der US-Nationalspieler, der vor Kurzem zum ersten Mal Vater geworden war, kommt in den Tagen in Österreich ziemlich locker rüber, bringt zu jeder Einheit gute Laune mit. Nach seinen Knieproblemen am Ende der vergangenen Spielzeit greift er jetzt wieder voll an. Brooks: „Die Leichtigkeit im Training ist da. Die Witze kommen nicht zu kurz. Es macht mächtig Spaß, aber klar ist auch, dass wir alle sehr hart arbeiten.“

In der vergangenen Saison nahm der 26-Jährige die Rolle als Abwehrchef an. Nun bekommt er in der Verteidigung Konkurrenz: Guilavogui ist Kapitän und soll den zentralen Part in der Dreierkette einnehmen. Für Brooks ist das kein Problem. Im Gegenteil: Der Abwehrspieler will vorangehen. „Ich finde, jeder sollte Verantwortung übernehmen, um seinem Neben- und Vordermann zu helfen“, sagt er. „Josh neben mir ist für uns alle eine gute Absicherung. Er nimmt die Chefrolle von Haus aus ein, aber ich werde das auch beibehalten.“ Brooks werde sich trotzdem „nicht zurückziehen und mein Ding durchziehen“.

Die Position in der Dreierkette ist für den 1,93-Meter-Hünen nicht ganz ungewohnt, dennoch muss er sich an die Herangehensweise, die Trainer Oliver Glasner vorschreibt, gewöhnen. Brooks: „Ich bin immer offen für Neues. Ich habe das so nie dauerhaft gespielt, aber schon manchmal. Einige Feinheiten waren schon neu.“

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Deshalb war es für ihn wichtig, die Zeit in Schladming effektiv zu nutzen, um bestimmte Kleinigkeiten zu verbessern. „Ich komme gut zurecht. Mir macht es Spaß“, so Brooks, „es gehört dazu, das Spiel von hinten zu lesen. Das konnte ich schon unter Beweis stellen, aber es ist noch ausbaufähig“.