04. Dezember 2019 / 16:31 Uhr

Abwehrprobleme bei Hannover 96: Hat Kocak einen Geheimplan mit Jannes Horn?

Abwehrprobleme bei Hannover 96: Hat Kocak einen Geheimplan mit Jannes Horn?

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Trainer Kenan Kocak sucht nach den richtigen Spielern für die Abwehr. Mögliche Kandidaten für den Geheimplan sind Jannes Horn (rechts, oben) und Matthias Ostrzolek (rechts, unten).
Trainer Kenan Kocak sucht nach den richtigen Spielern für die Abwehr. Mögliche Kandidaten für den Geheimplan sind Jannes Horn (rechts, oben) und Matthias Ostrzolek (rechts, unten). © Florian Petrow
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Mit Josip Elez steht Hannover 96 aktuell nur ein gesunder Innenverteidiger zu Verfügung. Christian Schulz trainierte zwar mit den Profis, für den Spielbetrieb sagte er aber ab. Trainer Kenan Kocak muss kreativ werden. Mögliche Kandidaten für seinen Abwehrgeheimplan? Jannes Horn und Matthias Ostrzolek.

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Christian Schulz macht’s mit Auge. „Er war gut“, sagte 96-Trainer Kenan Kocak und lachte: „Nur nicht bei den Sprints.“ Statt intensiver Läufe trabte der 36-Jährige. In der Verletzungsnot half der Ex-Profi und frühere Kapitän gestern beim Profi-Training aus. Sonst spielt der gute alte „Schulle“ ja nur noch bei den Jungen in der Reserve. So soll es bleiben. Den Profis sagte er klipp und klar für den Spielbetrieb ab, obwohl dort in Josip Elez nur noch ein gelernter Innenverteidiger übrig ist.

Anton trainiert nur individuell - Horn oder Ostrzolek?

„Eine Trainingseinheit ist okay, aber im Spiel wird man mich bei der ersten Mannschaft nicht mehr im Trikot sehen“, sagte Schulz. Wer das 96-Trikot am Samstag ge­gen Erzgebirge Aue in der Abwehr trägt, ist völlig offen. Schließlich droht jetzt auch Waldemar Anton auszufallen. Am Mittwoch absolvierte der 23-Jährige aufgrund von muskulären Beschwerden nur eine individuelle Laufeinheit - ein Einsatz am Samstag ist fraglich.

Bleibt nur Elez, den Ko­cak auffällig oft lobte: „Gut, Josip.“ Was soll der Trainer auch tun, er hat ja sonst keinen zum Loben. „Wir schauen auch, ob wir eine interne Lösung finden oder einem so jungen Spieler die Aufgabe anvertrauen“, erklärte Kocak. Tim Walbrecht (18) trainierte am Dienstag erneut mit. Aber Ko­cak hat offensichtlich etwas anderes vor: die interne Lö­sung, den Abwehrgeheimplan mit Jannes Horn, der als Linksfuß ebenso wie Matthias Ostrzolek infrage käme.

Bilder vom Vormittagstraining von Hannover 96 (4. Dezember):

Jan Schlaudraff schaute beim Training zu.  Zur Galerie
Jan Schlaudraff schaute beim Training zu.  ©
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Bakalorz wird's "eher nicht"

Kocak nickte kurz, als die beiden Namen als Innenverteidiger-Kandidaten konkret fielen. „Marvin Bakalorz eher nicht“, fügte er hinzu. Die personelle Lage ist in der Abwehr nicht mehr dramatisch – sie ist katastrophal. Timo Hübers (Reha), Marcel Franke (Teilriss im Knie) und Felipe (Knorpelbruch zwischen den Rippen) fehlen bis Ende des Jahres. Das heißt: Kocak braucht schon jetzt einen Plan für die restlichen Spiele gegen Aue, Bochum und Stuttgart.

Cedric Teuchert (Jochbeinbruch) und Sebastian Jung (Sehnenverletzung) wird der Trainer in diesem Jahr auch nicht mehr auf dem Übungsplatz sehen. Torwart Marlon Sündermann musste am Dienstag sogar als Feldspieler aushelfen, obwohl der Kader mit Schulz, Walbrecht und Stürmer Mick Gudra (18) aufgefüllt war. In den nächsten Tagen kommt Simon Stehle (18) dazu, der noch leichte muskuläre Probleme hat.

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"Es kitzelt mich jetzt nicht. Hut ab vor dem, was Claudio Pizarro mit 40 macht. Ehrlich, vor anderthalb Jahren habe ich eine Entscheidung getroffen, und das ziehe ich durch: Der Profifußball zehrt."

Kaputt sah Schulz nicht aus nach seiner Trainingsrückkehr bei den Profis. Das wäre anders gewesen, wenn er die Sprints mitgemacht hätte. „Läufe habe ich schon längere Zeit nicht mehr gemacht“, sagt er. Er musste sogar zum Profi-Training überredet werden. „Ich hab gesagt: Na gut, nur Training, da geht das noch.“ Wirklich nur Training? Lieber Heider SV in der Regionalliga als Aue in der 2. Liga? „Heide“, sagt Schulz, „unumstößlich. Es kitzelt mich jetzt nicht. Hut ab vor dem, was Claudio Pizarro mit 40 macht. Ehrlich, vor anderthalb Jahren habe ich eine Entscheidung getroffen, und das ziehe ich durch: Der Profifußball zehrt.“ Das ist bei 96 aktuell deutlich zu spüren.

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