21. Februar 2021 / 19:20 Uhr

Abwehr-Ass Möser: Darum fühlt er sich so wohl bei den Grizzlys Wolfsburg

Abwehr-Ass Möser: Darum fühlt er sich so wohl bei den Grizzlys Wolfsburg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vertrag verlängert: Janik Mšöser (l.) bleibt mindestens bis 2023 ein Grizzly, Wolfsburg zog die Option im Kontrakt - den Verteidiger freut's. 
Adler-Vergangenheit: Unter vielen Ex-Mannheimern ist Janik Möser der einzige waschechte im Grizzlys-Trikot. Sein Vertrag wurde verlängert. © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
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Die Grizzlys Wolfsburg haben ihre Option auf eine Verlängerung des Vertrages von Verteidiger Janik Möser gezogen. Der Spieler, erklärt, warum er sich beim Wolfsburger Eishockey-Erstligisten Wolfsburg gut aufgehoben fühlt und welche Rolle drei "Pferde" spielen... Coach Pat Cortina freut sich über die Verlängerung - und über eine Serie. 

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Sie haben die Option gezogen - so verlängerte Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg frühzeitig den ursprünglich bis Saisonende geltenden vertrag mit Janik Möser.

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Die Verbindung zwischen Wolfsburg und Mannheim im Eishockey-Oberhaus ist unendlich. Regelmäßig wechselten Protagonisten die Seiten, manchmal sogar, wie Felix Brückmann, hin und her. Den einzigen waschechten Mannheimer im Kader haben die Grizzlys jetzt bis 2023 gebunden: Janik Möser.

Die Option war im Kontrakt, Wolfsburg zog sie, Möser ist begeistert: „Das hat mich riesig gefreut.“ Denn allzu viel Zeit, sich zu empfehlen, hatte er noch nicht wegen seiner langen Corona-Pause samt Herzmuskel-Entzündung. Er startete schnell durch, bekam zunehmend mehr Verantwortung. Gegen Iserlohn – in seinem neunten Grizzlys-Einsatz in der DEL – war er der Verteidiger mit der drittmeisten Eiszeit.

Dabei ist der 25-Jährige noch ein aufstrebender Spieler, kein fertiger. Möser bestätigt: „In Mannheim habe ich in der Vorsaison als Stürmer gespielt, dabei bin ich eigentlich Verteidiger.“ In Wolfsburg darf er sich nun in seiner Lieblingsrolle austoben. Und dabei ist er Teil einer ganzen Gruppe Spieler, die sich extrem gut versteht. Fabio Pfohl „kenne ich schon, seit ich 13 bin“, Jan Nijenhuis, Chet Pickard, Garrett Festerling, Dominik Bittner und Phil Hungerecker waren zu seiner Adler-Zeit auch mal in Mannheim – „das machte den Einstand hier leichter.“ Und: Er kannte die Coaches. Pat Cortina war sein U20-Nationaltrainer gewesen, Co-Trainer Petteri Väkiparta kannte Möser und viele andere heutige Wolfsburger aus seiner Zeit als Nachwuchstrainer der Adler. Möser wusste, was ihn erwartet – und die Trainer auch, was sie von dem Spieler bekommen können. Binnen kurzer Zeit schraubten sie seine Eiszeit hoch. Chef-Coach Cortina mit einem Schmunzeln: „Aber nicht, weil wir ihn vor der Vertragsverlängerung testen wollten. Wir kannten ihn ja – und er ist noch nicht am Ende seiner Entwicklung.“


Möser sagt, dass er von den Erfahrenen in der Defensive profitiert: „Neben solchen Arbeitspferden wie Julian Melchiori, Jeff Likens und Ryan Button muss man sich einfach den Hintern aufreißen.“ Sportlich läuft es, Vertrag verlängert – ist die lange Pause der Corona-Erkrankung und der Herzmuskel-Entzündung abgehakt, oder schwingt da manchmal noch Sorge mit? Möser: „Nein, ich fühle mich top, da denke ich nicht mehr dran.“ Wolfsburg gefällt ihm „super“, er vermisst einzig, „dass man mehr mit den Jungs unternehmen kann, denn ich bin ein echter Outdoor-Typ, der gern mal draußen vor dem Cafe sitzt.“ Manager Charly Flieg-auf über Möser: „Er hat unsere Erwartungen bislang voll und ganz erfüllt.“ Und, so hob er hervor: „Durch den transparenten Umgang mit der Krankheit auch neben dem Eis einen großen Beitrag zur Sensibilisierung geleistet.“

Cortina über die Super-Serie

Die Grizzlys mussten nach drei Partien binnen fünf Tagen mal einige Tage zuschauen in der DEL- und weil sie sich mit einer Wahnsinns-Siegesserie in die Play-Off-Ränge geschoben hatten, konnten sie das ohne Sorgen. Sechs Siege, 15 von 18 Punkten aus sechs Spielen – so eine starke Bilanz hatten viele Fans dem Team, vor allem aber dem Coach, zwischenzeitlich nicht zugetraut. 2015 hatten die Grizzlys unter Coach Pavel Gross auch mal sechs Siege am Stück (17 Punkte) eingefahren), in der gleichen Spielzeit noch eine Neun-Siege-Serie draufgepackt. Cortina hatte sich in der kritischen Phase nie beirren lassen. „Und nun freut mich das für unser Team“, sagt er und: „Als es schlecht gelaufen ist, war es nicht allein mein Fehler, aber dass es jetzt läuft, ist genauso wenig allein mein Verdienst.“ Er warnt: „Wir müssen wachsam sein, dürfen nicht nachlassen.“