22. Januar 2022 / 21:58 Uhr

Gladbach-Krise ohne Ende? Lothar Matthäus sieht Borussia im "Abstiegsstrudel" angekommen

Gladbach-Krise ohne Ende? Lothar Matthäus sieht Borussia im "Abstiegsstrudel" angekommen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei Borussia Mönchengladbach geht der Blick zunehmend nach unten.
Bei Borussia Mönchengladbach geht der Blick zunehmend nach unten. © IMAGO/Laci Perenyi/Ulrich Hufnagel (Montage)
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Für Borussia Mönchengladbach geht die sportliche Misere weiter. Gegen Union Berlin setzte es die dritte Pflichtspielpleite in Folge. Die Mannschaft von Adi Hütter muss sich zunehmend nach unten orientieren. Nach Meinung von Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus muss sich die Borussia sogar mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen.

Bundesliga-Pleite gegen Bayer Leverkusen (1:2), DFB-Pokal-Aus gegen Zweitligist Hannover 96 (0:3) – und nun auch noch eine Heimniederlage gegen Union Berlin (1:2). Bei Borussia Mönchengladbach spitzt sich die sportliche Lage weiter zu. Seit dem 2:1-Überraschungscoup gegen Spitzenreiter FC Bayern zum Rückrundenauftakt setzte es für die Elf vom Niederrhein nur noch Pleiten. Auf Platz zwölf des Klassements haben die Gladbacher nurmehr vier Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16 – angesichts der jüngsten Leistungen droht der komplette Absturz. Für Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus muss sich die Borussia mit den Gepflogenheiten im Tabellenkeller langsam aber sicher arrangieren. "So bitter wie es klingt: Gladbach ist im Abstiegskampf angekommen", sagte der ehemalige Borussia-Profi bei Sky.

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Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter müsse aus dem "" und der misslichen Lage "schnellstmöglich wieder rauskommen", erklärte Matthäus weiter. Den Grund für die Krise der Gladbacher verortete der TV-Experte auch abseits des Platzes. "Sie haben keine Ruhe im Verein. Das kann in so einer Phase mitentscheidend sein, dass man irgendwo landet, wo man nicht landen will." Bei den Gladbachern hatten sich zuletzt in Matthias Ginter und Denis Zakaria zwei absolute Leistungsträger gegen eine Ausweitung des zum Saisonende auslaufenden Vertrags entschieden.

Hamann: "Dass es keine Mannschaft ist, ist offensichtlich"

Auch Sky-Kollege Dietmar Hamann fällte ein hartes Urteil für die strauchelnde Hütter-Elf. "Es sieht düster aus in Gladbach. Nicht auszudenken, hätten sie die ersatzgeschwächten Bayern nicht geschlagen. Sie hängen da unten drin und werden weiter dort unten bleiben", so das ernüchternde Fazit des ehemaligen Liverpool-Profis. Aussicht auf Besserung? Fehlanzeige. "Ich hatte vor dem Spiel wenige Antworten und jetzt noch weniger. Wenn du in so einer Krise bist, rückst du entweder näher zusammen, oder du fängst an, in deine Einzelteile zu zerfallen. Ich habe aktuell das Gefühl, es ist Letzteres. Dass es keine Mannschaft ist, ist offensichtlich“, sagte Hamann weiter.

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Für Hütter, der die Lage der abgestürzten Borussia nach dem üblen Pokal-Aus in Hannover als "die schwierigste Situation seiner 13-jährigen Trainer-Tätigkeit" bezeichnet hatte, dürfte die Luft dünner werden. Eine Beurlaubung befürchtet der Österreicher nach eigener Aussage zwar nicht, die Argumente gehen dem Österreicher aber zunehmend aus. Nun haben die Gladbacher vorerst ein wenig Zeit, um sich zu sammeln. In zwei Wochen, am 5. Februar, geht es mit einem Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld weiter. Alles andere als ein Sieg wäre die nächste Enttäuschung.