05. Dezember 2021 / 20:13 Uhr

"Absoluter Scheiß", "Katastrophe": Gladbach wütet nach derber Klatsche gegen Freiburg

"Absoluter Scheiß", "Katastrophe": Gladbach wütet nach derber Klatsche gegen Freiburg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei Gladbach lagen nach der deutlichen Niederlage gegen den SC Freiburg die Nerven blank.
Bei Gladbach lagen nach der deutlichen Niederlage gegen den SC Freiburg die Nerven blank. © IMAGO/Team 2 (Montage)
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Bei Borussia Mönchengladbach lief am Sonntag beim derben 0:6 gegen den SC Freiburg überhaupt nichts zusammen. Besonders in Halbzeit eins zerfiel die Mannschaft von Trainer Adi Hütter in ihre Einzelteile. Entsprechend bedient waren die Beteiligten.

Es war ein rabenschwarzer Tag für Borussia Mönchengladbach. Die Elf vom Niederrhein wurde am Sonntag im eigenen Stadion vom SC Freiburg nach allen Regeln der Kunst vorgeführt. Schon nach 45 Minuten und einem saft- und kraftlosen Auftritt ohne Zugriff auf Spiel und Gegner stand ein uneinholbares 0:6 auf der Anzeigetafel im Borussia Park. Ein weiteres Tor kam nach dem Seitenwechsel nicht mehr dazu, am Ärger über die Niederlage änderte dies jedoch nichts. Es sei "absoluter Scheiß" und eine "Katastrophe" gewesen, wie Gladbach aufgetreten war, polterte Mittelfeldspieler Patrick Herrmann nach der Partie am DAZN-Mikrofon.

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Der 30-Jährige stellte seiner Mannschaft ein bitteres Zeugnis aus. "Das ganze Spiel war nichts heute", so Herrmann weiter. "Es ist schwer in Worte zu fassen." Nach Erklärungen suchte auch sein Trainer Adi Hütter, dessen Team nach dem 1:4 im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln die zweite herbe Pleite binnen einer Woche hinnehmen musste. "Es gilt in erster Linie, sich zu entschuldigen für unser Auftreten, das so nicht zu akzeptieren ist", so der Österreicher, der den Trainerposten bei den Fohlen erst vor der Saison vom zu Borussia Dortmund abgewanderten Marco Rose übernommen hatte. So sei der Peinlich-Auftritt in der ersten Hälfte etwas, "das einfach in der Form nicht passieren darf. Das ist unerklärlich".

Für Mönchengladbach bedeutete das 0:6 den größten Rückstand in einem Bundesliga-Spiel zur Pause. Zuvor war es 1979 ein 0:5 gegen den FC Bayern München (Endstand 1:7). Mehr Gegentore als sechs in einem Heimspiel hatten die Gladbacher zuletzt beim 2:8 im Oktober 1998 gegen Bayer Leverkusen kassiert. Sportdirektor Max Eberl fasste zusammen: "Es ist teilweise surreal, was heute passiert ist." So habe man nach den frühen Gegentoren durch Maximilian Eggestein (2.) und Kevin Schade (5.) "gemerkt, dass bei den Jungs totale Verunsicherung war. Wir waren extrem unaufmerksam und das ist das, was mich extrem ärgert."


Bezüglich einer weiteren Zusammenarbeit mit Trainer Hütter wollte Eberl indes keine Diskussionen aufkommen lassen. Und das, obwohl die Borussia nun zwei empfindliche Pleiten in Serie kassierte und als Tabellen-13. deutlich unter den eigenen Möglichkeiten liegt. Am kommenden Samstag kann die Borussia eine Reaktion zeigen. Dann wartet ein Auswärtsspiel bei RB Leipzig, das sich am Sonntag von Cheftrainer Jesse Marsch trennte. "Wir gewinnen gemeinsam, wir verlieren gemeinsam. Es ist wichtig, dass es klärende Gespräche gibt. Das ist notwendig und wichtig für uns alle", blickte Hütter vorsichtig optimistisch nach vorn.