09. Dezember 2019 / 21:55 Uhr

Acht Niederlagen am Stück für den VfL Tremsbüttel in der Verbandsliga Süd

Acht Niederlagen am Stück für den VfL Tremsbüttel in der Verbandsliga Süd

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Marc Mandel steckt mit seinem VfL Tremsbüttel in einem echten Tief.
Marc Mandel steckt mit seinem VfL Tremsbüttel in einem echten Tief. © LN
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Trainer Marc Mandel im Interview über Neuzugänge und Hoffnungsträger für die Rückrunde.

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Bei Verbandsligist VfL Tremsbüttel läuft es mittlerweile seit Monaten alles andere als rund. Die letzten acht Partien der Grün-Weißen wurden allesamt verloren. Negativer Höhepunkt war das 0:4 zuhause gegen das bis dato sieglose Kellerkind SV Hamberge. Das letzte Erfolgserlebnis im Ligabetrieb gab es am 31. August beim 2:0-Auswärtssieg gegen Aufsteiger Leezener SC. Dabei fing die Spielzeit für die Stormarner eigentlich gut an - gleich vier der ersten sechs Begegnungen konnte man für sich entscheiden, es standen also früh 12 Punkte zubuche. Das war im Spätsommer. Seitdem ist nur ein Pünktchen durch ein Remis gegen den SSV Güster hinzugekommen und der VfL befindet sich derzeit mit 13 Zählern auf dem Relegationsrang 13. Borussia Möhnsen und der SV Hamberge sind mit jeweils vier Punkten zwar weit abgeschlagen, aber der SSV Pölitz auf dem ersten direkten Abstiegsplatz ist punktgleich hinter Tremsbüttel positioniert, hat aber bereits vier Spiele mehr absolviert. Auch wenn man den Klassenerhalt natürlich noch in der eigenen Hand hat, kann man bei acht Niederlagen in Folge von einer langanhaltenden sportlichen Krise reden. Was muss sich beim VfL ändern und gibt es personelle Veränderungen im Kader? Wo hakt es? Der Sportbuzzer traf sich mit Trainer Marc Mandel (Foto) zu einem Interview.

LN: Wie beurteilst Du den Verlauf der Hinrunde allgemein? 

Marc Mandel: Die Hinrunde muss man in unserem Fall natürlich in zwei Teile aufsplitten. Wir sind natürlich mega gut gestartet. Nach einer längeren Durststrecke konnten wir gegen Güster zumindest mal wieder ein Remis einfahren. Leider haben wir dann direkt wieder ein paar Spiele verloren. Wir hatten auch personell arge Probleme und einige Leute haben aus verschiedenen Gründen mitten in der Hinrunde aufgehört. Zum Glück hatten wir super Unterstützung von der Ü40. Lucas Timm ist ein Neuzugang, der jetzt zum neuen Jahr seine Freigabe bekommt und uns natürlich weit nach vorne bringt. Driton Salihu aus dem Jugendbereich, der lange verletzt war, ist ein richtig starker Junge. Vom VfL Rethwisch haben wir noch Pascal Efrom dazubekommen. Zwei neue Spieler, die uns fußballerisch bestimmt nach vorne bringen werden.

LN: Wie lässt sich die Krise (zuletzt acht Spiele verloren) erklären? Offensiv drückt der Schuh mit erst 15 erzielten Treffern bei Euch ja gehörig. Was sagst Du dazu?

Mandel: Offensiv haben wir eigentlich viele Chancen kreiert, aber es fehlt so etwas der Lauf, dass die Dinger vorne dann auch reingehen. Wir haben momentan halt keinen Jannik Gerlach, der jedes Jahr zuverlässig 20 oder 30 Tore schießt. Da müssen wir dran arbeiten, dass wir gefährlicher werden. Wichtig ist auch weiterhin, den Laden hinten dicht zu halten und nicht ausschließlich über Standards gefährlich zu werden.

LN: Sind im Winter Verstärkungen geplant bzw. gibt es Abgänge? 

Mandel: Abgänge sind keine geplant, es würde auch keiner eine Freigabe bekommen. Es kam in den letzten Wochen aber auch keiner auf uns zu und einen Wechselwunsch geäußert. Nach dem Sarau/Bosau-Spiel konnten wir leider nicht mehr spielen. Die letzten drei Wochen hatten wir nochmal richtig gute Trainings, auch wenn die Spiele zuletzt ausgefallen sind. Wir werden alles tun, um die Klasse zu halten. Die Stimmung ist super. Alle haben kapiert, worum es geht und haben verstanden, dass man was tun muss. Ab dem 10. Januar fangen wir schon wieder mit der Vorbereitung an, trainieren aber auch noch einmal die Woche in der Halle, damit wir nicht komplett aus dem Rhythmus kommen. Wir hoffen, dass Jonas Fahrenkrog nach seinem Bandscheibenvorfall wieder zurückkommt. Seine Verletzung hat natürlich eine große Lücke hinterlassen. Es kann sein, dass Frederik Kühn doch noch einige Spiele bei uns mitmachen kann. Er wollte die Saison auf jeden Fall zu bringen kann, auch wenn er sich momentan in Bayreuth fit hält und sich im Sommer wohl im Süden einen neuen Verein sucht. Mit zwei Spielern sind wir noch in Verhandlungen und schauen mal, ob wir noch den einen oder anderen für die Rückrunde dazu bekommen. Wir lassen uns überraschen, was dann am Ende passiert.

LN: Danke für das Interview. Wir wünschen Dir eine schöne Weihnachtszeit und ein sportlich sowie privat erfolgreiches Jahr 2020.

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