01. August 2022 / 12:20 Uhr

"Achterbahnfahrt der Gefühle": Eintracht Braunschweig jubelt nach Pokal-"Spektakel" gegen Hertha BSC

"Achterbahnfahrt der Gefühle": Eintracht Braunschweig jubelt nach Pokal-"Spektakel" gegen Hertha BSC

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht Braunschweig gelang in der ersten Runde des DFB-Pokals eine Überraschung.
Eintracht Braunschweig gelang in der ersten Runde des DFB-Pokals eine Überraschung. © IMAGO/Jan Huebner
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In einem turbulenten DFB-Pokal-Kracher ärgert Zweitligist Eintracht Braunschweig Hertha BSC und wirft den Bundesligisten aus dem Wettbewerb. Vor allem beendete der Aufsteiger seine Ladehemmung vor dem gegnerischen Tor.

Hertha-Bezwinger Eintracht Braunschweig befindet sich nach dem überraschenden Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals im Freudentaumel. "Das war schon ein Spektakel", sagte Eintracht-Trainer Michael Schiele. "Das war eine Achterbahnfahrt der Gefühle." Der Zweitliga-Aufsteiger warf den Erstligisten Hertha BSC Berlin am Sonntag im Elfmeterschießen mit 6:5 (4:4, 2:2, 0:2) aus dem DFB-Pokal.

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Das war vor dem Spiel kaum absehbar. Braunschweig ist derzeit nach zwei Niederlagen und keinem eigenen Treffer Tabellen-17. in der 2. Bundesliga. Dass die Löwen treffen können, haben sie gegen die Berliner eindrucksvoll bewiesen. "Jetzt müssen wir weitermachen. Das können wir kurz genießen und demnächst geht es in der Liga - hoffentlich nicht ganz so dramatisch, aber auch mit Punkten und Toren - weiter", forderte Schiele.

"Ich hoffe, der Knoten ist geplatzt", sagte Bryan Henning, der Siegtorschütze im Elfmeterschießen. "Jetzt müssen wir gucken, dass es Sonntag so weitergeht", fügte der 27 Jahre alte gebürtige Berliner vor der anstehenden Zweitliga-Partie gegen Darmstadt 98 (13.30 Uhr/Sky) hinzu.

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Nach 0:2-Rückstand riss das klassentiefere Team das spektakuläre Spiel gegen Hertha mit einem tobenden Publikum im Rücken in der zweiten Hälfte immer mehr an sich und übertrumpfte den Erstligisten verdient. "Am Ende waren wir ein Stück besser und haben im Elfmeterschießen auch verdient gewonnen", sagte der starke Eintracht-Torwart Jasmin Fejzic. Der erfahrene 36-Jährige hatte mit seinen Paraden und einem parierten Elfmeter maßgeblichen Anteil am Erfolg.

Dreifach-Wechsel zur Halbzeit

Aber auch Trainer Schiele bewies im taktischen Bereich das richtige Fingerspitzengefühl: Nach der Halbzeit hatte er drei mutige Wechsel in der Abwehr vorgenommen. Die neuen Kräfte belebten das Spiel - kurz darauf drehte Braunschweig die Partie.

Nach einem 2:2 in 90 Minuten bestraften die Hausherren den immer zurückhaltender gewordenen Erstligisten in der Verlängerung. Neuzugang Immanuel Pherai schob den Ball ohne Probleme nach einem klugen Pass von Lauberbach in das Berliner Tor zur Führung ein. Das Stadion tobte.

Doch es wurde noch spannender. Der eingewechselte Lucas Tousart glich mit einem abgefälschten Schuss aus 20 Metern für die Berliner aus, und zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung lupfte Dodi Lukebakio den Ball über Fejzic zur 4:3-Führung. Aber Braunschweig gab nicht auf. Henning sorgte auf der anderen Seite wieder für das Remis. Er erzwang das Elfmeterschießen, das Braunschweig gewann.