18. Dezember 2021 / 16:32 Uhr

Abstiegsgespenst unterm Weihnachtsbaum: Erzgebirge Aue unterliegt mit 1:3 

Abstiegsgespenst unterm Weihnachtsbaum: Erzgebirge Aue unterliegt mit 1:3 

dpa
Auch Erzgebirge Aues Dimitrij Nazarov konnte die 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg nicht verhindern. 
Auch Erzgebirge Aues Dimitrij Nazarov konnte die 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg nicht verhindern.  © dpa
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Der erhoffte Befreiungsschlag noch vor dem Jahreswechsel ist dem FC Erzgebirge Aue gegen den 1. FC Nürnberg nicht gelungen. Bei der dritten Heimniederlage in Serie spielen die Sachsen zwar gefällig mit, es fehlen aber wieder gewisse Basics. Zu denen zählt ohne Frage das Toreschießen.

Aue. Nach der dritten Heimniederlage in Serie wird es für den FC Erzgebirge Aue ein ungemütliches Weihnachtsfest. Zum Rückrundenauftakt der 2. Fußball-Bundesliga unterlagen die Sachsen am Samstag daheim gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:3 (1:2) und rutschten auf Abstiegsplatz 17 ab. Nürnbergs Nikola Dovedan traf gleich dreimal (2./22./81.). Mehr als der zwischenzeitliche Ausgleich durch Jan Hochscheidt (8.) gelang nicht. Ein besseres Ergebnis verhinderte wieder einmal die Abschlussschwäche der Auer.

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Eine eigene Führung hatte Teamchef Hensel gefordert, um endlich das eigene Spiel aufziehen zu können. Doch nicht nur das Toreschießen fällt dem FC Erzgebirge gegenwärtig schwer, sondern auch die Konzentration in der Anfangsviertelstunde. Das 0:1 durch Dovedan nach 78 Sekunden war bereits das sechste Gegentor in der Startphase in dieser Saison.

Aues Hochscheidt kontert Dovedans Treffer

Zu den neugewonnen Stärken der Erzgebirger unter Hensel gehört aber der ungebremste Wille. Sofort nach dem Gegentreffer versuchten die Auer, den Ausgleich zu machen. Und das gelang. Fast aus dem Nichts gelangte der Ball zu Hochscheidt, der Christian Mathenia im FCN-Tor aus acht Meter Entfernung verlud. Beide Teams spielten mit offenem Visier und so gab es Chancen auf beiden Seiten. Die zwingenderen Möglichkeiten erarbeiteten sich aber die Gäste, die die technisch feinere Klinge schlugen und sich dadurch ein Übergewicht erspielten. So kam es auch zum erneuten Rückstand, der von Erik Shuranov mustergültig vorbereitet wurde.


Die Defensiv-Probleme der Nürnberger nutzte Aue aber vor dem Wechsel zu selten. Bei langen Bällen hatten die Franken, die ein sehr hohes Pressing spielten, oftmals Mühe. Mehr als eine halbe Möglichkeit für Dimitij Nazarov (29.) gab es aber nicht. Kurz vor dem Wechsel hatten die Gastgeber sogar noch Glück, dass Fabian Nürnberger (42.) nur die Latte des Auer Tores traf.

Zur zweiten Halbzeit brachte Hensel mit Babacar Gueye für John-Patrick Strauß einen weiteren Angreifer, was für neuen Schwung sorgte. Von nun an versuchten die Auer zu spielen, was durchaus ansehenswert war. Doch dadurch ergaben sich für die Nürnberger Möglichkeiten, denn es gab leichtfertige Ballverluste im Vorwärtsgang. Nach 58 Minuten musste das 3:1 für die Gäste fallen, doch Manuel Schäffler traf völlig freistehend den Ball nicht.

Nürnbergs Dovedan schnürt den Dreierpack

Aber auch die Auer hatten wenig Zielwasser. Nazarovs Schuss aus 20 Metern (62.) ging knapp vorbei, bei einem Freistoß aus aussichtsreicher Position verpasste Gueye (63.) am langen Pfosten. Die größte Chance zum verdienten Ausgleich hatte der eingewechselte Nikola Trujic. In der 74. Minute wurde er am kurzen Pfosten stehend von Nicolas Kühn freigespielt, musste den Ball eigentlich nur über die Linie schieben. Doch er traf mit seinem Schuss sein Standbein, so dass das Spielgerät vorbeiging.

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Das rächte sich mit Dovedans drittem Treffer, als Nürnberg erstmals einen Konter auch zu Ende spielte. Von da an war es um den Glauben an einen Punktgewinn beim FC Erzgebirge geschehen. Zwar versuchten die Gastgeber noch das Unmögliche möglich zu machen, geordnete Spielzüge gab es aber nicht mehr.