11. November 2022 / 23:26 Uhr

Erst Abwehr-Chaos, dann scharfe Kritik: Wie stark der BVB mit der Pleite in Gladbach hadert

Erst Abwehr-Chaos, dann scharfe Kritik: Wie stark der BVB mit der Pleite in Gladbach hadert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Dortmund geht mit einer herben Enttäuschung in die WM-Pause.
Borussia Dortmund geht mit einer herben Enttäuschung in die WM-Pause. © IMAGO/Kirchner-Media (Montage)
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Borussia Dortmund enttäuschte bei der deftigen Pleite gegen Borussia Mönchengladbach am Freitagabend besonders in der Defensive. Nach vier Gegentoren und der zweiten Niederlage in Serie sparten auch Spieler und Trainer nicht mit Kritik.

Statt Trotzreaktion der nächste Dämpfer, statt Erfolgserlebnis die zweite Pleite in Folge: Borussia Dortmund geht mit einem weiteren Rückschlag aus der englischen Bundesliga-Woche und hinein die WM-Pause. Beim 2:4 im Borussen-Duell mit Borussia Mönchengladbach lieferte insbesondere die Defensive der Westfalen einen Offenbarungseid. "Eigenes Unvermögen", nannte es BVB-Torschütze Julian Brandt bei DAZN und verwies auf offensichtliche Defizite in der Hintermannschaft: "Wir haben einfach nicht gut verteidigt. Da meine ich nicht nur die fünf Spieler, da meine ich alle."

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In der Tat wirkte der BVB bisweilen überfordert mit den schnellen Umschaltmomenten der Gladbacher. Die letzte Kette um die beiden WM-Fahrer Nico Schlotterbeck und Niklas Süle sowie den nicht nominierten Mats Hummels bekam die Gladbacher Offensivkräfte um Marcus Thuram, Lars Stindl oder Jonas Hofmann über die gesamte Spieldistanz nicht in den Griff, am Ende war man mit den vier Gegentoren noch gut bedient. "In der ersten Halbzeit haben wir viel zu viele Torchancen des Gegners zugelassen, es waren viele Phasen dabei, in denen wir sehr schlecht verteidigt haben", schimpfte auch Dortmunds Trainer Edin Terzic über das Defensivverhalten seiner Profis.

Der BVB-Coach sprach von einer "sehr enttäuschenden" Woche, die bereits mit einem 0:2 gegen den VfL Wolfsburg denkbar unglücklich begonnen hatte. Die Folge: Kurz vor dem Turnier in Katar drohen die Schwarz-Gelben wertvollen Boden auf die angepeilten Champions-League-Plätze zu verlieren. "Das ist nicht unser Anspruch", resümierte Terzic mit Blick auf die Tabelle, in der die Westfalen auf dem sechsten Platz überwintern.

Brandt: "Das ist ein beschissenes Gefühl"

Was der Coach nüchtern konstatierte, brachte Brandt angesprochen auf den enttäuschenden Tabellenstand nach 15 Partien wesentlich deutlicher auf den Punkt. "Das ist ein beschissenes Gefühl", sagte der 26-Jährige, der auch Auswirkungen auf die Auftritte mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Endrunde in Katar befürchtet: "Das ist absolut schweres Gepäck", so Brandt. Der Offensivmann wird beim Turnier vom 20. November bis 18. Dezember beim DFB-Team gebraucht – und idealerweise im Dress der Nationalelf eine Trotzreaktion zeigen, ehe der BVB am 22. Januar gegen den FC Augsburg "wieder angreifen" will.

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