02. Juni 2019 / 19:30 Uhr

Abstieg kein Beinbruch für den TuS SW Enzen +++ mit Foto-Galerie

Abstieg kein Beinbruch für den TuS SW Enzen +++ mit Foto-Galerie

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Der TuS SW Enzen geht aufrecht, verabschiedet sich von den über 50 mitgereisten Fans und der Bezirksliga. © dak
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0:0 beim VfR Evesen reicht TuS SW Enzen nicht für den Klassenerhalt in der Bezirksliga

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Der Enzer Kapitän Patrick Pluta hielt vor dem Anpfiff im Spielerkreis eine flammende Rede, bei der so mancher Feldherr nur ehrfürchtig aus der Wäsche geschaut hätte. Den nötigen Sieg gab es trotzdem nicht. Sein Team ist nach dem 0:0 beim VfR Evesen aus der Bezirksliga abgestiegen.

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„Es ist für den Verein kein Beinbruch, auch wenn das aufgrund unseres Potenzials total unnötig ist“, so TuS-Coach Fabian Stapel nach der Partie. „Ich ziehe meinen Hut vor der Mannschaft, dass sie in der Rückrunde so zurückgekommen ist.“ So zeigten sich auch seine Spieler nach dem Abpfiff zwar enttäuscht, ließen sich jedoch von ihren mitgereisten Fans noch lange feiern. Der Schlussspurt mit zehn Spielen ohne Niederlage kam zwar zu spät, versöhnte aber für die schwache Hinrunde.

„Ich denke wir haben heute gezeigt, dass wir nichts abschenken wollten“

In der ersten Hälfte war den Gästen anzumerken, dass sie Fehler vermeiden wollten. Risiko wurde gescheut, dafür ging nach vorne auch recht wenig. Der VfR Evesen ließ nichts von möglichen Absprachen erkennen und kam stattdessen durch Volkmar Vöge, Kaoa Aosman und Jannis Städter zu Chancen. Doch entweder standen Keeper Florian Schaper oder das Pech im Weg. So war Städter nach einer Ecke in der 37. Minute vor Schaper am Ball. Laurids Schölzel konnte das Spielgerät erst knapp hinter der Linie klären, doch das sonst souveräne Schiedsrichtergespann entscheid auf kein Tor.

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In der zweiten Hälfte wurden die Gäste mutiger und kamen so zu einigen Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Ein Schuss von Niklas Thiemann wurde abgeblockt und Kevin Wöbbeking traf aus 25 Metern nur die Latte. Das Spiel des Gastgebers war im zweiten Durchgang dagegen die Definition von Sommerfußball – keine Bewegung, keine Torchancen und die ständige Hoffnung, dass der Schiedsrichter das Spiel doch bitte möglichst bald abpfeifen würde.


TuS SW Enzen feiert Mannschaft nach Abstieg

„Ich denke wir haben heute gezeigt, dass wir nichts abschenken wollten“, so VfR-Sprecher Jürgen Bolte. „Da wehren wir uns gegen. Hut ab vor den Enzern und schade, dass es für sie nicht gereicht hat.“

VfR: Willers, Pentke, Korkmazyigit, Städter, Vöge, Aosman, Kleiber, Hull (46. Ghonaim), Stolte (55. Dahlhoff), Khodr, Heine (70. Knickmeier).

TuS: Schaper, Blume, Schölzel, Horstmann, Kahlert (78.), Thiemann, Pluta (70. Milde), Wischhöfer (60. Isaak), Köpper, Wöbbeking, Zeckel.