04. September 2020 / 14:40 Uhr

Absichtserklärungen, aber kein Mietvertrag: IceFighters Leipzig müssen zum Stichtag hoffen

Absichtserklärungen, aber kein Mietvertrag: IceFighters Leipzig müssen zum Stichtag hoffen

Martin Bergau
Leipziger Volkszeitung
Die IceFighters-Fans müssen sich weiter in Geduld üben.
Die IceFighters-Fans müssen sich weiter in Geduld üben. © André Kempner
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Bis zum 4. September sollten die IceFighters Leipzig gegenüber dem Deutschen Eishockey-Bund verschiedene Unterlagen nachreichen und vor allem eine gesicherte Spielstätte nachweisen. Doch vor allem Letztere fehlt nach wie vor. Immerhin: Es gibt Absichtserklärungen.

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Leipzig. Dürfen sie nun spielen oder nicht? Der 4. September galt als entscheidender Stichtag. Bekommen die IceFighters Leipzig als Letzter der geplanten 26 Teilnehmer der Eishockey-Oberliga (3. Liga) die Lizenz? „Das war ein Trugschluss beziehungsweise ein Missverständnis von allen“, erklärt Cheftrainer Sven Gerike auf Nachfrage. „Wir hatten die Deadline, alle notwendigen Unterlagen einzureichen. Ein Abschluss der Prüfung seitens des Deutschen Eishockey-Bundes ist Anfang nächster Woche zu erwarten.“ Also müssen alle Spieler, Fans und Beteiligten ein weiteres Wochenende um die Zukunft ihres Vereins zittern.

Gerike ist weiter positiv gestimmt: „Wir haben alle Unterlagen seit dem Termin vor dem Schiedsgericht am 20. August nachgereicht und warten nun auf das Ergebnis. Wir sind optimistisch.“ Nach SPORTBUZZER-Informationen hatten die Eiskämpfer nach der Verhandlung vor zwei Wochen zwei weitere wirtschaftliche Nachweise zu liefern. „Diese konnten wir vollumfänglich erfüllen“, so Gerike.

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Bleibt der Knackpunkt Mietvertrag. „Die Hauptvoraussetzung für die Zulassung ist eine gesicherte Spielstätte“, hatte Geschäftsführer André Krüll nach dem Termin beim DEB-Schiedsgericht gesagt. An dem fehlt es nach wie vor. Gerike dazu: „Wir sind mit allen Parteien in sehr guten Gesprächen. Mit uns wird als Mieter geplant, egal wer die Betreibung am Ende übernimmt.“ Einen neuen Mietvertrag oder eine feste Garantie konnten die IceFighters dem Verband bis Freitag jedoch nicht vorweisen, vielmehr liegen lediglich Absichtserklärungen vor. Dies soll dem Verband allerdings schon vor zwei Wochen mitgeteilt worden sein. Nun obliegt es dem DEB, die finale Entscheidung zu treffen.

Mehrfache Nachfristen für Leipzig

Der DEB hatte den IceFighters zum Einreichen der vollständigen Lizenzunterlagen mit dem 12. Juni, 25. Juni und 3. Juli drei Nachfristen gewährt. Nach DEB-Entscheidung vom 8. Juli kamen die Lizenzprüfer zu dem Entschluss, dem Oberligisten die Lizenz nicht zu erteilen.Den Eiskämpfern blieb nur der Widerspruch und damit der Gang zum Spielgericht. Während die Hannover Indians dort am 20. August die Lizenz nachträglich bekamen, mussten die IceFighters nach positiven Signalen mit neuerlichen Anforderungen vorlieb nehmen. Trotzdem lobte DEB-Vizepräsident Marc Hindelang: „Am Standort ist viel Bewegung rein gekommen und an der Gesellschafterstruktur hat sich einiges geändert.“

Spekuliert wird indes, ob der Saisonstart Mitte Oktober haltbar ist. Eine Entscheidung soll Mitte September gefällt werden. Nach SPORTBUZZER-Informationen sind die Vereine sehr eng zusammengerückt, doch in Sachen Liga-Start herrscht offenbar Uneinigkeit. Vor allem die Clubs mit größeren Zuschauerzahlen plädieren für einen späteren Start. Dazu sollen auch die IceFighters zählen, deren Augen jedoch erst einmal in Sachen Lizenz in Richtung München gehen.