30. Mai 2021 / 16:18 Uhr

Abstieg: St. Pölten hat jetzt im Kader viel Platz für Wolfsburgs Talente

Abstieg: St. Pölten hat jetzt im Kader viel Platz für Wolfsburgs Talente

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hilfe aus Wolfsburg: St.-Pölten-Manager Andreas Blumauer hoft auf VfL-Talente.
Hilfe aus Wolfsburg: St.-Pölten-Manager Andreas Blumauer hoft auf VfL-Talente. © Roland Hermstein
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SKN St. Pölten hat auch das Rückspiel der Relegation verloren, steigt damit in die 2. Liga Österreichs ab - und hat fast keine Spieler mehr für die neue Saison unter Vertrag. Hilfe kommt vom VfL Wolfsburg.

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Dem 0:4 im Hinspiel folgte ein 0:1 im Rückspiel: SKN St. Pölten ist in der Relegation gegen Austria Klagenfurt gescheitert und steigt damit in die 2. Liga Österreichs ab. Die Niederösterreicher, Kooperationspartner des VfL, stehen damit vor einem großen Umbruch. Kaum ein Spieler hat einen Vertrag für die 2. Liga, die Zukunft der kompletten sportlichen Führung ist offen. Trainer Gerald Baumgartner (einst Mitspieler von Ex-VfL-Trainer Oliver Glasner in Ried) hatte während der Saison Robert Ibertsberger abgelöst und steht möglicherweise ebenso vor dem Aus wie Sportdirektor Georg Zellhofer.

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"Rund zehn Spieler bleiben unter Vertrag, das sind hauptsächlich Talente", sagte Manager Andreas Blumauer nach dem Abstieg. Zudem ist die Stimmung rund um den Klub brisant - die eigenen Anhänger empfingen die Mannschaft des Sport-Klubs Niederösterreich schon vor dem Beginn des Rückspiels mit Pfiffen. Blumauer selbst kann sich einen Verbleib vorstellen: "Bei der Aufarbeitung bin ich dabei". Ähnlich sieht's auch Coach Baumgartner, der in seiner St.-Pölten-Amtszeit bisher ohne Sieg blieb: "Ich habe keinen Vertrag, könnte mir aber vorstellen weiterzumachen." Denn: "An sich ist der SKN ein geiler Verein."

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Offen ist nur: Wie attraktiv ist er für die Top-Talente aus der aufgelösten Wolfsburger U23-Mannschaft? In St. Pölten sollen Nachwuchsspieler des VfL - etwa Abwehrmann Tim Siersleben - zu Profi-Fußballern reifen, Wolfsburg-Manager Jörg Schmadtke hatte in der vergangenen Woche gesagt: "Es ist zwar nicht entscheidend, in welcher Liga St. Pölten spielt - aber es wäre natürlich schon schöner, wenn sie in der 1. Liga bleiben." Das hat nicht geklappt.



Andererseits könnte die Kooperation mit dem VfL dem SKN jetzt helfen, ein schlagkräftige Mannschaft für das Ziel Wiederaufstieg auf die Beine zu stellen. “Der Deal hilft uns, damit wir nicht in ein Loch fallen”, so Blumauer. Klar sei: “Wir müssen wieder in die 1. Liga rauf, dort, wo der SKN hingehört, und dafür werden wir arbeiten.”