23. April 2022 / 19:55 Uhr

Tränen-Interview mit Taschentuchpause: Fürth-Manager Rachid Azzouzi arbeitet Abstieg emotional auf

Tränen-Interview mit Taschentuchpause: Fürth-Manager Rachid Azzouzi arbeitet Abstieg emotional auf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manager Rachid Azzouzi hat emotional auf den Abstieg der SpVgg Greuther Fürth reagiert.
Manager Rachid Azzouzi hat emotional auf den Abstieg der SpVgg Greuther Fürth reagiert. © IMAGO/Zink
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Nach dem nun feststehenden Abstieg der SpVgg Greuther Fürth übermannen Manager Rachid Azzouzi die Tränen. Der 51-Jährige arbeitet die Situation emotional auf und blickt trotzig in die Zukunft.

Rachid Azzouzi wirkte untröstlich. Natürlich, der Abstieg der SpVgg Greuther Fürth hatte sich seit Monaten angedeutet. Und klar, schon vor der Saison hatten wohl nur große Optimisten dem Aufsteiger den Klassenerhalt zugetraut. Als die Rückkehr in die 2. Liga nach der 1:4 (1:2)-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen am Samstagnachmittag dann aber unverrückbar feststand, übermannten den Manager der Franken die Emotionen. "Das ist das Baby von uns allen. Das tut halt weh. Du gibst so viel. Es reicht halt manchmal nicht. Aber es wird wieder weitergehen", sagte Azzouzi schluchzend am Sky-Mikrofon und versprach trotzig: "Wir greifen nächstes Jahr nochmal an."

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Der Abstieg der Spielvereinigung zeichnete sich bereits früh in der Saison ab. Erst am 15. Spieltag gelang der Mannschaft von Trainer Stefan Leitl gegen Union Berlin der erste Saisonsieg, in den 14 Spielen zuvor hatte sie nur einen einzigen Punkt geholt. Zum Abschluss der Hinrunde stand das Kleeblatt mit fünf Zählern abgeschlagen am Tabellenende und hatte schon zwölf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. In der zweiten Halbserie steigerten sich die Franken zwar und stehen mit zwölf Punkten aus den bisherigen 14 Spielen immerhin auf Platz 15 der Rückrundentabelle, für einen Turnaround war diese Ausbeute dennoch zu schwach. Insgesamt holte Fürth nach nun 31 absolvierten Partien nur 17 Zähler.

"Wir versuchen das Maximale rauszuholen, aber manchmal reicht das Maximale nicht. Aber wir können als Verein insgesamt stolz sein - wie wir arbeiten, was wir machen. Wenn man alles gibt und es langt nicht, dann muss man das akzeptieren", meinte Azzouzi, der das Interview zwischenzeitlich für wenige Sekunden unterbrechen musste, um zum Taschentuch zu greifen: "Es ist nicht so, dass ich überrascht bin, dass wir absteigen. Aber wenn der Moment dann da ist, tut es natürlich weh."

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"Die Rückrunde hat schon gezeigt, dass wir mithalten können. Aber das war zu spät. Die Hinrunde hat letztlich dafür gesorgt, dass wir keine Chance mehr hatten. Trotzdem Kompliment dafür, dass wir immer Haltung bewahrt haben und dass wir erhobenen Hauptes runtergehen können", meinte Azzouzi: "Wir sammeln uns und die Tränen trocknen dann wieder."