05. Juni 2020 / 18:44 Uhr

"Absoluter Witz": BVB-Star Jadon Sancho reagiert auf DFL-Strafe nach Friseur-Affäre

"Absoluter Witz": BVB-Star Jadon Sancho reagiert auf DFL-Strafe nach Friseur-Affäre

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jadon Sancho reagierte auf Twitter prompt auf die von der DFL verhängten Geldstrafe - mit Unverständnis.
Jadon Sancho reagierte auf Twitter prompt auf die von der DFL verhängten Geldstrafe - mit Unverständnis. © imago images/Jan Huebner
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BVB-Star Jadon Sancho ist mit der von der DFL gegen ihn verhängten Geldstrafe offenbar alles andere als zufrieden. Via Twitter verschaffte der Engländer seinem Frust nun Luft. Sancho war wie Teamkollege Manuel Akanji von der Bundesliga bestraft worden, weil er wegen des Heim-Besuchs eines Star-Friseurs gegen das DFL-Hygiene-Konzept verstoßen hatte.

Friseur-Besuch mit Folgen: BVB-Flügelstürmer Jadon Sancho muss wie Teamkollege Manuel Akanji eine Geldstrafe in nicht bekannter Höhe an die Deutsche Fußball Liga (DFL) zahlen. Der Grund dafür laut der DFL: Der Besuch des Star-Friseurs Winnie Nana Karkari in den Privatwohnungen der BVB-Stars, der als Verstoß gegen das medizinisch-organisatorische Konzept der DFL-Taskforce "Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" zur Fortsetzung des Spielbetriebs nach der Coronavirus-Pause gewertet wurde. Während der BVB noch nicht offiziell auf die Strafe gegen seine Stars reagierte, verschaffte Sancho seiner Wut auf Twitter Luft: "Absoluter Witz DFL", schrieb der 20 Jahre alte Brite, versehen mit einem ablehnenden Emoji. Nur wenig später löschte er den Tweet allerdings.

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Die Liga begründete die Sanktion mit den Fotos, die in Medien sowie in sozialen Netzwerken veröffentlicht worden waren. Darauf war zu sehen, wie sich die Profis unter Missachtung der Abstandsregelungen und ohne Schutzmasken mit dem Friseur zusammengestellt hatten. Die DFL erläuterte in ihrer Stellungnahme: "Es steht außer Frage, dass auch Profi-Fußballer ihre Haare schneiden lassen müssen. Dies muss derzeit jedoch im Einklang mit dem medizinisch-organisatorischen Konzept erfolgen. Der Klub hatte seinen Spielern im konkreten Fall auch eine entsprechende Möglichkeit bereitgestellt."

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Sancho und Akanji können gegen DFL-Strafe Beschwerde einlegen

Sancho und Akanji haben laut der DFL-Mitteilung die Möglichkeit, gegen die Strafe innerhalb von fünf Tagen Beschwerde einzulegen. Die Sanktion richte sich jedoch ausdrücklich nicht gegen den BVB, bei dem kein "Organisationsverschulden" erkennbar sei.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc hatte die betroffenen Spieler und insbesondere Fehlen von Masken sowie das Veröffentlichen von Fotos am Donnerstag bei der virtuellen Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC für die Friseur-Aktion kritisiert, insbesondere Sancho aber zugleich in Schutz genommen. "Wir dürfen nicht vergessen, dass Sancho immer noch sehr jung ist", hatte Zorc unter anderem gesagt. Es gab auch Lob für Sancho: Der Engländer hatte zuletzt bei der Partie beim SC Paderborn (6:1) dreifach getroffen und außerdem gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA rund um den Todesfall George Floyd protestiert. Laut Medienberichten sollen auch weitere BVB-Profis wie Thorgan Hazard und Raphael Guerreiro die Dienste des Friseurs in Anspruch genommen haben, dies ist jedoch nicht durch Fotos belegt.