08. April 2022 / 15:12 Uhr

"Ein absolutes Unding": Trainer Christian Streich versteht Kritik an Freiburg-Protest nicht

"Ein absolutes Unding": Trainer Christian Streich versteht Kritik an Freiburg-Protest nicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christian Streich versteht die Kritik am Freiburg-Protest nicht.
Christian Streich versteht die Kritik am Freiburg-Protest nicht. © IMAGO/Sven Simon
Anzeige

Das DFB-Sportgericht hat entschieden. Die 4:1-Wertung des Spiels des FC Bayern beim SC Freiburg bleibt trotz des Wechselfehlers des Rekordmeisters bestehen. Freiburg-Trainer Christian Streich übt harte Kritik an den Begleiterscheinungen der Diskussion.

Trainer Christian Streich hat die Begleitumstände des Einspruchs des SC Freiburg gegen die Wertung des 1:4 gegen den FC Bayern scharf kritisiert. "Der einzige Weg, den man einschlagen musste, weil es uns sozusagen aufgrund dieser Rechtsunsicherheit zugeschoben wurde, war Einspruch zu erheben", sagte Streich am Freitag, nachdem der Protest der Badener vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes zurückgewiesen worden war.

Anzeige

Die Bayern hatten bei der Bundesliga-Partie vergangenen Samstag infolge eines Wechselfehlers für wenige Sekunden zu zwölft gespielt. Den anschließenden Protest der Freiburger gegen die Spielwertung hatte Münchens Trainer Julian Nagelsmann kritisiert.

"Jetzt geht es darum, dass wir in solchen Fällen eine Rechtssicherheit kriegen. Ich persönlich hoffe sehr darauf, dass es andere Verfahrensregelungen gibt", sagte Streich. "Es kann nicht sein, dass es drei Parteien sind. Zwei machen einen Fehler, keinen unerheblichen Fehler. Was überhaupt nicht schlimm ist. Jeder macht Fehler. Ich mache auch Fehler. Und nachher ist der Dritte derjenige, der dann noch von gewissen Leuten, teilweise von denen, die die Fehler gemacht haben, an den Pranger gestellt wird. Das ist ein absolutes Unding. Das haben wir sehr genau vernommen."

Anzeige

Ihre aktive Rolle sei den Badenern "äußerst unangenehm" gewesen. Wegen ihrer Treuepflicht und der persönlichen Haftung hätten die SC-Vorstände aber so handeln müssen. "All diese Punkte wurden offensichtlich von einigen nicht berücksichtigt oder sie haben nicht verstanden, um was es da allumfassend geht", sagte Streich. Sollte es künftig andere Verfahrensregeln geben, "hat es doch noch was Gutes gehabt", sagte der 56-Jährige. "Für uns ist das Thema erledigt."