21. Juni 2020 / 18:55 Uhr

"Absoluter Wahnsinn": Heidenheim nach Last-Minute-Sieg über HSV euphorisiert - Schmidt lobt Mentalität

"Absoluter Wahnsinn": Heidenheim nach Last-Minute-Sieg über HSV euphorisiert - Schmidt lobt Mentalität

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Spieler des 1. FC Heidenheim jubeln nach dem Last-Minute-Sieg. Trainer Frank Schmidt adelt sein Team.
Die Spieler des 1. FC Heidenheim jubeln nach dem Last-Minute-Sieg. Trainer Frank Schmidt adelt sein Team. © dpa
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Riesen-Jubel in Heidenheim: Nach dem Last-Minute-Sieg über den direkten Konkurrenten Hamburger SV rücken die Ostwürttemberger auf den Relegationsrang vor - und haben vor dem letzten Spieltag nun die Entscheidung um Platz drei in der eigenen Hand. Nach Abpfiff brachen die Emotionen aus den Heidenheimern heraus.

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Dieser Erfolg ist kaum in Worte zu fassen: Der 1. FC Heidenheim hat den Hamburger SV trotz 0:1-Rückstands kurz nach der Halbzeit noch mit 2:1 geschlagen - und ist damit einen Spieltag vor Saisonende auf den Relegationsplatz gesprungen. Konstantin Kerschbaumer ist mit seinem Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit der Last-Minute-Held der Ostwürttemberger - die nach Abpfiff allesamt euphorisiert waren. Schließlich haben sie die Entscheidung um Platz drei nun in der eigenen Hand. "Absoluter Wahnsinn", jubelte FCH-Profi Tim Kleindienst bei Sky. "Man verfolgt gerade einen Traum. Unsere oberste Priorität ist, den Traum zur Wirklichkeit zu machen."

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Und das ist jetzt durchaus möglich, denn Heidenheim liegt nun einen Punkt vor dem Tabellen-Vierten HSV liegt: Gewinnt Heidenheim am letzten Spieltag beim Zweitliga-Meister Arminia Bielefeld, hat die Mannschaft um Trainer Frank Schmidt den Relegationsrang sicher. Bei einem Remis oder einer Niederlage müsste der SV Sandhausen im Parallelspiel gegen den Hamburger SV, der mit einer deutlich besseren Tordifferenz ausgestattet ist, Schützenhilfe leisten. Dennoch: Heidenheim hat am letzten Spieltag Matchball: "Ich bin einfach überglücklich. Wir haben noch ein Spiel. Jetzt geht es für uns um alles. Ich denke, wir können da selbstbewusst genug sein", sagte Kleindienst.

Heidenheim-Trainer Frank Schmidt erklärt: Teamspirit gibt Ausschlag

Die überzeugende Mentalität der Heidenheimer, die nun erstmals seit dem 1. Spieltag wieder zu den besten drei Mannschaften der 2. Liga gehören, ist unbestritten: Nach 15 eigenen Führungen konnte die Schmidt-Elf 15 Mal gewinnen. "Es ist unglaublich, was meine Mannschaft heute geleistet hat", sagte der Trainer nach der Partie. "Kein Mensch hat gesagt, dass es einfach wird." Auch nach dem frühen Gegentor durch HSV-Stürmer Joel Pohjanpalo in der zweiten Halbzeit nach 23 Sekunden, glaubten die Heidenheimer an sich: "Aus meiner Sicht hat sich jeder zerrissen", adelte Schmidt, seit 2007 Chefcoach, sein Team.

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Der Teamspirit hat einen Hintergrund, wie Coach Schmidt verriet: "Es war immer mein Motto: Man kann fast alles erreichen, wenn man wirklich will", so der 46-Jährige. "Heidenheim ist eine Industriestadt, Mittelstand. Die Leute sind es gewohnt, hart zu arbeiten. Ich bin geprägt von Alemannia Aachen, vor allem unter Werner Fuchs. Es war Wahnsinn, wie da gefightet wurde. Das möchte ich hier auch sehen." Und Schmidt gefiel die Einstellung seiner Heidenheimer - besonders die Ersatzspieler lobte der Trainer. Der Siegtreffer war eine Co-Produktion von drei Jokern, den eingewechselten Marc Schnatterer, Stefan Schimmer und Konstantin Kerschbaumer. "Die Spieler von der Bank waren enttäuscht, aber nicht beleidigt, dass sie nicht von Beginn an gespielt haben. Sie haben der Mannschaft unheimlich geholfen", sagte Schmidt.