27. November 2019 / 19:01 Uhr

Abwehr-Raffinesse funktioniert: HSG Nord siegt 26:14

Abwehr-Raffinesse funktioniert: HSG Nord siegt 26:14

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Jil Kollmeyer (am Ball) und die A-Juniorinnen der HSG Nord Edemissen setzten sich bei Wacker Osterwald mit 26:14 durch.
Jil Kollmeyer (am Ball) und die A-Juniorinnen der HSG Nord Edemissen setzten sich bei Wacker Osterwald mit 26:14 durch. © Ralf Büchler
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Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden die A-Juniorinnen der HSG Nord bei Wacker Osterwald. Denn die Landesliga-Handballerinnen setzten sich beim Vorletzten problemlos mit 26:14 durch. Coach Edgar Rot freute sich vor allem darüber, dass sein Schachzug mit einer unkonventionellen Abwehrtaktik funktioniert hatte. 

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Ebenfalls einen Sieg feierten die C-Juniorinnen der HSG, Edemissens B-Juniorinnen dagegen unterlagen beim Spitzenreiter JSG Allertal.

A-Juniorinnen Landesliga

Wacker Osterwald – HSG Nord Edemissen 14:26 (8:13). „Vor dem Spiel war klar, dass wir uns im Vergleich zur Vorwoche deutlich steigern müssen, um Wiedergutmachung zu leisten“, erklärte Edemissens Coach Edgar Rot. Und das Vorhaben sei seinem Team vollauf gelungen. „Denn von der ersten Sekunde an war die Abwehrleistung bärenstark. Wir haben eine provokante und untypische Deckungsvariante gespielt, die Osterwald überhaupt nicht geschmeckt hat.“ Folglich führte die HSG nach 14 Minuten mit 7:1. „Damit war die Messe bereits zu diesem Zeitpunkt gelesen“, sagte Rot. Zumal Wacker überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel gefunden habe.

Entsprechend geriet der Sieg gegen den Vorletzten auch nicht mehr in Gefahr. Nach der Pause nutzte Edemissens Trainer den großen Vorsprung, um verschiedene Konstellationen zu testen, zudem wechselte er ständig durch. „Alle erhielten ihre Spielanteile und haben dabei auch überzeugt“, freute sich Rot. Am Ende sei der Sieg locker eingefahren worden. „Er hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn wir bis zum Schluss hundert Prozent gegangen wären. Aber wir müssen aufgrund der zahlreichen Verletzungen und Ausfälle mit unseren Kräften haushalten.“ Lob gab es für die B-Juniorinnen. „Sie sind immer dabei, wenn sie gebraucht werden.“

HSG Nord: Bajohr (1), Willgeroth (1), Kae Majometano (10), Härtel (1), Kim Majometano (4), Kollmeyer (1), Matte (5), Scherf (2), Lindenthal (1).

Mehr regionaler Handball

B-Juniorinnen Landesliga

JSG Allertal – HSG Nord Edemissen 27:24 (16:12). „Allertal war aggressiver, spritziger und spielerisch reifer“, begründete HSG-Coach Gundolf Deterding die Niederlage beim Spitzenreiter. Hinzu kam, „dass wir in der Abwehr oft keine Mittel gegen die Sperren und Rückraumwürfe der JSG gefunden haben“, monierte er. Folglich lag die HSG zur Pause auch mit 12:16 hinten.

Nach Wiederbeginn habe sich sein Team aber kämpferisch gesteigert, lobte Deterding. Doch immer wieder hätten technische Fehler zu Ballverlusten geführt – und die daraus resultierenden Tempogegenstöße nutzte der Tabellenführer zu vielen Treffern. „Am Ende war der Sieg für Allertal verdient, weil es bei uns an Kondition und Dynamik gemangelt hat“, resümierte Gundolf Deterding.

HSG Nord:Kae Majomentano (4), Poersch (4), Präkels (1), Klokkers (8), Siedentop (5), Luda (3).

SG VfL Wittingen/Stöcken – SG Adenstedt 19:17 (12:5). Eine tolle Aufholjagd in Hälfte zwei reichte der SGA nicht mehr. Weil sie den Start verpennte kassierte sie im Duell um Platz zwei die dritte Saisonniederlage. „Es wurde nicht gekämpft und nicht unterstützt in der Abwehr. Der Ball wurde langsam nach vorne getragen und gedankenlos weggeschmissen, sodass wir zwischenzeitlich mit 2:10 hinten lagen“, ärgerte sich SGA-Betreuerin Franziska Duwe über die erste Hälfte. Nach der Pause habe ihr Team deutlich konzentrierter agiert – doch es reichte nicht mehr. „Hoffentlich haben die Mädels jetzt wieder verstanden, wie man richtig Handball spielt und fangen in den nächsten Spielen direkt in der ersten Minute damit an“, bilanzierte Duwe.

SGA: Giesemann (1), Damian (2), Strauß (1), Gappenberger (3), Gieselmann (3), Laue (1), Schlender (6).

C-Juniorinnen Landesliga

HSG Nord Edemissen – HSG Müden Seershausen 28:25 (13:14). „Es war ein hart erkämpfter Sieg“, bilanzierte Edemissens Trainer Gundolf Deterding, dessen Team in Halbzeit eins nicht einmal in Führung lag, zwischenzeitlich sogar mit vier Treffern in Rückstand geriet (18./6:10). Ein Grund dafür seien die technischen Fehler gewesen. „Zudem haben sich die Mädels ohne Ball zu wenig bewegt – und das führte immer wieder zu Ballverlusten“, erläuterte er.

Und auch in der Defensive haperte es zunächst. „In der Abwehr haben wir uns häufig überlaufen lassen und hatten Probleme, die Gegnerinnen körperlich zu halten.“ Der Einsatz hingegen habe gestimmt – und mit zunehmender Dauer steigerte sich die HSG Nord, kämpfte sich bis zur Pause auf einen Treffer heran.

Nach der selbigen verlief die Partie zunächst ausgeglichen, wobei die Führung mehrmals wechselte. Erst in der Schlussphase gelang es der HSG Nord, sich einen Vorsprung zu erspielen. Sie setzte sich von 24:23 auf 28:24 ab – die Entscheidung. Ausschlaggebend für den Erfolg war, „dass die Abwehr in der zweiten Halbzeit besser stand – das hat uns die beiden Punkte gebracht“, sagte Deterding.

HSG Nord: Stolle (2), Jäschke (5), Siedentop (7), Siegel (1), Lose (2), Döhrmann (10), Horand (1).

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